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Themendossier "Lernen im digitalen Wandel"

Digitale Technologien verändern das berufliche Lernen an den verschiedenen Lernorten und bieten Potenzial für die Lernortkooperation. Die hier ausgewählten Beiträge stellen Konzepte und Praxisbeispiele aus Betrieb, Schule und überbetrieblichen Bildungseinrichtungen vor und reflektieren die damit verbundenen Herausforderungen für das berufliche Bildungspersonal.

Beiträge

 

Flexibel und bedarfsgesteuert lernen

Die Informatikausbildung an der gibb Berufsfachschule Bern

Lars Balzer, Martin Frieden, Rolf Marti

Die duale Berufsbildung der Schweiz soll flexibler und modularer und somit für Ausbildungsbetriebe und Auszubildende attraktiver werden. Diese Forderungen aus dem nationalen Leitbild „Berufsbildung 2030“ hat die gibb Berufsfachschule Bern mit dem Pilotprojekt „Informatikausbildung 4.0“ aufgegriffen. Im Beitrag werden die zentralen Ansätze des Projekts und erste Evaluationsergebnisse vorgestellt.

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Lernen in der Smart Factory 4.0

Interview mit Bernd Wiedmann und Raphael Hörner von der Technischen Schule Aalen

Auf die Herausforderungen von Wirtschaft 4.0 müssen auch die Berufsschulen reagieren. An der Technischen Schule Aalen wurde eine Lernfabrik eingerichtet, in der Auszubildenden in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik sowie Schülerinnen und Schülern der Fachschule die Umsetzung von 4.0-Anforderungen vermittelt wird. Im Interview beschreiben die Projektleiter dieser Smart Factory, welche Herausforderungen dabei bewältigt werden müssen.

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Zukunftsszenarien zur Digitalisierung der betrieblichen Ausbildung – Wie viel Selbststeuerung ist vorstellbar?

Wendelin Herrmann, Simon Werther

Der Alltag vieler junger Menschen ist nahezu vollständig digitalisiert. Resultieren daraus auch veränderte Erwartungshaltungen und Ansprüche gegenüber der Ausbildung im Betrieb? In der Fachliteratur wird immer wieder auf zahlreiche Vorteile durch den Einsatz neuer Medien hingewiesen. Doch sehen betriebliche Ausbilder/-innen dieses Potenzial und nutzen es? Eine Unternehmensstudie der Hochschule der Medien Stuttgart hat in Kooperation mit der KUKA AG in Augsburg diese Fragen aufgegriffen mit dem Ziel, eine gemeinsame Zukunftsvision für die Ausbildung im Unternehmen zu erarbeiten. Einschätzungen und Wünsche sowohl der Ausbilder/-innen als auch der Auszubildenden werden in diesem Beitrag vorgestellt und reflektiert.

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Ausbildungsgestaltung in der digitalisierten Arbeitswelt

Beispiel: Produktionsunterstützende Fachkräfte in der Automobilindustrie

Olaf Katzer, Stefan Kreher, Gert Zinke

Die Digitalisierung der Arbeit in den High-Tech-Bereichen der Automobilindustrie und der Automobilzulieferindustrie ist beispielhaft für die Veränderung von Tätigkeits- und Anforderungsprofilen der Fachkräfte im Maschinen-und Anlagenbau. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat das BIBB gemeinsam mit der Volkswagen Akademie exemplarisch Arbeitsaufgaben und Tätigkeitsprofile in Bereichen des Betreibens, der Wartung und Instandhaltung von Produktionssystemen untersucht. Diese wurden mit vorhandenen Ausbildungsberufen und der gegenwärtigen Ausbildungspraxis verglichen. Nach einer kurzen Beschreibung des Vorgehens werden im Beitrag Ergebnisse benannt und Schlussfolgerungen für mögliche Veränderungen der Ausbildungsgestaltung im Rahmen bestehender Berufe gezogen. Wie diese gegenwärtig schrittweise umgesetzt werden, wird abschließend aufgezeigt.

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Digitale Lernräume in der überbetrieblichen Ausbildung gestalten – Kollaboratives Lernen fördern

Petra Gohlke, Jürgen Jarosch

In der Arbeitswelt wird kollaborativem Arbeiten und Lernen unter Einsatz digitaler Medien zukünftig eine zentrale Bedeutung zukommen. Wie können junge Menschen im Rahmen der Ausbildung darauf vorbereitet werden? Am Elektro Technologie Zentrum (etz) wurde das Konzept »Überbetriebliche Ausbildung 4.0« entwickelt, bei dem die Prinzipien Handlungsorientierung und Selbststeuerung durch Kollaboration ergänzt werden. Der Beitrag beschreibt, wie durch die Gestaltung von Lernräumen in der überbetrieblichen Ausbildung das Einüben kollaborativer Arbeitsmethoden unterstützt werden kann.

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Einsatz digitaler Medien für Menschen mit Lernschwierigkeiten in hauswirtschaftlichen Ausbildungsberufen

Ansätze und Ziele im Projekt LernBAR

Denise Materna, Yvonne Söffgen, Laura Wuttke

Im Projekt »LernBAR – Lernen auf Basis von Augmented Reality – Ein inklusives Ausbildungskonzept für die Hauswirtschaft« werden die Potenziale neuer Technologien aufgegriffen, um arbeitsprozessbezogene Lernangebote zu entwickeln, die Menschen mit Lernschwierigkeiten unterstützen. Der Beitrag beschreibt Chancen und Herausforderungen von digitalen Lernansätzen für diese Personen und nimmt neben der technologischen auch die didaktische Ebene in den Blick.

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Neue Lehr- und Lernformen in der Ausbildung 4.0

Social Augmented Learning in der Druckindustrie

Dominic Fehling

Bedingt durch die digitale Transformation wandeln sich Tätigkeits- und Qualifikationsanforderungen an Fachkräfte. Digitale Medien eignen sich besonders dafür, auf diese Aspekte bereits während der beruflichen Ausbildung vorzubereiten. Mit Social Augmented Learning wird in diesem Beitrag eine Lehr- und Lernform vorgestellt, bei der mobile Endgeräte und Augmented Reality zur Erweiterung bestehender Lernorte eingesetzt werden. Vor dem Hintergrund erster Umsetzungserfahrungen werden Chancen und Grenzen dieses Ansatzes reflektiert.

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Medien- und IT-Kompetenz des betrieblichen Ausbildungspersonals

Andreas Breiter, Falk Howe, Michael Härtel

Damit digitale Medien in der Berufsausbildung ihre Wirkung entfalten, erfordert dies eine gezielte und reflektierte Auswahl von Medienformaten auf der Basis medienpädagogischer Konzepte. Doch wie fit ist das betriebliche Ausbildungspersonal bei der Auswahl und dem Einsatz digitaler Medien? Im Rahmen eines BIBB-Forschungsprojekts wurde ein Modell »medienpädagogischer Kompetenz« entwickelt, das Grundlage für eine Onlinebefragung des betrieblichen Ausbildungspersonals ist. Ergebnisse dieser Befragung zur Selbsteinschätzung der Medien- und IT-Kompetenz werden im Beitrag vorgestellt und abschließend mit Blick auf einen Fort- und Weiterbildungsbedarf der Ausbilder/-innen im Kontext einer betrieblichen Digitalisierungsstrategie reflektiert.

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Digitaler Wandel und Unterstützungsbedarf aus Sicht des betrieblichen Ausbildungspersonals

Erfahrungen aus dem BMBF-Programm JOBSTARTER plus

Stephan Dietrich

Ziel der JOBSTARTER plus-Projekte zum Thema »Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaft 4.0« ist es, kleine und mittlere Unternehmen bei der Anpassung ihrer Aus- und Weiterbildung an die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung zu unterstützen. Zu Beginn ihrer Arbeit haben die Projekte den spezifischen Unterstützungsbedarf der Betriebe abgefragt. Die daraus gewonnenen Einschätzungen sind im Beitrag zusammengestellt. Sie geben Einblicke in die Sichtweisen des Ausbildungspersonals und den Unterstützungsbedarf.

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Ausbilderqualifizierung mit Erklärfilmen im Webportal foraus.de

Franziska Kupfer, Thomas Neuhaus

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Berufswelt sieht sich das betriebliche Ausbildungspersonal stetig mit neuen Anforderungen konfrontiert. Hier bieten digitale Medien Potenziale zur schnellen Vermittlung von Informationen und Handlungsstrategien. Zunehmend werden dabei auch Videofilme eingesetzt. Am Beispiel des Ausbilderportals foraus.de thematisiert der Beitrag die wachsende Verbreitung und das Potenzial von Erklärfilmen zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals.

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Aus der Entwicklung – über die Erprobung – in die Praxis

Eine Transferkampagne zur Implementierung digitaler Medienkonzepte

Michael Härtel, Astrid Steuerwald

Mit der Roadshow "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" machen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das BIBB ausgewählte digitale Lern- und Lehrkonzepte aus dem Förderprogramm des BMBF einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich. Ausbildungsverantwortliche erhalten die Möglichkeit, sich in themenspezifischen Workshops über den Einsatz innovativer Tools und Anwendungen zu informieren und diese auszuprobieren. Der Beitrag stellt die Kampagne vor und berichtet von ersten Erfahrungen.

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Ausgaben

3/2019 Digitalisierung und künstliche Intelligenz

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Die Digitalisierung verändert berufliche Tätigkeiten und Berufsprofile in rasantem Tempo. Damit verbundene Qualifikationsanforderungen werden in dieser Ausgabe ebenso in den Blick genommen wie Weiterentwicklungen des Lernens im Arbeitszusammenhang. Eine besondere Rolle spielt dabei perspektivisch das Thema künstliche Intelligenz. Wie verändern Assistenzsysteme und maschinelles Lernen die Arbeitswelt? Und was bedeutet dies für die berufliche Qualifizierung von Fachkräften?

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