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Themendossier Berufsorientierung

02.05.2024

Die Berufswahl stellt Jugendliche angesichts einer Vielzahl von Möglichkeiten vor große Herausforderungen. Welche Faktoren beeinflussen die Suche nach dem passenden Beruf? Und wie können Jugendliche in diesem Prozess unterstützt werden? Die ausgewählten Beiträge nehmen den Übergang von der Schule in den Beruf in den Blick und stellen hierzu Forschungsergebnisse sowie praktisch erprobte Ansätze und Instrumente zur Berufsorientierung vor.

Beiträge

Vernetzung in alle Richtungen – Erfahrungen mit Netzwerkstrukturen bei der Begleitung von Geflüchteten in Ausbildung

Gerburg Benneker, Susanne Heinzelmann, Julian Lenz

2/2024

Geflüchtete benötigen umfangreiche Unterstützung in vielen Lebensbereichen, insbesondere auch beim Übergang in Ausbildung. Die Koordination der Unterstützungsangebote ist jedoch eine Herausforderung. Die Evaluationsergebnisse des Programms »Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)« zeigen, wie wichtig eine breite Vernetzung der Projektträger ist, um Zugewanderte in Ausbildung zu begleiten. Der Beitrag formuliert hierzu Handlungsempfehlungen.

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Beyond Dreams? Zum Zusammenhang von Aufenthaltsdauer und beruflichen Bildungsaspirationen von 17-jährigen Geflüchteten

Oliver Winkler

2/2024

Junge Geflüchtete in Deutschland verfolgen im Durchschnitt zunächst eher akademische Berufsbildungsziele und seltener eine berufliche Ausbildung. Der Beitrag geht der Frage nach, ob eine längere Aufenthaltsdauer dazu beiträgt, dass sich ihre Ziele ändern und junge Geflüchtete häufiger eine berufliche Ausbildung anstelle eines Hochschulstudiums anstreben. Hierzu werden die repräsentativen Daten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von 17-jährigen Geflüchteten ausgewertet.

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Verzahnte Orientierungsangebote zur beruflichen und akademischen Ausbildung

Die Perspektive der Teilnehmenden

Ariane Neu

3/2023

Das BMBF-geförderte Modellvorhaben „VerOnika“ zielt auf die Erprobung verzahnter Orientierungsangebote. Diese sollen den Teilnehmenden gleichwertig Einblicke in ein Hochschulstudium sowie in eine berufliche Ausbildung bieten, um so eine erfahrungsbasierte Bildungsentscheidung zu ermöglichen. Der Beitrag stellt Befunde der wissenschaftlichen Begleitung dieses Modellvorhabens vor. Diese resultieren aus qualitativen und quantitativen Start- und Abschlussbefragungen der Programmteilnehmenden und spiegeln insbesondere deren Perspektive auf die verzahnten Orientierungsprogramme wider.

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ChoiceLab – eine neue Online-Ressource zur Berufsorientierung

Immaterielle Faktoren der Berufswahl im Fokus

Felix Busch

2/2022

ChoiceLab ist eine neue Online-Ressource, die zur Berufsorientierung für Schüler/-innen sowie Studierenden in Deutschland entwickelt wurde und in 2021 gestartet ist. In Ergänzung zu bestehenden Angeboten zielt ChoiceLab auf immaterielle Faktoren bei der Berufswahl ab: Lassen sich in einem Beruf Arbeit und Privates gut miteinander vereinbaren? Wie belastend ist die Tätigkeit und wie viel Autonomie kann man in einem Berufsfeld erwarten? Damit bietet choiceLab.de ein Angebot, das über die Orientierung an persönlichen Fähigkeiten oder finanziellen Anreizen hinausgeht.

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Junge Frauen erobern technische Berufe

girlsatec-Botschafterinnen als tragende Säule des Projekts

Selma Tabak-Balks

4/2021

Die Berufswahl von Schülerinnen und Schülern wird durch die Familie, Freunde und das nähere Umfeld geprägt. Doch gerade jungen Frauen fehlt es oft an weiblichen Vorbildern, wenn es um gewerblich-technische Berufe geht. Hier setzt das Projekt girlsatec an. Junge Frauen, die eine Ausbildung in einem technischen Beruf absolvieren oder diese bereits beendet haben, fungieren als Botschafterinnen und ermöglichen Schülerinnen im Rahmen der Berufsorientierung Einblicke in ihren Berufsalltag. Im Beitrag wird das Projekt skizziert und aufgezeigt, wie eine gezielte Förderung der Botschafterinnen zum Erfolg und Fortbestand des Projekts beiträgt.

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Mädchen für IT und Digitalisierung begeistern

Die Girls’ Digital Camps in Baden-Württemberg

Birgit Buschmann, Jasmin Luft-Broschell, Wenka Wentzel

4/2021

Digitale Kompetenzen stellen eine zentrale Voraussetzung für eine chancengerechte Teilhabe und Mitgestaltung der Arbeitswelt dar und sind aus keinem Berufsfeld mehr wegzudenken. Besonders stark gefragt ist IT-Expertise. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat ein Programm entwickelt und erprobt, um Mädchen und junge Frauen für Themen und Anwendungen rund um IT und Digitalisierung zu gewinnen. Der Beitrag beschreibt das Konzept und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung.

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Junge Frauen in technischen Lehrberufen

Die Bedeutung von Kindheitsaktivitäten bei der Berufswahl

Helmut Dornmayr, Marlis Riepl

4/2021

Trotz umfassender Forschung und einer beachtlichen Zahl von Maßnahmen und Programmen ist es bislang nicht gelungen, den Anteil von Frauen in technischen Berufen wesentlich zu erhöhen. Dies nimmt der Beitrag zum Anlass, einen handlungsorientierten Forschungsansatz vorzustellen, der konkrete praktische Optionen zur Erhöhung des Anteils weiblicher Auszubildender in technischen Lehrberufen untersucht. Im Mittelpunkt stehen dabei zum einen der Einfluss von Kindheitsaktivitäten und zum anderen mögliche Maßnahmen des Berufsmarketings. Hierzu werden Ergebnisse einer Online-Befragung von 1.339 Auszubildenden in Niederösterreich vorgestellt.

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Männer in Care-Berufen: Fürsorgliche Männlichkeiten in Sicht?

Barbara Scholand, Marc Thielen

4/2021

Die Berufswahl junger Menschen variiert noch immer stark nach Geschlecht. Das bildungspolitische Ziel einer "klischeefreien Berufswahl" und die Gewinnung von Männern wird häufig als eine Lösung mit Blick auf den gestiegenen Fachkräftebedarf in Care-Berufen gesehen. Doch was motiviert junge Männer, eine Ausbildung in mehrheitlich von Frauen angesteuerten Care-Berufen aufzunehmen und welche Bedeutung messen sie geschlechtsbezogenen Zuschreibungen bei? Der Beitrag beleuchtet anhand von Interviews mit Auszubildenden in drei unterschiedlichen Care-Berufen, welche beruflichen Perspektiven sie verfolgen und auf welche Weise sie Aspekte von Geschlecht und Männlichkeit verhandeln. Konstruieren sie womöglich veränderte Konzepte von Männlichkeit?

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Der Sinn von Arbeit – Orientierungsmuster von Gatekeepern am Übergang zur Arbeitswelt    

Sina Schadow, Ute Clement

3/2021

Verlassen junge Menschen das Bildungssystem und gelingt der Übergang in die Arbeitswelt nicht reibungslos, sind sie in besonderer Weise auf Orientierungshilfen angewiesen. Diese Aufgabe wird auch von Fachkräften in der Arbeitsvermittlung und Berufsberatung übernommen. Im Beitrag werden drei Typen von Expertinnen und Experten vorgestellt, die mit jeweils unter schiedlichen Orientierungs- und Handlungslogiken versuchen, jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt zu weisen. Damit sind allerdings jeweils spezifische Fallstricke und Orientierungsunsicherheiten verbunden, die eine dynamische Integration in den Arbeitsmarkt erschweren können.

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Ausbildungsbotschafterbesuche als Instrument der Berufsorientierung

Wege zum Beruf aufzeigen, Identifikationspotenziale erschließen

Ermioni Athanasiadi, Teresa Schare, Joachim Gerd Ulrich

4/2020

Mit dem Besuch von Auszubildenden in Schulen, die über ihre Berufe berichten, etabliert sich in Deutschland ein weiteres Instrument der Berufsorientierung. Der Beitrag stellt das Konzept vor und erläutert mit Hilfe der Impression-Management- und Self-to-Prototype-Matching-Theorie seine besonderen Potenziale. Ausbildungsbotschafterbesuche haben demnach nicht nur die Funktion, authentische Informationen zu einem Beruf zu transportieren. Sie liefern den Schülerinnen und Schülern  auch in identitätspsychologischer Hinsicht wichtige Anhaltspunkte. Der Beitrag weist abschließend auf eine Studie hin, in der dieser Ansatz näher untersucht werden soll.

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Zugang zur beruflichen Bildung für junge Geflüchtete

Der Beitrag berufsorientierender Beratung und Unterstützung

Bernhard Hilkert, Nicole Pötter

2/2020

Im Beitrag wird erkundet, wie Berater/-innen in Jobcentern, Kammern und Jugendmigrationsdiensten bleibeberechtigte junge Geflüchtete bei der Entwicklung einer beruflichen Ausbildungsperspektive beraten und unterstützen. Dabei wird deutlich, dass vor dem Hintergrund institutioneller und organisatorischer Rahmenbedingungen Berater/-innen in spezifischer Weise Optionen für eine berufliche Ausbildung junger Geflüchteter öffnen. Der Beitrag schließt mit einer Empfehlung zur Gestaltung berufsorientierender und ausbildungsvorbereitender Beratung und Unterstützung junger Geflüchteter.

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Berufswünsche geflüchteter Jugendlicher und junger Erwachsener

Elisabeth Maué, Stephan Schumann

1/2020

Das System der beruflichen Bildung leistet einen erheblichen Beitrag zur Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Fluchthintergrund. Die meisten Bundesländer haben für diese Zielgruppe spezifische Vorbereitungsklassen mit dem Fokus auf Spracherwerb und berufliche Orientierung eingerichtet. Ziel der Bildungsgänge ist der Verbleib der Lernenden im Bildungssystem, im Idealfall der Beginn einer Ausbildung. Inwiefern sich dies mit den beruflichen Wünschen junger Geflüchteter deckt, untersucht dieser Beitrag am Beispiel des Regierungsbezirks Freiburg.

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Berufliche Integration junger Geflüchteter braucht Sprachförderung von Anfang an

Gesa Münchhausen, Anke Settelmeyer

5/2019

Zur beruflichen Integration junger Geflüchteter wurden ab 2015 von Bund und Ländern zahlreiche Programme zur Berufsorientierung und -vorbereitung aufgelegt. Dem Spracherwerb kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. In einer vom BIBB durchgeführten Expertise wurde untersucht, wie eine integrierte Vermittlung von Sprach und Fachkompetenz in diesen Programmen erfolgt und welche Empfehlungen sich daraus für die Entwicklung der Programme und die berufliche Integration von Geflüchteten ableiten lassen.

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Junge Menschen und Arbeitgeber über Arbeitsmarkt perspektiven informieren

Konzeption und Nutzung des niederländischen Arbeitsmarktinformationssystems AIS

Tim Peters, Didier Fouarge, Jessie Bakens

4/2019

Alle zwei Jahre erstellt das Research Centre for Education and the Labour Market (ROA) der Universität Maastricht mittelfristige Arbeitsmarktprognosen für 21 Branchen und über 100 Berufsgruppen und Ausbildungstypen. Diese Prognosen werden zusammen mit Indikatoren zur aktuellen Arbeitsmarktsituation in einer Online-Datenbank – dem Arbeitsmarktinformationssystem (AIS) – veröffentlicht. Im Beitrag werden die Grundlagen der Arbeitsmarktprognosen und die Inhalte des AIS vorgestellt. Auch wenn das AIS zahlreiche Daten und Prognosen enthält, die für Arbeitgeber, politische Entscheidungsträger und für die Arbeitsvermittlung von Nutzen sind, legt der Beitrag den Schwerpunkt auf die Bedeutung des AIS zur Unterstützung der Ausbildungsentscheidung junger Menschen.

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Deutliche Unterschiede im Ansehen dualer Ausbildungsberufe in Deutschland

Christian Ebner, Daniela Rohrbach-Schmidt

4/2019

Das Ausbildungssystem und der Arbeitsmarkt sind in Deutschland beruflich organisiert; der Beruf bestimmt maßgeblich über Einkommens- und Karrierechancen und strukturiert Prozesse der Stellensuche und -besetzung. Berufe genießen in der Bevölkerung ein unterschiedlich hohes Ansehen. Das Ansehen spielt bei der Berufswahl von Jugendlichen und bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen eine Rolle. Der Beitrag stellt erste Befunde aus einer aktuellen BIBB-Studie zum Ansehen der 25 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe vor. 

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Strukturierung und Standardisierung der Berufsorientierung

Evaluationsbasierte Gestaltung eines zentralen Handlungsfelds für die Berufsbildung

Carolin Kunert, Guido Kirst

5/2018

Am Beispiel des BMBF-Programms zur "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" (BOP) wird im Beitrag der Frage nachgegangen, was ein Förderprogramm zur Entwicklung eines zentralen Handlungsfelds für die Berufsbildung leisten kann und welche Bedeutung in diesem Zusammenhang einer programmbegleitenden Evaluation zukommt. Einführend werden Eckpunkte des Programms und der Evaluation erläutert und im Anschluss beispielhaft zentrale Ergebnisse der Evaluation und deren Konsequenzen für die Gestaltung der Berufsorientierung vorgestellt.

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Berufsorientierung im Science Center

Potenziale des RIASEC-Modells zur handlungsorientierten Erkundung berufsbezogener Fähigkeiten

Agnes Bauer, Christian Sichau, Katrin Hille

2/2018

Science Center bieten die Möglichkeit, die Welt und ihre Phänomene mithilfe von interaktiven Exponaten zu erschließen. Darüber hinaus können Besucher/-innen auf spielerische Weise auch etwas über ihre eigenen Fähigkeiten lernen. Im Science Center experimenta in Heilbronn wird derzeit die Talentsuche auf Basis des in der Berufsberatung eingesetzten RIASEC-Modells weiterentwickelt, um sie stärker zur Erkundung berufsbezogener Fähigkeiten zu nutzen. Im Beitrag wird das Modell in seinen Grundlagen skizziert und die Umsetzung im Rahmen der Ausstellung aufgezeigt. Abschließend werden Potenziale dieses Angebots im Rahmen von Berufsorientierungsprozessen reflektiert.

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Verbesserung der Ausbildungschancen durch die Kooperation von allgemein- und berufsbildenden Schulen in Hameln

Christiane Kaune, Klaus Wollenweber

2/2018

Seit dem Schuljahr 2009/10 praktizieren allgemeinbildende und berufsbildende Schulen im Landkreis Hameln-Pyrmont ein Kooperationsmodell, das Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 und 10 neben dem allgemeinbildenden Schulabschluss eine breite berufliche Grundbildung vermittelt. Jugendliche sollen so bei ihrer Berufswahlentscheidung unterstützt und ihre Ausbildungschancen verbessert werden. Was zunächst als Schulversuch begann, konnte bereits im dritten Jahr in Regelform überführt werden und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt. Im Beitrag werden die Beweggründe zur Entwicklung und die Konzeption des Modells beschrieben. Die Einmündungs- und Übergangszahlen belegen den Erfolg dieses Modells. Dieser wird nicht zuletzt durch eine enge Kooperation der Schulleitungen und den regelmäßigen fachlichen Austausch der Lehrkräfte ermöglicht.

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Kompetente Begleitung auf dem Weg in den Beruf – Berufsorientierung auch für Eltern?

Thomas Freiling, Saskia Gagern, Till Mischler

5/2017

Für die Berufsorientierung Jugendlicher sind deren Eltern bedeutende Ratgeber. Doch fühlen sie sich selbst auch gut informiert? In einer Elternbefragung von Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz haben viele die Chance wahrgenommen, eigene Bedürfnisse zu formulieren sowie Ideen zur Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung zu formulieren. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse dar.

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Niemanden verlieren – alle Kompetenzen bündeln

Unterstützungsangebote der Hamburger Jugendberufsagentur am Übergang Schule – Beruf

Hartmut Sturm, Alena Billon, Alexander Busenbender

3/2017

Arbeit und Beruf sind von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche Integration und Teilhabe junger Menschen. Umso wichtiger ist ein reibungsloser Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung oder ein Studium. Mit dem Anspruch, niemanden auf dem Weg in Ausbildung, Arbeit und Beruf zu verlieren, wurde in Hamburg bereits 2012, ein Jahr bevor dieser Grundgedanke in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung einging, die Jugendberufsagentur (JBA) geschaffen. Der Beitrag verdeutlicht, dass es nicht nur um eine Bündelung von unterschiedlicher Rechtskreise geht, sondern neben politischem Willen auch konzeptionelle Reformen und ein pädagogisches Konzept erforderlich sind, um die Zukunftsaufgabe am Übergang Schule–Beruf zu lösen. Skizziert werden der zugrundeliegende Ansatz des Hamburger One-Stop-Shop-Konzepts und erste Umsetzungsergebnisse. 

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Berufsorientierung in den Pflegeberufen – ein vernachlässigter Bereich?

Annika Kruse, Katja Driesel-Lange

1/2017

Gesundheits- und speziell Pflegeberufe sind im Vergleich zu anderen Domänen in der Berufsorientierung wenig sichtbar. Dabei sprechen zwei Argumente für eine differenzierte Berufsorientierung in diesem Feld: der wachsende Fachkräftemangel und die zunehmende Akademisierung in dieser Domäne. Perspektiven für eine domänenspezifische Berufsorientierung werden vor diesem Hintergrund im Beitrag skizziert.

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Berufsorientierung auf Augenhöhe

Peer-Beratung im Schweizer Projekt "rent-a-stift"

Ruedi Grimm, Walter Stein

5/2016

Im Projekt rent-a-stift besuchen Auszubildende in Zweierteams Schulklassen und berichten dort aus erster Hand über ihre Erfahrungen in der Berufswelt. Das Projekt wurde 2003 initiiert und seitdem erfolgreich in vielen Schweizer Kantonen durchgeführt. Der Beitrag beschreibt die Durchführung und Erfahrungen mit dieser Form der Berufsorientierung aus Sicht des Berufsbildungsforums Zürcher Unterland Flughafen.

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Potenzialanalysen – Wie viel Bedarfsorientierung ist erlaubt?

Carolin Kunert

4/2016

Potenzialanalysen sind der erste Baustein eines Berufsorientierungsprozesses, der in den Klassenstufen 7 und 8 beginnt. Im Mittelpunkt stehen die Jugendlichen mit ihren Fähigkeiten, Wünschen und Interessen. Angesichts wachsender Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt werden mitunter Stimmen laut, ob diese Subjektorientierung sinnvoll ist oder ob Jugendlichen nicht deutlicher am künftigen Fachkräftebedarf orientierte Perspektiven aufgezeigt werden sollten. Dieser Frage wird im Beitrag nachgegangen. Dabei fließen die Einschätzungen aus zwei leitfadengestützten Gruppendiskussionen mit pädagogischen Fachkräften ein.

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Berufsorientierung im Museum

In der ExperimentierKüche des Deutschen Museums Bonn erhalten Jugendliche Einblicke in MINT-Berufe

Kirsten Bohnen, Andrea Niehaus

1/2015

Das Deutsche Museum Bonn bietet in seinem Schülerlabor zur AlltagsChemie »ExperimentierKüche« den Laborführerschein zur Berufsorientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich an. Konzipiert für Haupt- und Gesamtschüler/-innen vermittelt er Basiswissen der Chemie, gibt Impulse zur Orientierung in chemienahen Berufsfeldern und zur Persönlichkeitsentwicklung. Hintergründe, Konzept und Erfahrungen werden im Beitrag vorgestellt. 

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Neue Instrumente zur Berufsorientierung in der Textil- und Modebranche

Martina von Gehlen, Anne-Marie Grundmeier

1/2015

Unternehmen der Textil- und Modebranche bieten moderne Ausbildungsberufe an und suchen qualifizierte Auszubildende. Um Jugendliche differenzierter über Tätigkeiten und Beschäftigungsfelder zu informieren, stehen Lehrkräften und anderen Akteuren künftig drei neue Instrumente zur professionellen Berufsorientierung in diesem Berufsfeld zur Verfügung, die im Beitrag vorgestellt werden.

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Lebensnah und motivierend: Sportstadien als Orte der Berufsorientierung

Erfahrungen aus dem Projekt Arena4you

Hilke Teubert, Marvin Kleinemeier, Markus Kamann

4/2011

Freude und Leid, Motivation und Frust: Kaum ein Ort ruft mehr Emotionen in den Menschen wach als Fußball- und Event-Arenen. Vor allem der Fußball ist ein Teil des deutschen Alltags geworden. Doch wenige wissen, wie viel „Alltag“ auch zur Durchführung eines erfolgreichen Bundesligaspiels gehört: Bei einem großen Verein arbeiten an einem Spieltag bis zu 3.000 Beschäftigte aus den verschiedensten Berufsfeldern Hand in Hand. Diese Mischung aus emotionsgeladenem Ort und lebendigem Abbild des deutschen Berufsspektrums nutzt das Konzept von „Arena4You“, indem es Angebote zur Berufsorientierung in das Stadionumfeld transportiert. Aus der Umsetzung und wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts werden in diesem Beitrag erste Erfahrungen und Ergebnisse vorgestellt.

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Welche Berufsorientierung suchen Jugendliche?

Skizze eines Phasenplans zur nachfrageorientierten Gestaltung von Berufsorientierung

Bastian Pelka

6/2010

Kommunen und Kreise haben die Berufsorientierung als wichtiges Handlungsfeld bei der Unterstützung erfolgreicher Übergänge von Jugendlichen in die Arbeitswelt entdeckt. Angesichts einer Vielzahl von Angeboten und beteiligten Akteuren kommen aber Fragen nach Übersicht, Abstimmung und Wirkung auf. Die Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) hat in den Jahren 2009 und 2010 in Forschungs- und Gestaltungsprojekten für die Kreise Herford und Gütersloh die Perspektive von Jugendlichen auf die Angebote der Berufsorientierung erhoben. Der Beitrag fasst die Ergebnisse zweier Erhebungen zusammen und schlägt einen Phasenplan vor, der eine Systematisierung von regionalen Berufsorientierungsangeboten entlang der Bedarfe von Jugendlichen leiten kann. Die Auswahlkriterien, nach denen Jugendlichen Angebote bewerten, werden in diesen Phasenplan einbezogen.

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Übergänge mit System - der neue Hamburger Weg in die berufliche Ausbildung

Rainer Schulz, Katja Horsmann

5/2010

In Hamburg findet derzeit eine Reform des Übergangssystems von der Schule in den Beruf statt, deren vorrangiges Ziel es ist, möglichst viele Jugendliche möglichst direkt, ohne unproduktive Warteschleifen, in die duale Ausbildung und letztlich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Beitrag stellt Kernelemente dieser Umgestaltung des Übergangssystems Schule–Beruf vor. Dazu zählen eine neu gestaltete, praxisnahe und frühzeitigere Berufs- und Studienorientierung in Stadtteilschulen und Gymnasien, nachhaltige Bildungsangebote in der Ausbildungsvorbereitung sowie neue Formen der beruflichen Ausbildung für marktbenachteiligte Jugendliche („Hamburger Ausbildungsmodell“). Die Umgestaltung ist seit August 2010 in der Erprobung.

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Prävention statt Reparatur

Berufsorientierung Jugendlicher frühzeitig stärken

Heike Niemann

5/2009

Die sich schwieriger gestaltenden Übergänge von der Schule in die Ausbildung machen Berufsorientierung wichtiger denn je. Weil kaum jemand mehr sein Arbeitsleben in dem einst erlernten Beruf beendet, sollte hier mehr geleistet werden, als bloß Einblicke in Berufe zu vermitteln. Die Jugendlichen sind darauf vorzubereiten, flexibel auf die Ansprüche der Wirtschaft zu reagieren und Umorientierungen zuzulassen. Aus der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ werden erste Einschätzungen vorgestellt.

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Berufsorientierung in der Übungswerkstatt

Neues Förderprogramm der Bundesregierung

Christine Noske

5/2008

Die Bundesregierung hat sich mit ihrer Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ zum Ziel gesetzt, alle Begabungen zur Entfaltung zu bringen und  Aufstiegschancen für jeden zu eröffnen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im April 2008 gestartete Programm „Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Das Programm wird vom BIBB koordiniert und wissenschaftlich begleitet.

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Beruf fängt in der Schule an - Schülerbetriebspraktika in der Berufsorientierungsphase

Thomas Bergzog

3/2006

Viele Schulabgänger/-innen aus der Sekundarstufe I bewerben sich vergebens um Ausbildungsplätze. Die Gründe sind nicht neu: nicht ausreichende Ausbildungsplätze, aber auch von der Wirtschaft beklagte Defizite bei der Ausbildungsreife von Jugendlichen. Untersuchungen des BIBB zeigen allerdings auch, dass sich Jugendliche mit konkreten Vorstellungen von Ausbildung, Beruf, Marktchancen sowie der Fähigkeit zu realistischer Selbsteinschätzung beharrlicher und letztlich erfolgreicher bewerben als diejenigen, die die Schule ohne konkrete Berufswünsche verlassen. Schulische Berufsorientierung dürfte daher künftig an Bedeutung zunehmen. Dabei stehen Schülerbetriebspraktika wegen ihres besonderen Einflusses auf die Entstehung von Berufswünschen im Mittelpunkt.

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BERUFSSTART in Thüringen geht neue Wege der Berufsorientierung

Gunter Dreßler, Christoph Eckhardt, Olaf Haustein, Günter Supp

3/2006

Mit dem Modellprojekt „BERUFSSTART – vertiefte wirtschaftsnahe Berufsvorbereitung während der Schulzeit“ erleichtert Thüringen seinen Jugendlichen den Übergang von der Schule in das Berufsleben. Die Ziele des Projekts bestehen vor allem darin, allen ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Schülerinnen und Schülern am Ende ihrer Schulzeit eine Chance zum Übergang in betriebliche Ausbildung zu bieten, Fehlentscheidungen bei der Berufswahl zu verhindern sowie mangelnder Ausbildungsreife schon während der Schulzeit durch differenzierte Förderung zu begegnen. Im Beitrag wird das Modellprojekt vorgestellt.

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Integrierter Übergang Schule-Ausbildung: Vertiefte Berufsorientierung während der Schulzeit

Veit Bronnenmeyer

1/2006

Im Rahmen eines Netzwerk-Projekts der Lernenden Region Nürnberg-Fürth-Erlangen werden Hauptschüler/-innen schon während der 9. Klasse durch vertiefte Berufsorientierung, Vorqualifizierung und begleitete Praktika für den Ausbildungsmarkt fit gemacht. Partner sind neben dem Internationalen Bund verschiedene Innungen, die Handwerkskammern für Mittelfranken, fünf Fürther Hauptschulen und die Agentur für Arbeit. Effekte sind gestärkte Kompetenzen im Bewerbungsprozess, eine Erhöhung der Schulmotivation und im günstigsten Fall eine Lehrstelle. Das Projekt geht 2005 ins dritte Jahr, mittlerweile sind erste Ergebnisse verfügbar.

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Girls'Day - ein wichtiges Instrument in der Berufsfrühorientierung

Ein Erfahrungsbericht

Renate Kappler

3/2004

Am 22. April 2004 ging der bundesweite „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ in die vierte Runde. Folgt man den aktuellen Zahlen auf der Aktionslandkarte für diesen Tag auf www.girlsday.de, so gab es über 5.000 Veranstaltungen mit mehr als 108.000 Angeboten für Mädchen in verschiedenen Orten Deutschlands. Das war neuer Rekord. Die IHK-Bildungszentrum Dresden gGmbH beteiligte sich in diesem Jahr zum zweiten Mal am Girls’Day. Der Andrang war groß. 381 Schülerinnen und Schüler nahmen in diesem Jahr die Möglichkeit wahr, sich über Berufe rund um den PC zu informieren. Es ist kein Schreibfehler: Mädchen und Jungen. Im Beitrag wird über die Erfahrungen dieses Bildungszentrums bei der Gestaltung des Girls’Day berichtet.

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Perspektiven junger Frauen beim Übergang zwischen Schule und Ausbildung

Mona Granato, Karin Schittenhelm

6/2001

Der Übergang junger Frauen zwischen Schule und Ausbildung ist mit wachsenden Handlungsspielräumen und zunehmenden Risiken verbunden. Der Beitrag greift die zentrale Frage auf, welche Partizipationschancen und Perspektiven an beruflicher Bildung junge Frauen finden, und analysiert exemplarisch ihre Übergangsprozesse und die damit verbundenen Orientierungen und Strategien. Mit Blick auf die Heterogenität der heutigen Generation von Schulabgängerinnen behandelt der Beitrag auch die Frage, in welcher Weise sich entsprechende Chancen und Risiken zwischen Schulabgängerinnen aus den neuen und den alten Bundesländern sowie ausländischer Herkunft unterschiedlich verteilen.

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Berufseinmündungsstrategien und Attraktivität einer dualen Ausbildung bei Jugendlichen in Abgangsklassen

Klaus Berger, Alexander Wolf

2/1996

Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Berufseinmündungsstrategien wird der Stellenwert einer dualen Berufsausbildung für Jugendliche in Abgangsklassen untersucht. Die hierzu durchgeführten Gruppendiskussionen zeigen, dass die Mehrzahl der Schüler und Schülerinnen an einer dualen Berufsausbildung interessiert sind. Gleichwohl weist das duale System für sie auch defizitäre Aspekte auf, die sie durch ihr Bildungsverhalten zu umgehen suchen. Diese Aspekte könnten als Hinweise für eine Weiterentwicklung des Berufsbildungssystems genutzt werden.

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Aus der Sicht der Eltern - Berufseinstieg von Jugendlichen

Sabine Davids

1/1985

In der Berufsbildungsforschung wurde bislang kaum beachtet, unter welchen Anforderungen und Belastungen die Eltern von Jugendlichen stehen, wenn es um Fragen der beruflichen Bildung und um Probleme des Berufseinstiegs geht. Der Beitrag behandelt die aktuelle Beziehung zwischen Eltern und Kindern während dieser wichtigen Phase. Die Ergebnisse wurden aus einer Vorstudie des BIBB-Projekts "Jugend, Ausbildung und Beruf" gewonnen.

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Schüler, Schülerinnen und das Betriebspraktikum

Zur Bedeutung der Betriebspraktika für die Berufsorientierung und Berufswahl von Schülern in der Sekundarstufe I

Martin Beyersdorf

3/1984

Der Beitrag setzt sich zum Ziel, die Möglichkeiten des Betriebspraktikums für die Berufsorientierung und die Berufswahl näher zu umreißen. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Schüler/-innen in der Regel nur ein Praktikum in ihrem Schulleben machen können; damit besteht nur eine geringe Möglichkeit, unterschiedliche Berufe auszuprobieren. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Praktika ihre Bedeutung eher in sozialen und betrieblich-funktionalen Aspekten haben.

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Chancengleichheit im vorberuflichen Bereich

Zur Rolle der Schule für die berufliche Orientierung von Mädchen

Helga Thomas

1/1978

Der Beitrag beruht auf einer Pilotstudie, die 1976/77 in Zusammenarbeit mit Astrid Albrecht-Heide im Auftrag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, Generaldirektion Forschung, Wissenschaft und Bildung angefertigt wurde. Ziel der Studie war eine problemorientierte Analyse der Situation von Mädchen im Sekundarschulbereich der EG-Mitgliedstaaten unter der Fragestellung, wie sich Schulstrukturen, Curricula und im Bildungswesen wirkende Mechanismen der Schul- und Fächerwahl sowie der Auslese auf Bildungsniveau und fachliche sowie vorberufliche Orientierung von Mädchen auswirken.

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Ausgaben

2/2023 Berufliche Orientierung

 Der Wahl eines passenden Berufs geht ein komplexer Orientierungs- und Entscheidungsprozess voraus. Um die Berufswahlkompetenz der jungen Menschen zu stärken und ihr Berufswahlspektrum zu erweitern, hilft es, berufsbezogene Vorstellungen der Jugendlichen und Einflussfaktoren auf ihre Berufswahl zu reflektieren sowie praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt zu ermöglichen. Doch wie kann dieser Prozess am Übergang von Schule in Ausbildung erfolgreich gestaltet werden? Welche Instrumente und Rahmenbedingungen erweisen sich dabei als förderlich? In dieser BWP-Ausgabe geht es um die Frage der Wirksamkeit von Ansätzen zur beruflichen Orientierung. Hierzu werden Forschungsbefunde und praktische Erfahrungen vorgestellt und kritisch reflektiert. 

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1/2019 Wege in Ausbildung

Wie wird berufliche Bildung dem Anspruch gerecht, eine Erstausbildung für alle zu bieten und entsprechende Karriereperspektiven zu ermöglichen? Angesichts rückläufiger Ausbildungszahlen geht diese Ausgabe der Frage nach, welche Jugendlichen sich für eine Berufsausbildung entscheiden, welche Motive sie dabei verfolgen und wie sie den Weg in eine Ausbildung finden. Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf Unterstützungsangebote, die Jugendlichen diesen Zugang erleichtern.

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1/2014 Berufsorientierung

Angebote zur Berufsorientierung sollen Jugendliche dabei unterstützen, eigene Stärken und Interessen zu erkennen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und damit den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Doch welche Beratung und Unterstützung wünschen sich Jugendliche in dieser Phase und bieten bestehende Angebote die passende Hilfe? Widersprüche und offene Frage werden in dieser Ausgabe unter die Lupe genommen. Neben konzeptionellen Überlegungen aus entwicklungspsychologischer Sicht richtet sich der Blick u.a. auf Forschungsergebnisse zu Informations- und Suchstrategien von Jugendlichen. Zudem wird die Potenzialanalyse als ein zentrales Instrument der Berufsorientierung vorgestellt und in ihrer Wirksamkeit reflektiert.

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