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Themendossier Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Die Themen Umweltschutz und Umweltbildung beschäftigen die Berufsbildung seit den 1970er-Jahren. Ging es einerseits darum, spezifische Berufsprofile zu entwickeln, wurde andererseits auch rasch das Bestreben deutlich, den Umweltschutzgedanken berufsübergreifend als Teil beruflicher Handlungskompetenz zu etablieren. Mit dem Nachhaltigkeitskonzept erfolgte dann der Schritt, Ökologie und Ökonomie noch enger miteinander zu verzahnen. Die hier aus dem BWP-Archiv zusammengestellten Beiträge gehen bewusst bis in die 1970er-Jahre zurück, um Entwicklungslinien im berufs- und wirtschaftspädagogischen Diskurs nachzuzeichnen, die aus heutiger Sicht sehr aufschlussreich sind.

Beiträge

Ausbildung im Bereich des Umweltschutzes

Tomas Kemp, Joachim Karbowski, Günter Kühn

2/1972

Die Fragen des Umweltschutzes wurden und werden überwiegend als technisches Problem diskutiert, während der personale Aspekt kaum über die allgemeine Feststellung eines wachsenden Bedarfs an einschlägig vorgebildeten Kräften hinausgehend behandelt wird. Das BBF hat daher im vergangenen Jahr die Anregung des Bundesministers für Arbeit, erste Grundüberlegungen zur Ausbildung eines "Facharbeiters für den Umweltschutz" anzustellen, aufgegriffen und zum Anlass für die Bildung von Hypothesen genommen.

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Umweltschutz und Ausbildungsordnungen

Dieter Lechtenberg, Ingeborg Stern, Hermann Benner

3/1973

Die Verfasser untersuchen das Phänomen Umweltschutz unter dem Gesichtspunkt seiner Bedeutung für die berufliche Erstausbildung. Auf der Basis der sachbezogenen Problematik wird der Versuch unternommen, Ansätze für einen curricularen Beitrag zu diesem aktuellen Thema zu finden. Ein – wenn auch nicht optimales – Beispiel verdeutlicht die Möglichkeit der Realisierung des Umweltschutzgedankens in Ausbildungsordnungen.

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Der erste staatlich anerkannte Ausbildungsberuf im Umweltschutz

Zum gegenwärtigen Stand der Anerkennung einer Berufsausbildung für Facharbeiter in Wasserwerken sowie Klär- und Abfallbehandlungsanlagen

Volker Paul, Michael Noack

6/1981

Auf dem Weg zur staatlichen Anerkennung eines Facharbeiterberufs für die Bereiche Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Abfallbehandlung konnte ein wichtiger Schritt vollzogen werden. Im Rahmen eines "Projektvorverfahrens" ist zunächst ein "Katalog von zu vermittelnden Fertigkeiten und Kenntnissen" erstellt worden. Um einen Einblick in die Zielsetzung und Struktur des neuen Ausbildungsberufs zu gewähren, wird dieser Katalog im Beitrag zusammengefasst und vorgestellt.

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Berufliche Bildung und Umweltschutz

Aus der Arbeit des Bundesinstituts für Berufsbildung

Hermann Schmidt

1/1989

Das Editorial von Hermann Schmidt beschreibt die besondere Bedeutung, die der beruflichen Bildung für die Umwelterziehung zukommt. Im Einzelnen werden anhand von Projekten und Vorhaben des BIBB Aktivitäten zur Einbeziehung des Umweltschutzes in die berufliche Bildung beschrieben: Entwicklung von Ausbildungsordnungen, Regelung von Fortbildungsabschlüssen, Entwicklung von Weiterbildungskonzepten, Qualifizierung des Personals in der beruflichen Bildung, Entwicklung von Ausbildungsmitteln für Umwelterziehung sowie Durchführung von Forschungsprojekten und Modellversuchen zum Umweltschutz.

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Die Beachtung des Umweltschutzes in der betrieblichen Ausbildung

Tibor Adler, Volker Paul

1/1989

Die Gefährdung der Umwelt macht es zunehmend erforderlich, Fragen des Umweltschutzes in die berufliche Bildung zu integrieren. Die betriebliche Berufsausbildung spielt dabei eine wichtige Rolle, da der Betrieb das Spannungsverhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie besonders deutlich widerspiegelt. Als ein wesentliches Instrument zur Verankerung des Umweltschutzes in der Ausbildung erweisen sich die Ausbildungsordnungen, in denen entsprechende Ausbildungsinhalte formuliert werden. Dabei hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es keine Berufe ohne Umweltschutzbezug gibt; besondere Berufe für den Umweltschutz bilden die Ausnahme. Neben der Formulierung entsprechender Ausbildungsinhalte gewinnen Fragen der Umsetzung umweltschutzrelevanter Lernziele in die betriebliche Ausbildungspraxis gleichermaßen an Bedeutung.

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Fragen des Weiterbildungsbedarfs im Aufgabenfeld Umweltschutz

Heinrich Tillmann, Christine Bülow-Rudolph

1/1989

Die Vermeidung weiterer Umweltschäden und Maßnahmen zum präventiven Umweltschutz stellen hohe Anforderungen an die Weiterbildung. Zwischen "objektivem" und tatsächlich akzeptiertem und realisiertem Weiterbildungsbedarf besteht bislang eine Diskrepanz. Gründe dafür sind unterschiedliche Rahmenbedingungen, wie Mangel an genauen Zielvorstellungen über Umweltschutzmaßnahmen, einer Vielzahl von interpretationsbedürftigen Gesetzen und Vorschriften, öffentlicher Kontroversen zwischen Umweltexperten. Umweltschutz bietet als soziotechnische Innovation grundlegende Perspektiven: neue Produktions- und Verfahrenstechniken, ein verändertes Verständnis von beruflichen Aufgaben, die Vernetzung bislang unabhängig arbeitender Bereiche und nicht zuletzt positive Effekte auf dem Arbeitsmarkt. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse aus der Arbeit im Projekt" Weiterbildungsbedarf im Aufgabenfeld Energie und Umwelt" können Vorschläge für eine situationsgerechte Weiterbildung dargestellt werden.

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Die Bedeutung des Umweltschutzes als Ausbildungsziel in den naturwissenschaftlichen Berufen

Klaus Hütig, Jürgen Walter

1/1989

Ein Interview mit dem Geschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie e. V. (BAVC), Klaus Hütig, sowie mit dem Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG Chemie-Papier-Keramik und des Hauptausschusses des BIBB, Jürgen Walter.

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Umweltschutz in der Berufsausbildung – Ergebnisse einer Betriebserhebung

Ulrich Degen, Peter-Werner Kloas

1/1989

Das BIBB ging in einer Betriebserhebung der Frage nach, inwieweit heute Umweltschutzqualifikationen in der Berufsausbildung vermittelt werden. Die Befragung richtete sich direkt an die Betriebsinhaber bzw. Ausbildungsleiter der Bereiche Industrie, Handel und Handwerk. Das Ergebnis: Annähernd jeder zehnte Betrieb, der selbst ausbildet, vertritt die Auffassung, nicht genug für eine konsequente, handlungsorientierte Umweltschutzqualifizierung zu leisten. Eine solche Qualifizierung wäre aber erforderlich, um dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Konsumenten und den gesetzlichen Auflagen der Luft-, Wasser- und Bodenreinhaltung sowie des Arbeitsschutzes entsprechen zu können.

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Der Umweltschutz in der Weiterbildung zum Industriemeister

Dietrich Scholz, Erika Mohns

1/1989

Die Meister in der Industrie und insbesondere die Meister in der Ver- und Entsorgung nehmen in den Betrieben Funktionen ein, die es ihnen bei entsprechender Autorisierung und Qualifizierung ermöglichen, die Umweltbelastungen aufgrund von Unwissenheit und Fahrlässigkeit beim Umgang mit umweltbelastenden Verfahren, Produkten und Stoffen erheblich einzuschränken. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass einerseits die Betriebe den Meistern diese Funktion bewusst zuweisen und andererseits eine bessere Qualifizierung der Meister auf dem Gebiet "umweltbewusstes Handeln" stattfindet. Dies gilt sowohl für die Weiterbildung zum Industriemeister als auch für die Weiterbildung bereits berufstätiger Industriemeister und insbesondere für die Weiterbildung der Meister in der Ver- und Entsorgung. Bedingung für umweltgerechteres Verhalten eines Betriebes insgesamt bleibt jedoch das verantwortungsvolle Handeln aller Hierarchieebenen im Unternehmen.

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Vier Jahre Ver- und Entsorger/-in – Bilanz eines neugeschaffenen Ausbildungsberufes im technischen Umweltschutz

Marion Krampe

1/1989

Die ersten fertig ausgebildeten Fachkräfte des 1984 neu geschaffenen Ausbildungsberufes "Ver- und Entsorger/Ver- und Entsorgerin" arbeiten seit über einem Jahr in diesem speziellen Umweltschutzberuf In einer Art Bilanz werden noch einmal die Gründe für die Entstehung dieses Ausbildungsberufes und die Konzeption der Ausbildung beschrieben. Die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse, die Untergliederung in Fachrichtungen und die Organisation der Ausbildung werden ebenso dargestellt wie die bisherige Entwicklung der Zahl der Auszubildenden und der bisher aufgetretenen Probleme. Abschließend wird die wissenschaftliche Begleituntersuchung in ihren Zielen und Methoden vorgestellt.

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Medien mit blauem Engel? Zur Konzipierung von Ausbildungsmitteln zum Thema Umweltschutz

Klaus Albert, Hilde Biehler-Baudisch, Christian Buchholz

1/1989

Der zunehmenden Beachtung von Fragen des Umweltschutzes im öffentlichen Leben entspricht die Forderung nach stärkerer Thematisierung von Umweltbildung, nicht nur im allgemeinbildenden Bereich, sondern auch in Aus- und Weiterbildung. Hier wird versucht, die Konzeption von Ausbildungsmitteln zum Umweltschutz zu skizzieren. Dabei steht der Gesichtspunkt im Vordergrund, Umweltbewusstsein als integralen Bestandteil beruflicher Handlungskompetenz berufs- und handlungsbezogen zu vermitteln. Etwas näher ausgeführt werden diese Überlegungen am Beispiel der Ausbildung im Kfz-Handwerk, wo entsprechend einer EIBE-Untersuchung 1987 jeder vierte Betrieb Defizite in der Vermittlung von Qualifikationen im Bereich Umweltschutz sieht.

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Arbeitsmittel für den Umweltschutz – ein Beispiel für die Aus- und Weiterbildung in naturwissenschaftlichen Berufen

Heinz Schmidt

1/1989

Vor dem Hintergrund der besonderen Aufgabenstellung der chemischen Industrie für den Umweltschutz wird die Entwicklung entsprechender Arbeitsmaterialien als ein Beispiel für die Umsetzung umweltschutzrelevanter Ausbildungsinhalte in die betriebliche Ausbildungspraxis beschrieben. Das in Zusammenarbeit zwischen der Hoechst AG und dem BIBB erarbeitete Konzept der Materialien "Umweltschutz – Eine Anleitung für die Aus- und Weiterbildung in naturwissenschaftlichen Berufen" wird in seinem methodischen und didaktischen Aufbau dargestellt.

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Berufliche Umweltbildung

Herausforderung und Chance für die Berufspädagogik

Dieter Jungk

6/1990

Seit etwa zwei Jahrzehnten wird von der beruflichen Bildung gefordert, „Berufliche Umweltbildung" als neues Arbeitsgebiet besonders zu beachten. Dass Umweltbildung notwendig ist, ist unbestritten, doch befinden sich die Umsetzungsbemühungen in der Praxis noch in der Anfangsphase. Der Beitrag berichtet über die ersten Versuche und Erfahrungen auf diesem Gebiet und begründet die Notwendigkeit, berufliche Umweltbildung als neuen berufspädagogischen Aufgabenbereich zu akzeptieren und zukünftig systematisch in Forschung und Lehre zu integrieren.

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Weiterbildung als Instrument ökologischer Strukturveränderungen

Möglichkeiten und Grenzen beruflicher Weiterbildung

Horst Kramer, Heinrich Tillmann, Gerhard Zimmer

6/1991

Der Beitrag beschreibt unterschiedliche Weiterbildungsangebote, die zur Entwicklung des Umweltschutzes und der ökologischen Bewusstseinsbildung beitragen sollen. Vorgestellt werden u.a. Weiterbildungsangebote, die zu eigenständigen Umweltberufen qualifizieren wollen: zu Umweltberatern, Umweltbeauftragten, Umwelttechnikern, Ökologieassistenten etc. Andere Angebote setzen auf die Weiterbildung breiter Bevölkerungskreise, um das Bewusstsein der Bürger für die Notwendigkeit ökologischer Strukturveränderungen zu wecken. Daneben findet eine betriebliche Weiterbildung statt, um die Beschäftigten für die erforderlich gehaltenen Umweltschutzanforderungen zu qualifizieren. Diese Angebote stellen drei unterschiedliche Zugänge dar, Aufgaben ökologischer Strukturveränderungen durch Weiterbildung zu unterstützen.

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Umweltschutz in den Berufsfeldern Metalltechnik und Elektrotechnik – ein neues Ausbildungsmittel des BIBB

Hermann Benner, Denny Glasmann

1/1993

Für die Anforderungen des Umweltschutzes in der Berufsausbildung ist die Entwicklung von Medien von besonderer Bedeutung. Das BIBB hat ein Ausbildungsmittel herausgegeben, das die Auszubildenden in den Ausbildungsberufen der Metalltechnik und der Elektrotechnik mit Grundfragen des Umweltschutzes vertraut macht und mit dem angestrebt wird, in der Ausbildung "umweltbezogene Handlungsfähigkeit" zu erreichen. Der Beitrag skizziert den Hintergrund der Entstehung und den Aufbau dieses Ausbildungsmittels.

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Zur Konzeption eines Ausbildungsmittels zur beruflichen Umweltbildung im Handwerk

Klaus Hahne

3/1993

In BWP 1/93 wurde ein neues Ausbildungsmittel des BIBB für den Umweltschutz in den Metall- und Elektroberufen vorgestellt. Zur Fortführung der Diskussion über Medien in der beruflichen Umweltbildung soll hier nun ein Aus- und Fortbildungsmittel vorgestellt werden, das speziell für die Verstärkung einer umweltbezogenen Handlungskompetenz im Kundenauftrag konzipiert wurde. Am Beispiel des auftragsbezogenen Leittextes "Bodenbelagarbeiten" skizziert der Beitrag den Versuch einer durchgängigen Integration des Umweltaspekts in zentrale Bereiche alltäglichen handwerklichen Arbeitshandelns.

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Medien mit grünem Punkt?

Merkmale von Medien zur beruflichen Umweltbildung

Hilde Biehler-Baudisch, Klaus Hahne

6/1993

Die berufliche Umweltbildung ist komplex, widersprüchlich sowie in Zielsetzung und Konzeption noch weitgehend offen. Dieser Aufsatz geht der Frage nach, ob Medien die Umsetzung beruflicher Umweltbildung fördern können oder ob "Umweltmedien" wie der grüne Punkt im dualen System der Abfallwirtschaft Mogelpackungen, d. h. einen falschen Weg darstellen. Dazu werden der Stand und die besonderen Schwierigkeiten beruflicher Umweltbildung geprüft. Anschließend werden eine Strategie zur Integration beruflicher Umweltbildung in Ausbildung und Arbeitshandeln vorgestellt und aus diesen Überlegungen Merkmale zur Entwicklung und Charakterisierung von geeigneten Medien für die berufliche Umweltbildung abgeleitet.

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Von der beruflichen Umweltbildung zur "Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung"

Begründungen und denkbare Maßnahmen

Konrad Kutt

1/2001

In der Fachöffentlichkeit und politischen Aufmerksamkeit markiert das Jahr 2000 den Übergang von der beruflichen Umweltbildung zur „Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung“. Die in Rio 1992 beschlossene Agenda 21 hat das Prinzip der Nachhaltigkeit zu einem alle Lebensbereiche umfassenden Leitbild des Wirtschaftens erklärt, wozu auch Berufsbildung einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die folgenden thesenartig vorgetragenen Überlegungen stehen im Kontext einer Reihe insbesondere bildungspolitisch motivierter Klärungsprozesse und Maßnahmen.

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Kompetent für die grüne Wirtschaft? Cleantech in der beruflichen Grundbildung der Schweiz

Eva Heinimann

6/2003

Der Begriff Cleantech steht für die Verknüpfung von ökologischen und ökonomischen Anliegen. Er hat sich in den letzten Jahren zu einer strategischen Lösung für die globalen Umwelt- und Ressourcenprobleme entwickelt. Für die Schweizer Wirtschaft stellt der Cleantech-Bereich ein enormes Wachstumspotenzial dar, entsprechend sind kompetente Fachleute gefragt. Doch wie werden die notwendigen Inhalte vermittelt und Kompetenzen aufgebaut? Sind die jungen Berufsleute fit für die Anforderungen einer grünen Wirtschaft? Diesen Fragen ist das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung (EHB) in einer umfangreichen Studie nachgegangen. Dazu wurden über 200 Bildungspläne der beruflichen Grundbildung analysiert. Im Beitrag werden die methodischen Schritte und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst. Darüber hinaus wird die Dynamik aufgezeigt, wie sich ein ursprünglich traditioneller Beruf im Kontext von technologischen Innovationen, neuen Märkten, Produkten und Dienstleistungen modernisiert und weiterentwickelt. 

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Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung: Hintergründe, Aktivitäten, erste Ergebnisse

Andreas Diettrich, Klaus Hahne, Dagmar Winzier

5/2007

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung hat Rücken wind bekommen. Das zeigen der UN-Bericht zur Klimaentwicklung, der erklärte Willen von Politikern und Parteien, den Klimaschutz zu verstärken und Nachhaltigkeit voranzubringen sowie die UN-Dekade „Education for Sustainable Development“ mit ihren nationalen Folgeaktivitäten. Der Beitrag erläutert die Bildungsdimension der Leitidee „Nachhaltige Entwicklung“ und beschreibt Prozesse und Erkenntnisse aus dem Programm „Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BBNE). Damit BBNE als Modernisierungsposition für die gesamte Berufsbildung genutzt werden kann, müssen diesbezügliche Aktivitäten, Vernetzungen und Forschungsbemühungen weiter intensiviert werden.

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Benötigt Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung ein erweitertes Verständnis von Kompetenzentwicklung?

Klaus Hahne

5/2007

Der Erwerb beruflicher Handlungskompetenz gilt als oberstes Ziel beruflicher Ausbildung. Dieser Aufsatz geht der Frage nach, ob gängige Konzepte und Modelle der Kompetenzentwicklung auch für die Beschreibung von Kompetenzen für eine Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE) geeignet sind. Dazu werden zunächst berufsübergreifende und berufsspezifische Kompetenzen einer BBNE beleuchtet und das Konzept einer umfassenden Gestaltungskompetenz in der Allgemeinbildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bezug auf seine Anwendbarkeit in der Berufsbildung diskutiert. In der Auseinandersetzung mit zwei Kompetenzmodellen wird gezeigt, dass BBNE sinnvoll an die gängige Kompetenzdiskussion in der Berufsbildung anknüpfen kann. Mit zwei spezifischen Bündelungen von Kompetenzen, der Gestaltungsund der Systemkompetenz für Nachhaltigkeit muss sie dabei aber weiterführenden Perspektiven nachgehen.

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Kriterien und Indikatorenmodell zur Messung von Nachhaltigkeit am Beispiel der Chemieausbildung

Anja Grothe

5/2007

Übergeordnete Ziele des Modellversuchs NICA (Nachhaltigkeit in der Chemieausbildung) sind die notwendige Kompetenzerweiterung der Azubis und späteren Fachkräfte um die Schlüsselqualifikation „Nachhaltigkeit“ im Sinne von Zukunftsfähigkeit sowie die Entwicklung praktikabler Ansätze zur Optimierung der betrieblichen Ausbildungsrealität. Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung wird dabei als ein ganzheitliches Konzept verstanden. Im Spannungsfeld von wirtschaftlicher Machbarkeit und Effizienz (Ökonomie), Verantwortung für die Umwelt (Ökologie) und sozialer Verantwortung geht es darum, neue Erkenntnisse für den Erwerb von Gestaltungskompetenz für alle am Modellversuch Beteiligten zu erlangen. Ein im Rahmen des Modellversuchs entwickeltes Kriterien- und Indikatorenmodell unterstützt diese Bemühungen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung. Im Beitrag werden die Grundlagen des Modells sowie erste Erfahrungen einer Nachhaltigkeitsbegehung vorgestellt.

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Der BIBB-Förderschwerpunkt "Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung"

Baustein zur Förderung gesellschaftlicher Innovationsstrategien

Barbara Hemkes, Werner Kuhlmeier, Thomas Vollmer

6/2013

Die von der Bundesregierung beschlossene Energiewende ist ohne die Mitwirkung entsprechend qualifizierter Fachkräfte nicht zu realisieren. Im BIBB-Förderschwerpunkt „Berufliche Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BBnE) werden unter anderem Projekte gefördert, die sich mit verschiedenen Herausforderungen der Energiewende im Kontext der Leitidee Nachhaltigkeit befassen. Im Beitrag werden Ziele und Ergebnisse der Projekte kurz vorgestellt. Darüber hinaus werden Überlegungen zur Diskussion gestellt, wie berufliche Bildung (didaktisch) zu konzipieren ist, um die Nachhaltigkeitsidee mit dem Konzept der beruflichen Handlungskompetenz zu verbinden und damit gesellschaftliche Innovationsstrategien zu unterstützen.

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Umweltschutz als Prüfungsthema

Eine Bestandsaufnahme in vier anerkannten Ausbildungsberufen

Markus Bretschneider, Barbara Lorig

1/2016

Der Umweltschutzgedanke hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als inhaltlicher Mindeststandard in Ausbildungsrahmenplänen, Rahmenlehrplänen und in der Regel auch in Prüfungsanforderungen der dualen Berufsausbildung etabliert. Aber wie wird er konkret in Prüfungsaufgaben aufgegriffen? Ausgehend von BIBB-Hauptausschussempfehlungen und der Standardberufsbildposition »Umweltschutz« in Ausbildungsrahmenplänen wird im Beitrag die Verankerung des Themas in Ordnungsmitteln und Prüfungsaufgaben exemplarisch in vier anerkannten Ausbildungsberufen beschrieben. Abschließend folgen Überlegungen zur Weiterentwicklung des Themas in Richtung Nachhaltigkeit.

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Wo und wie lernt man nachhaltiges Handeln in der Ausbildung?    

Neuer BIBB-Förderschwerpunkt mit zwölf Modellversuchen

Christian Srbeny, Barbara Hemkes

1/2017

Welche Kompetenzen sind nötig, um in kaufmännischen Berufen nachhaltig handeln zu können? Wie muss ein Lernort aussehen, in dem Nachhaltigkeit greifbar wird? Zwölf Modellversuche gehen diesen Fragen innerhalb des Förderschwerpunkts »Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015–2019« nach, den das BIBB im Auftrag des BMBF fördert. Der Beitrag stellt Hintergrund und Ziele des Förderschwerpunkts vor und gibt einen ersten Überblick über die geförderten Projekte.

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Nachhaltigkeits-Werte ausbilden und kommunizieren

Lernmodule zu Corporate Social Responsibility im Bereich Transport und Logistik

Harald Hantke, Jan Pranger

4/2019

In Zeiten von Klimawandel, Rohstoffknappheit, Kinderarbeit und Steuervermeidung spielt nachhaltiges Wirtschaften eine immer größere Rolle. Auf die Frage, wie in der beruflichen Bildung Nachhaltigkeits-Werte ausgebildet und kommuniziert werden können, liefern die im BIBB-Modellversuch Pro-DEENLA konzipierten Lernmodule zum Thema CSR in der Transport- und Logistikbranche eine Antwort.

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Nachhaltigkeit in Ausbildungsordnungen verankern

Das Beispiel Hauswirtschafter/-in

Markus Bretschneider, Marc Casper, Christian Melzig 

2/2020

Angesichts einer menschengemachten Verschiebung ökologischer Gleichgewichte und sozialer Benachteiligungen kommt dem Thema Nachhaltigkeit in Ordnungsmitteln eine wachsende Bedeutung zu. Allerdings fehlt bislang ein systematischer Ansatz, um Nachhaltigkeit berufsspezifisch zu identifizieren. Im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunkts »Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE)« wurde ein Themen- und Kompetenzraster entwickelt und erprobt, um relevante Aspekte von Nachhaltigkeit sichtbar zu machen. Am Beispiel der Modernisierung des Ausbildungsberufs Hauswirtschafter/-in wird skizziert, wie dieses Raster eingesetzt werden kann.

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Ausgaben

5/2007 Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung

BWP 5/2007

Mit dem Beschluss der UN-Vollversammlung, die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszurufen, wurde die Rolle der Bildung für die Gestaltung und Sicherung einer gerechten Lebensgrundlage für alle Menschen auf diesem Planeten hervorgehoben. Welchen Beitrag kann die berufliche Bildung dazu leisten? Die Beiträge der BWP-Ausgabe stellen Hintergründe und Entwicklungen zur Weltdekade vor und beleuchten Perspektiven, wie BBNE selbst zur Modernisierung der beruflichen Bildung beitragen kann. Hierzu werden Ergebnisse aus den BIBB-Modellversuchen zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung aufgezeigt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf entwickelten Produkten und Transfermaßnahmen.

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6/2013 Neue Technologien und nachhaltige Entwicklung

BWP 6/2013

Für die nachhaltige Verbreitung neuer Technologien sind gut ausgebildete Fachkräfte ein entscheidender Faktor. Doch wie gelangen Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung in die Betriebe und in die Köpfe der Beschäftigten? Die Ausgabe beleuchtet den Technologietransfer in die Berufsbildung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei geht es auch, aber nicht nur um grüne oder erneuerbare Technologien im Sinne ökologischer Nachhaltigkeit. Aufgezeigt werden Herausforderungen für die Qualifikationsfrüherkennung und Qualifikationsentwicklung in der beruflichen Bildung.

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3/2021 Nachhaltigkeit

BWP 3/2021

Wie kann Nachhaltigkeit – in den drei Dimensionen sozial, ökonomisch, ökologisch – in der beruflichen Bildung strukturell verankert und in der Praxis mit Leben gefüllt werden? Die BWP-Ausgabe beleuchtet die Schlüsselrolle der Berufsbildung für die Umsetzung der in der Agenda 2030 formulierten Ziele.

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Letzte Änderung: 21.07.2021

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