Parents are normally important sources of advice for their children at the transition from school to work. However, parents from a migrant or refugee background are frequently unfamiliar with the German education (and training) system. Attempts have been made in Hamburg to find ways of assisting them so that they can support their children. The key question posed was how to reach this target group in as accessible a way as possible. The response found by the Hamburg Youth Employment Agency was to join forces with the KAUSA Coordination Agency for Training and Migration in Hamburg to develop a series of digital parent evenings staged in multiple languages.
Although the possibility of linking professional and language learning in occupational action situations makes a company an interesting learning venue, it also raises challenges for trainers. Systematic language teaching cannot take place within the company. Nevertheless, training staff serve as language role models and are able to support trainees by adopting a language-sensitive attitude. The article describes situations which constantly lead to difficulties and misunderstandings from the point of view of company-based trainers. It reflects upon these situations in conjunction with experiences gained from providing remedial German language teaching in order to derive ideas for progressive ways of dealing with language at the company.
Multinationale Unternehmen wählen Englisch als Unternehmenssprache, weil sie davon ausgehen, dass dieses als Lingua Franca die Kommunikation über sprachliche und kulturelle Differenzen hinweg erleichtere. Allerdings unterscheiden sich in interkulturellen Teams die Erwartungen an Kommunikation: so können alltägliche Äußerungen wie Bitten oder Rückfragen bereits als unhöflich verstanden werden, wenn muttersprachliche Muster des Bittens oder Fragens in die Fremdsprache übertragen werden. Mehrsprachige Teams stehen damit vor sprachlichen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, wenn eine effiziente Zusammenarbeit und Kommunikation möglich sein soll. Im Beitrag werden anhand eines Fallbeispiels mögliche Probleme in der Lingua-Franca-Kommunikation sowie Lösungsstrategien skizziert. Hierbei werden beobachtbare Sprachpraxis sowie Einschätzungen der Teammitglieder gegenübergestellt und die Rolle der Sprachpolitik des Unternehmens herausgestellt.
Im Beitrag werden im Rahmen des LEONARDO-Innovationstransferprojekts BILVOC II konzipierte Fortbildungsmaßnahmen beschrieben, die Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen bei der Ein- und Durchführung bilingualer Module im Sachfachunterricht nachhaltig unterstützen. Neben Voraussetzungen, die es bei der Einführung bilingualen Unterrichts zu beachten gilt, werden Faktoren für die erfolgreiche Implementierung benannt.
Jugendliche mit Migrationshintergrund verfügen über Kompetenzen in mehreren Sprachen und bringen Erfahrungen aus verschiedenen Kulturräumen mit. Damit haben diese Jugendlichen Kompetenzen, die von der Wirtschaft zunehmend gefragt werden.
The special focus of this issue of BWP takes Guideline 4 on the modernization of vocational education and training (developed by IKBB - the Committee on Innovation in Vocational Education and Training) as its point of departure. From here it goes on to examine key aspects of this subject such as the training module concept, the shift in the focus of vocational training regulations in the direction of skill descriptions, thoughts on occupational families that share the same core qualifications, issues involving permeability and transparency in the education system and concepts for how initial and continuing vocational training could be better interlinked with one another at regulatory level. In the BWP interview, ARNO LESKIEN (ministerial counsellor at the Federal Ministry of Education and Research) talks about the successes that have already been accomplished in the ongoing efforts to make the German vocational education and training system more flexible and outlines the steps that have yet to be taken. In light of the challenges facing the (vocational) education system, MANFRED KREMER, president of the Federal Institute for Vocational Education and Training, argues in this issue's commentary for more openness when testing alternative models and concepts and conducting empirical examinations of them. Other subjects featured in this issue include a report on the experience gathered in developing a bilingual training module in connection with a Leonardo project and questions regarding the legal parameters for stays abroad when undergoing vocational training.
Um die Bedeutung des Sprachenlernens in Europa zu betonen, haben die Europäische Union und der Europarat in einer gemeinsamen Aktion das Jahr 2001 zum "Europäischen Jahr der Sprachen" (EJS) erklärt. In den Teilnehmerstaaten wurden Nationale Koordinierungsstellen für das EJS eingerichtet. In Deutschland ist die beim BIBB angesiedelte Nationale Agentur Bildung für Europa mit der Koordinierung beauftragt. Der Beitrag berichtet über Aktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene.
Ausländische Jugendliche verfügen in der Regel über Kompetenzen, die in der Berufspraxis von zunehmender Bedeutung sind: Zweisprachigkeit und Bikulturalität. Durch die Berücksichtigung des bilingualen Potentials in der Berufsausbildung lassen sich einerseits die Ausbildungsmotivation und -beteiligung der Jugendlichen steigern, andererseits ihre Chancen am Arbeitsmarkt positiv beeinflussen. Grundlage der binationalen Ausbildungsmaßnahmen ist eine duale Berufsausbildung in kaufmännischen, elektro- oder metalltechnischen Berufen in Deutschland, im Herkunftsland wird ein fünfwöchiges Betriebspraktikum absolviert. In dem Beitrag werden Strukturdaten der Teilnehmer (Schulabschluss, Geschlecht, Beteiligung nach Berufsbereichen) sowie Teilnahmemotive und Erfahrungen der Auszubildenden dargestellt.
International haben Zertifikate im fremdsprachlichen Bereich eine große Bedeutung, während sie sich in Deutschland nur langsam durchsetzen. Um die Transparenz von Sprachzertifikaten sicherzustellen, entwickelt das europäische Projekt LangCred im Rahmen des LINGUA-II-Programms ein Informationssystem, das Zertifikate bzw. Diplome zur berufsbezogenen Sprachverwendung in einem System transnationaler Zertifizierung zusammenführt. Die Datenbank umfasst etwa 200 Zertifikate. Der Beitrag befasst sich mit der Frage, ob in Deutschland überhaupt ein Informationsbedarf hinsichtlich der in Europa verfügbaren Sprachzertifikate besteht. Dargestellt werden die wichtigsten Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Lehrgangsanbietern, Institutionen mit Multiplikator- und Disseminationsfunktionen und Unternehmen. Der positiven Resonanz von Sprachschulen und Weiterbildungseinrichtungen stehen Skepsis und Desinteresse deutscher Unternehmen an Zertifikaten gegenüber.
Im Rahmen der Europäischen Union ist Transparenz in der beruflichen Bildung unbestritten erforderlich. Dies bringt aber die Gefahr einer europaweiten Standardisierung von Bildungsgängen mit sich. An dem im Fremdsprachenbereich angesiedelten LINGUA-Projekt LangCred wird diese Problematik exemplarisch verdeutlicht. Dem Versuch dieses Projekts, eine umfassende Übersicht über alle in der Europäischen Union angebotenen Fremdsprachenzertifikate zu schaffen, steht eine Reihe bildungspolitischer und wettbewerbsrechtlicher Bedenken gegenüber. So ist damit zu rechnen, dass durch LangCred indirekt ein transnationaler Standard für Prüfungen entwickelt wird, da die Datenbank notwendigerweise auch einheitliche Beschreibungs- und Bewertungskriterien für die Zertifikate enthalten muss. Weiterhin können sich Auswirkungen auf die Qualitätsbewertung von Fremdsprachenzertifikaten, auf die Ausbildungs- und Unterrichtspraxis und auf die Sprachpolitik einzelner Länder ergeben.
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