Künstliche Intelligenz (KI) ist mittlerweile auch in der Arbeitswelt angekommen. Wie bereits bei früheren technologischen Innovationen stellen sich erneut Fragen nach Ersetzung (Substitution) respektive Ergänzung (Augmentation) menschlicher Arbeit. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Folgen die Nutzung von KI für Arbeitsergebnisse aus Beschäftigtensicht hat. Hierzu werden aktuelle Befragungsdaten des Projekts Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung (DiWaBe 2.0) ausgewertet und auf Ebene von Berufshauptgruppen der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) differenziert. Im Ergebnis zeigt sich eine unterschiedliche Exposition der Berufe sowie eine relevante Korrelation von Substitutions- und Augmentationseffekten.
Artificial intelligence (AI) has now also become established in the world of work. As was the case with earlier technological innovations, questions are once again arising with regard to the replacement (substitution) and supplementation (augmentation) of human work. This article investigates the consequences of the use of AI for work outcomes from an employee perspective. For this purpose, current survey data from the Digital Transformation and the Changing World of Work project (DiWaBe 2.0) is evaluated and differentiated at the level of the main occupational groups of the 2010 Classification of occupations (KldB 2010). The results reveal varying degrees of exposure of occupations and a relevant correlation of substitution and augmentation effects.
Against the background of current breakthroughs in machine learning and in light of the reignited debate regarding the substitutability of human work, data from the BIBB Establishment Panel on Training and Competence Development (BIBB Training Panel) is being used to investigate the extent to which the use of artificial intelligence (AI) by companies in Germany has increased over recent years and to examine in which companies AI is used particularly frequently.
Vor dem Hintergrund aktueller Durchbrüche beim maschinellen Lernen und der neu entfachten Debatte um die Ersetzbarkeit menschlicher Arbeit wird mit Daten des BIBB-Betriebspanels zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung untersucht, inwieweit in den letzten Jahren die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) durch Betriebe in Deutschland zugenommen hat und in welchen Betrieben KI besonders häufig genutzt wird.
Berufliches Wissen altert im Zuge des digitalen Wandels immer schneller und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen gewinnen an Bedeutung, um Erwerbstätige auf neue und/oder veränderte Tätigkeitsanforderungen vorzubereiten. Inwiefern davon Berufe, die typischerweise von Männern ausgeübt werden, in anderer Weise betroffen sind als jene, in denen mehrheitlich Frauen tätig sind, ist bis dato unklar. Im Beitrag wird auf der Ebene von Berufsgruppen untersucht, ob sich ein geschlechtsspezifisches Risiko nachweisen lässt, von digitalen Substitutionsprozessen betroffen zu sein, und ob das bisherige Weiterbildungsverhalten von Erwerbstätigen an den digitalen Strukturwandel angepasst ist.
Professional knowledge is ageing ever more quickly in the course of the digital shift, and continuing vocational training measures are becoming increasingly significant in terms of preparing the labour force for new and/or altered task requirements. The extent to which occupations typically exercised by men are affected differently to occupations in which women are in the majority remains unclear at present. This article conducts an investigation at the level of occupational groups in order to discover whether there is any evidence of a gender-specific risk of being affected by digital substitution processes and whether the previous continuing training behaviour displayed by the labour force has been adapted to digital structural change.
Seit Jahrzenten ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Anstieg der Abiturientenquote zu beobachten. Diese Entwicklung geht einher mit einer höheren Studierneigung von Schulabsolventinnen und -absolventen und einem Rückgang in der dualen Berufsausbildung. Durch die Einführung von dreijährigen Bachelorstudiengängen stellt sich die Frage, ob Unternehmen für Tätigkeiten auf mittlerer Fach- und Führungsebene Fachkräfte mit einem akademischen Abschluss gegenüber beruflich Qualifizierten vorziehen. Der Beitrag geht der Frage in den Branchen Handel, Logistik, Banken und Tourismus nach und stellt hierzu Ergebnisse eines BIBB-Forschungsprojekts vor.
Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit beruflicher Aus- und Weiterbildung angesichts der zunehmenden Akademisierung? Wie gestalten sich betriebliche Karrierewege und welchen Stellenwert haben berufliche Fortbildungen aus Sicht der Betriebe? Ergebnisse eines Forschungsprojekts der FernUniversität in Hagen zeigen: Trotz unternehmensseitig geäußerter großer Wertschätzung der dualen Berufsausbildung sind Verdrängungen durch akademische Bildungsgänge festzustellen. Zugleich sind jedoch auch Trends zur Stärkung beruflicher Bildung erkennbar. Ein Beispiel dafür aus dem (Einzel-)Handel wird genauer dargestellt.
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die im Rahmen des Bologna-Prozesses erfolgte Expansion des tertiären Bildungssektors und seine stärkere Orientierung an der Beschäftigungsfähigkeit der Hochschulabgänger/-innen dazu führt, dass Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung am Arbeitsmarkt benachteiligt werden. Das Projekt 'Rekrutierung auf der mittleren Qualifikationsebene' weist darauf hin, dass aus Sicht der Rekrutierungsverantwortlichen Bachelorabschlüsse zukünftig zwar vermutlich mehr nachgefragt werden, ohne jedoch die Rolle der Berufsbildung wirklich zu schmälern. Dies lässt sich in der Schweiz auch darauf zurückführen, dass Fachhochschul-Bachelor in der Regel zunächst eine Berufsausbildung absolviert haben
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.