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Themendossier "Zehn Jahre DQR"

Am 31. Januar 2012 vereinbarten Bund, Länder, Wirtschafts- und Sozialpartner die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) für die berufliche Bildung. Das zehnjährige Jubiläum ist ein Anlass zurückzuschauen. Im Themendossier sind BWP-Beiträge aus den letzten 15 Jahren zusammengestellt, die die Entwicklung des DQR nachzeichnen: von ersten konzeptionellen Überlegungen zur Vorbereitung eines Deutschen Qualifikationsrahmens über die Vereinbarung zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern bis hin zu Beiträgen, die sich mit Umsetzungsfragen befassen.

Europäischer und Deutscher Qualifikationsrahmen – eine Herausforderung für Berufsbildung und Bildungspolitik

Volker Rein; Georg Hanf

3/2007

In der Diskussion über den Entwurf eines Europäischen (EQR) und die mögliche Entwicklung eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) besteht in Deutschland ein breiter Konsens darüber, Bildung im Sinne des Lebensbegleitenden Lernens und der Beschäftigungsfähigkeit der Bürger unter den Makrozielen Transparenz, Durchlässigkeit und Kompetenzorientierung von Qualifikationen zu gestalten. Angestrebt wird dabei ein bildungsbereichsübergreifender und europäisch anschlussfähiger DQR, der sich in seiner Zielsetzung nicht auf die Abbildung von Wissen und Bildungsabschlüssen beschränkt, sondern an Kompetenzen und beruflicher Handlungsfähigkeit ausgerichtet ist. Politik, Berufsbildung und Wissenschaft stehen hier vor einer Reihe von Herausforderungen, die je nach Perspektive unterschiedliche Antworten generieren können.

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Noch kein Konsens bei der Konkretisierung eines Deutschen Qualifikationsrahmens

Hermann Nehls

2/2008

Seit 2005 diskutieren Fachvertreter/-innen aus Politik und Wissenschaft, wie ein Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR) aussehen soll. Ein erster Entwurf der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wurde bereits im Juli 2005 vorgelegt. Der DGB-Bundesvorstand hat im Dezember 2006 ein Positionspapier beschlossen. 2007 haben Verbände der Metall- und Elektroindustrie ein Papier veröffentlicht. Allgemeine Ziele eines einheitlichen Qualifikationsrahmens, wie Transparenz und Durchlässigkeit, werden von allen Akteuren geteilt. Die Kontroverse entzündet sich hingegen an der Frage, wie sich die Ziele in der konkreten Ausgestaltung des DQR wiederfinden sollen. Strittig ist, welcher Kompetenzbegriff zugrunde gelegt wird, mit welcher Anzahl von Qualifikationsniveaus gearbeitet werden soll und wie diese beschrieben werden sollen.

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DQR konkret: Vorschlag der Spitzenorganisationen der Deutschen Wirtschaft

Friedrich Hubert Esser

3/2008

Im Januar 2007 haben Bund und Länder die Erarbeitung eines bildungsbereichsübergreifenden Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) entschieden. Damit soll zunächst die Voraussetzung für die Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) auf nationaler Ebene geschaffen werden. In der BWP 2/2008 fasste Hermann Nehls die noch strittigen Punkte aus Arbeitnehmersicht bei der Ausgestaltung eines DQR zusammen. Für eine inhaltlich fundierte Diskussion zu den anstehenden Entwicklungsarbeiten sind entsprechend konkrete Vorschläge unerlässlich. Aus diesem Grund haben die Spitzenorganisationen der Deutschen Wirtschaft ihre Position zur Struktur und Funktion eines Deutschen Qualifikationsrahmens präzisiert.

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Der DQR in der Entwicklung – Würdigung und Vorausschau

Friedrich Hubert Esser

4/2009

Um den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) in Funktion setzen zu können, sind die Mitgliedsstaaten der EU aufgefordert, jeweils nationale Qualifikationsrahmen zu entwickeln, über die die Zuordnung der jeweiligen inländischen Qualifikationen zu den Niveaus des EQR ermöglicht werden soll. Auf diese Weise soll die Transparenz zwischen den Bildungssystemen in Europa sowie auch innerhalb der nationalen Bildungssysteme verbessert und die Durchlässigkeit erhöht werden. Der Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen hat im Februar 2009 seinen Diskussionsvorschlag eines Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR) veröffentlicht. In diesem Beitrag wird der aktuelle Entwicklungsstand dargestellt, aus berufsbildungspolitischer Sicht gewürdigt und darauf aufbauend der Blick nach vorne gerichtet, wobei dabei dem Aspekt der Zuordnung von Qualifikationen eine besondere Bedeutung zukommt.

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Der Deutsche Qualifikationsrahmen – Chance zur Lösung nationaler Problemlagen

Thomas Deißinger

6/2009

Die Literatur zum Europäischen und Deutschen Qualifikationsrahmen nimmt zu. Dies entspricht der Wichtigkeit der damit verbundenen Aufgabenstellungen, die sowohl für die reflektierende und kritisch begleitende Wissenschaft als auch für die zum Handeln aufgeforderte Politik nicht von der Hand zu weisen sind. Sie konkretisieren sich, wenn man (a) die Vorgaben des Europäischen Qualifikationsrahmens ernst nimmt und ihnen zu entsprechen versucht und (b) wenn man die „Baustellen“ des deutschen Berufsbildungssystems betrachtet, die seit Jahren existieren und ihrer „Bearbeitung“ harren. Nach den Beiträgen von FRIEDRICH HUBERT ESSER und HERMANN NEHLS in dieser Zeitschrift möchte dieser Artikel einen Beitrag zur Schärfung des berufsbildungspolitischen Problembewusstseins leisten, sich im Kontext der Entwicklung des DQR mit den ungelösten Fragen der deutschen Berufsbildung zu befassen und Lösungswege zu eröffnen.

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Qualifikationsrahmen im Kopenhagen- und Bologna-Prozess

Chancen für mehr Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung

Volker Gehmlich

2/2010

Ein Kernproblem vieler Bildungssysteme ist die fehlende Möglichkeit, auf verschiedenen Wegen zu Qualifikationen zu gelangen, die nicht nur anerkannt, sondern auch auf anderen Lernwegen für weitere Abschlüsse angerechnet werden. In der BWP 6/2004 wurde als Ideenskizze formuliert, dass durch die „gemeinsame Währung in Form eines Credit-Systems“ in Europa ein Brückenschlag zwischen beiden Prozessen – Bologna und Kopenhagen – und damit auch ein Brückenschlag zwischen den Arten des Lernens und der unterschiedlichen Lernorte vollzogen werden kann. Im Folgenden soll untersucht werden, inwieweit sich die damaligen Hoffnungen erfüllt haben bzw. inwieweit der vorgelegte Entwurf eines allumfassenden Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) die Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulbildung fördern kann.

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Kann der Deutsche Qualifikationsrahmen zur Anerkennung nicht formalen und informellen Lernens beitragen?

Katrin Gutschow; Sabine Seidel

5/2010

Mit der Einführung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) sollen laut Empfehlung des EU-Parlaments und Rates vom 23. April 2008 „Zugang zum und die Teilnahme am lebenslangen Lernen … und die Nutzung von Qualifikationen auf nationaler und auf Gemeinschaftsebene gefördert und verbessert werden“. Außerdem soll der EQR Brücken zwischen formalem, nicht formalem und informellem Lernen bilden und zur Validierung von Lernergebnissen beitragen. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob und wie die Anerkennung nicht formalen und informellen Lernens durch den Europäischen und insbesondere den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) gefördert und gestärkt werden kann. Dabei beziehen sich die Autorinnen auf zwei aktuelle Expertisen zu dieser Fragestellung.

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DQR jetzt über die Ziellinie bringen

Friedrich Hubert Esser

5/2011

In seinem Editorial würdigt BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser den vorliegenden Entwurf eines Deutschen Qualifikationsrahmens als Instrument zur Integration der Teilsysteme des Bildungssystems und Förderung dessen Durchlässigkeit. Er appelliert an alle beteiligten Akteure, das bislang Erreicht nicht durch unnötige Hakeleien bei der Zuordnung von Qualifikationen zu DQR-Niveaus kurz vor Erreichen der Ziellinie aufs Spiel zu setzen.

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Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag!

Friedrich Hubert Esser

2/2012

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser betont in seinem Editorial den Meilenstein-Charakter der am 31. Januar 2012 geschlossenen Vereinbarung von Bund, Ländern sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern über die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) für die berufliche Bildung in Deutschland. Mit dem DQR stehe nun ein Systematisierungsraster für berufliche Handlungskompetenz auf unterschiedlichen Anspruchsniveaus zur Verfügung. Damit eigne sich der DQR auch als Schablone für die weitere Entwicklung des gesamten Berufsbildungssystems.
Als nächsten Schritt sieht er die Ausweisung des DQR- bzw. EQR-Niveaus auf Abschlusszeugnissen der beruflichen Aus- und Fortbildung. Darüber hinaus müsse nun alles darangesetzt werden, die mit dem Qualifikationsrahmen einhergehende Philosophie der Kompetenzorientierung auf allen Systemebenen umzusetzen.

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Die Umsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens

Hintergrund, Sachstand und anstehende Aufgaben

Friedrich Hubert Esser

3/2012

Mit Verabschiedung des Entwurfs für einen Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wurde ein wichtiger Meilenstein in der Agenda zur Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) erreicht. Nun gilt es, die Umsetzung des DQR mit Leben zu füllen. Mit diesem Beitrag in der neuen Rubrik „DQR-konkret“ werden zunächst die Hintergründe zur Entwicklung des DQR sowie der aktuelle Sachstand beleuchtet. Dabei richtet sich der Blick insbesondere auf die Verortung beruflicher Qualifikationen im Verhältnis zu allgemeinbildenden Abschlüssen und auf die unterschiedlichen, z. T. kontroversen Positionen der am Entwicklungsprozess beteiligten Akteure. Vor dem Hintergrund der im Januar 2012 auf bildungspolitischer Ebene abgestimmten Empfehlungen zur Fortsetzung des DQR-Prozesses werden abschließend nun anstehende Aufgaben benannt.

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Start frei für die kompetenzorientierte Gestaltung von Ordnungsmitteln?

Konsequenzen des DQR für die Ordnungsarbeit

Irmgard Frank

4/2012

Zentrales Merkmal des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) ist die Orientierung an Lernergebnissen, und damit an dem, was jemand nach Absolvierung eines Lernprozesses kann und in der Lage ist zu tun. Eine konsequente Umsetzung dieser Lernergebnisorientierung hat erhebliche Auswirkungen auf die Gestaltung der staatlich anerkannten Aus- und Fortbildungsregelungen. Im Beitrag wird aufgezeigt, wie ein Weg zur kompetenzorientierten Gestaltung der Ordnungsmittel aussehen kann. Hierzu werden Leitlinien für die Erarbeitung kompetenzorientierter Ordnungsmittel auf der Grundlage vorliegender Befunde aus Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des BIBB vorgestellt.

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Verbindungslinien zwischen DQR und Anerkennungsgesetz

Georg Hanf

5/2012

In der Debatte um den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) im Herbst 2011 drehte sich alles nur noch um den – relativen – Wert des Abiturs im Gefüge des deutschen Qualifikationssystems. Dabei geriet völlig aus dem Blick, dass der Deutsche Qualifikationsrahmen seinen Ursprung im Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) hat und dass seine Ziele und Zwecke nicht nur nationale sind. Deutschland hatte sich auf den europäischen Prozess eingelassen, um die Verständlichkeit und Vergleichbarkeit von Qualifikationen der verschiedenen Länder in den jeweils anderen Ländern zu verbessern und so die Mobilität der Bürger zu fördern. Zeitgleich mit der DQR-Diskussion wurde das „Gesetz zur Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen“ (BQFG) vorbereitet. Beide Prozesse liefen völlig unabhängig voneinander nebeneinander her, obwohl doch die Bezüge auf der Hand liegen. Dieser Beitrag versucht, eben diese Bezüge deutlich zu machen.

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Der deutsche Referenzierungsbericht zur Umsetzung des DQR

Ziele, Gegenstand und Verfahren

Sabine Gummersbach-Majoroh

6/2012

Im November 2012 wurde der deutsche Referenzierungsbericht an die Europäische Kommission übermittelt. Ziel des Berichts ist es, den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) im Verhältnis zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) darzustellen, denn der Erfolg des EQR als Transparenz- und Mobilitätsinstrument hängt in hohem Maße davon ab, in welcher Weise die nationalen Qualifikationen durch die Zuordnung zu Niveaus über den EQR untereinander vergleichbar werden. Im Beitrag wird das Referenzierungsverfahren skizziert.

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Der Deutsche Qualifikationsrahmen – ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung

Volker Born; Hermann Nehls

1/2013

Vor einem Jahr, am 31. Januar 2012, verständigten sich die Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Sozialpartnern und Wirtschaftsorganisationen auf eine Zuordnung erster zentraler Qualifikationen zu den acht Niveaus des Deutschen Qualifikationsrahmens. Sie haben damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Gleichwertigkeit allgemeiner und beruflicher Bildung vollzogen. Die Gleichwertigkeitsdebatte hat in der deutschen Bildungspolitik Tradition. Entwicklungslinien und zentrale Meilensteine des Diskurses werden im Beitrag nachgezeichnet. Zudem werden Handlungserfordernisse benannt, damit die Gleichwertigkeit von allgemein- und berufsbildenden Abschlüssen in einem durchlässigen Bildungssystem Realität werden kann.

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Umsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens – Qualitätsentwicklung in der Berufsausbildung auf allen Ebenen gefordert

Irmgard Frank

2/2013

Mit der Entscheidung, einen Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) zu entwickeln und zu implementieren, gewinnen Fragen der Qualitätsentwicklung in der Berufsausbildung an Bedeutung. Eine wesentliche Anforderung an die Qualitätsentwicklung besteht darin, auf allen Ebenen sicherzustellen, dass die Absolventinnen und Absolventen der jeweiligen Bildungsgänge tatsächlich über die in den Bildungsgängen beschriebenen Kompetenzen verfügen. Dabei steht die Outputorientierung, also das, was jemand nach Absolvierung eines Bildungsgangs kann, im Mittelpunkt. Im Beitrag werden – ausgehend von den im Europäischen Qualifikationsrahmen formulierten Grundsätzen zur Qualität – Aspekte der Qualitätsentwicklung in den für die Berufsausbildung wichtigen Bereichen aufgenommen und die gegenwärtige Praxis beschrieben. Abschließend werden Schritte zur Entwicklung eines systemischen Qualitätsentwicklungsmodells für die Berufsausbildung skizziert.

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Das DQR-Niveau auf den Abschlusszeugnissen ausweisen

Johanna Mölls

3/2013

Der Deutsche Qualifikationsrahmen steht für Transparenz und Mobilität. Deutsche Bildungsabschlüsse sollen untereinander und mit europäischen Bildungsabschlüssen verglichen werden können, um den transnationalen Austausch auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Dies sind vergleichsweise abstrakte Ziele. Doch wie kann der DQR auch für den Einzelnen fassbar werden? Mit der Ausweisung des DQR-Niveaus auf Abschlusszeugnissen wäre ein wichtiger Schritt getan. Die zur Umsetzung dieser Maßnahme noch zu klärenden Fragen sind Gegenstand dieses Beitrags.

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Strategien zur Koordinierung konsensualer Entscheidungsprozesse – das Beispiel DQR

Johannes Klenk

4/2013

Die BWP hat vielfach über Entstehung und Konsequenzen des Deutschen Qualifikationsrahmens berichtet. Der Beitrag reiht sich hier ein, insofern der DQR den konkreten empirischen Hintergrund liefert. An seinem Beispiel soll der Frage nachgegangen werden, wie unter den gegebenen Bedingungen einer tief im deutschen Bildungssystem verankerten Pluralität von Steuerungsarrangements und politischer Kompetenzverteilung adäquate Formen des Umgangs mit externen Gestaltungsimpulsen – hier der nationalen Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens – gefunden werden können. Im Beitrag werden retrospektiv die DQR-Entwicklung untersucht und Erfolg versprechende Strategien für die konsensuale Interessenkoordination erörtert.

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Informelles und nicht formales Lernen im DQR sichtbar machen
Diskussionsergebnisse und erste Erprobungsschritte

Katrin Gutschow

5/2013

Nationale Qualifikationsrahmen sollen dazu beitragen, dass Kompetenzen, die außerhalb formaler Bildungsgänge erworben werden, besser im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt verwertet werden können. Um zu entscheiden, ob Angebote des nicht formalen Bereichs direkt in den Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) aufgenommen werden können, wurde eine Expertengruppe damit beauftragt, ausgewählte Qualifikationen exemplarisch dem DQR zuzuordnen. Der Beitrag informiert über Hintergründe und den aktuellen Sachstand.

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Qualitätssicherung: Basis für die Zuordnung von Fortbildungsabschlüssen im DQR

Ulrich Blötz; Irmgard Frank

6/2013

Öffentlich-rechtliche Fortbildungsabschlüsse des Bundes werden neben den Hochschulqualifikationen den Niveaus 5 bis 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugeordnet. Zur Beurteilung der Gleichwertigkeit sind Systeme der Qualitätssicherung eine unverzichtbare Grundlage. Im Beitrag werden die für die geregelte berufliche Fortbildung verankerten Verfahren zur Sicherung der Qualität vorgestellt.

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Kompetenzorientiert prüfen – Prüfungspraxis und weiterer Entwicklungsbedarf

Markus Bretschneider; Katrin Gutschow; Barbara Lorig

3/2014

Mit Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) liegt ein bildungsbereichsübergreifendes Kompetenzverständnis vor, das auf Handlungskompetenz ausgerichtet ist. Doch was bedeutet dieses Verständnis für die Prüfungen im dualen System? Im Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse eines BIBB-Forschungsprojekts vorgestellt, in dem die bestehende Prüfungspraxis in vier ausgewählten Berufen untersucht wurde. Am Beispiel des Berufs Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen – Fachrichtung Versicherung werden in diesem Beitrag Prüfungsanforderungen, Aufgabenstellungen und Beurteilung der Prüfungsleistungen bezüglich der Orientierung an Kompetenzen in den Blick genommen. Abschließend werden berufsübergreifende Weiterentwicklungsbedarfe aufgezeigt.

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Der Transparenzrahmen wird konkret

DQR-Niveau auf Abschlusszeugnissen symbolisiert Gleichwertigkeit

Christian Sperle; Daike Witt

3/2014

Gemäß der europäischen Empfehlung zum Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) sollen Qualifikationsbescheinigungen einen Verweis auf das Niveau des EQR enthalten. Mit der Verleihung erster entsprechender Zeugnisse stellt sich die Frage nach dem Wert dieser Dokumentation. Der Beitrag beschreibt den aktuellen Stand der Umsetzung, begegnet Missverständnissen und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungsschritte.

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Kriterien für die Zuordnung der Fortbildungsabschlüsse zu DQR-Niveaus

Einschätzung und Handlungsbedarf aus Arbeitnehmersicht

Thomas Ressel

4/2014

Die Empfehlung des BIBB Hauptausschusses vom 12. März 2014 für Eckpunkte zur Struktur und Qualitätssicherung der beruflichen Fortbildung ist ein wichtiger Beitrag, die Qualität der bundesweiten Fortbildungsabschlüsse transparent zu machen und durch die Zuordnung zum DQR ihre Gleichwertigkeit mit hochschulischen Bildungsabschlüssen nachzuvollziehen. Im Beitrag werden die wesentlichen Punkte der Empfehlung dargestellt und weiterführender Handlungsbedarf aus Arbeitnehmersicht aufgezeigt.

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Non-formales Lernen im DQR

Zuordnungsverfahren und Zuordnungsprobleme

Ekkehard Nuissl

5/2014

Der Beitrag beruht auf Ergebnissen einer Arbeitsgruppe, die im April 2013 vom Bundesministerium für Bildung Forschung (BMBF) und von der Kultusministerkonferenz (KMK) eingesetzt wurde. Ihre Aufgabe bestand darin zu prüfen, ob und wie Ergebnisse des non-formalen Lernens im Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR) abgebildet werden können. Die Ausführungen schildern wesentliche Diskussionspunkte und die Empfehlungen der Arbeitsgruppe.

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DQR-Niveau auf Qualifikationsnachweisen: Missbrauchsschutz durch Norm und Markenstärke

Friedrich Hubert Esser; Johanna Mölls

6/2014

Das auf Abschlusszeugnissen in der Berufs- und Hochschulbildung ausgewiesene DQR-Niveau basiert auf einem abgestimmten Verfahren, auf das sich Bund, Länder und Sozialpartner verständigt haben, und ist damit qualitätsgesichert. Teilweise tauchen aber auch DQR-Zuordnungen auf, die diesem Verfahren nicht unterzogen wurden und daher auch falsch sein können. Der Beitrag geht der Frage nach, wie die Niveau-Zuordnung gegen solchen Missbrauch geschützt und damit das Instrument DQR gestärkt werden kann.

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Zuordnung der Fachpraktikerausbildungen zum DQR

Irmgard Frank

2/2015

Im Zuge der weiteren Verortung von Bildungsgängen zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wird derzeit die Zuordnung der theoriegeminderten dreijährigen Fachpraktikerabschlüsse nach § 66 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. § 42m Handwerksordnung (HwO) erörtert. Der Beitrag zeigt die gegenwärtige Situation dieser Sonderausbildungsgänge für Menschen mit Behinderung auf und geht der Frage nach, was getan werden sollte, um eine valide Zuordnung der Fachpraktikerregelungen zum DQR zu ermöglichen.

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Brücken zwischen Hochschule und Berufsbildung durch bereichsübergreifende Bildungsgänge (aus)bauen

Barbara Hemkes; Karl Wilbers; Gert Zinke

3/2015

Am Beispiel der IT-Berufe wird deutlich, dass einem steigenden Fachkräftebedarf nicht allein durch mehr hochschulische Bildungsabschlüsse begegnet werden kann, sondern differenzierte Kompetenzprofile erforderlich sind. Gefragt sind zusätzliche Optionen, die Elemente akademischer und beruflicher Bildung integrieren und dabei reziproke Übergänge zwischen den Bildungsbereichen ermöglichen. Im Beitrag wird vorgestellt, wie im Projekt »DQR Bridge 5« bereichsübergreifende Bildungsmaßnahmen auf der Niveaustufe 5 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) entwickelt werden, die im Rahmen einer Aufstiegsfortbildung und eines Bachelor-Studiums angerechnet werden können.

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Entwicklung kompetenzorientierter Ausbildungsordnungen

Erste Umsetzungserfahrungen mit der Hauptausschuss-Empfehlung 160 am Beispiel Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-in

Markus Bretschneider; Daniel Schreiber

4/2016

Im Juni 2014 ist eine BIBB-Hauptausschussempfehlung zur kompetenzorientierten Formulierung von Ausbildungsordnungen in Kraft getreten, der das Kompetenzverständnis des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugrunde liegt. Sie wurde Anfang 2015 erstmalig in Ordnungsverfahren angewendet. Ausgehend von einer Beschreibung der formal veränderten Rahmenbedingungen nimmt der Beitrag am Beispiel der Modernisierung des Ausbildungsberufs Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/-in den Zuschnitt von Handlungsfeldern, vollständige Handlungen sowie Kompetenzdimensionen in den Blick. Die Ergebnisse werden an der Verordnung aus dem Jahr 2004 gespiegelt und im Hinblick auf Weiterentwicklungen und Spannungsfelder eingeordnet.

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Gleichwertigkeit der Berufsbildung im Deutschen Qualifikationsrahmen – Durchbruch oder Mogelpackung?

Hermann Schmidt; Manfred Kremer

4/2017

Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Aus- und Fortbildung sollen die gleichen Berufs- und Einkommenschancen eröffnet werden wie jenen mit einer Bachelorausbildung! Das ist die Kernforderung der »Initiative für Gleichstellung und Attraktivität beruflicher Bildung«. Sie fordert, die Einordnung dieser Qualifikationen im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) auch bildungs- und tarifrechtlich nachzuvollziehen. Dadurch soll ein Stück Bildungsgerechtigkeit hergestellt und einem Mangel an hoch und praxisnah qualifizierten Fachkräften entgegengewirkt werden. Hintergründe und Forderungen der Initiative werden im Beitrag vorgestellt.

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Fortbildung auf höchstem Niveau – Geprüfter Betriebswirt und Geprüfte Betriebswirtin

Hannelore Mottweiler; Gunther Spillner

4/2018

Der Abschluss Geprüfter Betriebswirt nach dem BBiG/ Geprüfte Betriebswirtin nach dem BBiG zählt zu den Flaggschiffen im kaufmännischen Fortbildungsbereich. Er ist einer von nur wenigen berufsbildenden Abschlüssen, die dem DQR-Niveau 7 zugeordnet und damit gleichwertig zu universitären Masterabschlüssen verortet sind. Die Novellierung dient dem Ziel, aktuelle Bedarfe von Betrieben, Absolventinnen und Absolventen aufzugreifen und damit auch die Attraktivität der Fortbildung zu steigern. Im Beitrag werden Ziele der Neuordnung, inhaltliche Anpassungen und Besonderheiten, die mit der Zuordnung auf DQR-Niveau 7 verbunden sind, aufgezeigt.

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DQR quo vadis?

Johanna Mölls

1/2022

Vor zehn Jahren verständigten sich Bund, Länder und Sozialpartner auf eine gemeinsame Position zur Umsetzung eines Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR), mit dem erstmals die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung festgestellt wurde. Der Beitrag beleuchtet diese Vereinbarung und beschreibt die Dynamiken und Wirkungen, die der DQR bislang auf nationaler Ebene entfaltet hat. Abschließend werden die Vorzüge erörtert, die mit einer rechtlichen Verankerung einhergehen würden.

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Letzte Änderung: 31.01.2022

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