Trotz der Corona-Pandemie (SARS-CoV-2) und der damit verbundenen Einschränkungen bleiben der Hauptausschuss und seine Unterarbeitsausschüsse dank der Möglichkeiten digitaler Kommunikation und schriftlicher Umlaufverfahren handlungsfähig. Der Bericht informiert über die wesentlichen Hauptausschussbeschlüsse im zweiten Quartal 2020.
Mit der Neuordnung des Ausbildungsberufs Kaufmann und Kauffrau für Büromanagement ist auch im derzeit ausbildungsstärksten Beruf eine gestreckte Abschlussprüfung im Rahmen einer Erprobungsverordnung eingeführt worden. Doch wie wird sie in der Praxis angenommen und wo werden Verbesserungsbedarfe gesehen? Im Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse einer Online-Befragung vorgestellt sowie noch offene Fragen skizziert.
Die Forderung nach handlungsorientierter Ausbildung trifft immer noch auf eine Praxis, die stark durch einen lehrerzentrierten Unterricht geprägt ist. Im Beitrag werden Prinzipien eines prozessorientierten und kompetenzbasierten Lernens skizziert und der damit verbundene Wandel im Selbstverständnis des Ausbildungspersonals im Kompetenzzentrum Bürokaufleute Online (KOMZET) dargestellt. Hier wurden in den letzten drei Jahren variable Werkzeuge zur didaktischen Gestaltung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung entwickelt.
On August 1, 2014 the revised regulation for initial vocational training in office management enters force. The three previous training occupations of office clerk, clerk and specialist in office communication are merged under the new designation of Office Management Clerk (Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement). German industry, commerce, the skilled crafts and the public services now have at their disposal a training occupation that will be one of the largest, accounting for over 80,000 training contracts. The article sets out the innovations in structure and content and the challenges of developing the occupation.
Zum 1. August 2014 tritt die Neuregelung der Berufsausbildung im Bereich der Bürowirtschaft in Kraft. Die drei bisherigen Ausbildungsberufe der Bürokaufleute sowie der Kaufleute und Fachangestellten für Bürokommunikation werden zum neuen Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement. Damit steht für Industrie, Handel, Handwerk und den Öffentlichen Dienst ein Ausbildungsberuf zur Verfügung, der mit über 80.000 Ausbildungsverhältnissen zu einem der Größten zählen wird. Im Beitrag werden die strukturellen und inhaltlichen Neuerungen sowie die Herausforderungen der Berufsentwicklung dargestellt.
Mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge hat sich die Hochschullandschaft in Deutschland grundlegend verändert. Durch die Bachelorstudiengänge kann nach dem sechsten Fachsemester ein erster berufsqualifizierender Abschluss erreicht werden; diesen Zeitrahmen sehen etwa drei Viertel der Bachelorstudiengänge vor. Das Bachelorstudium rückt damit zeitlich an die duale Berufsausbildung heran und bietet eine Alternative für Unternehmen, die beruflichen Nachwuchs rekrutieren. Ob Bachelorabschlüsse in ihrer Funktion und Zielsetzung tatsächlich als Alternative zur Berufsausbildung oder zur beruflichen Aufstiegsfortbildung wahrgenommen werden und welche Implikationen sich für das Berufsbildungssystem ergeben, analysiert der folgende Beitrag.
Mit dem Berufsbildungsreformgesetz (BerBiRefG) werden gegenwärtig das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und das Berufsförderungsgesetz (BerFiFG) novelliert und zu einem Gesetz zusammengefaßt. Die damit verbundenen Reformmaßnahmen sollen mehr jungen Menschen eine Berufsausbildung ermöglichen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit sichern, die regionale Verantwortung fördern, die Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen erhöhen und die Kooperation insbesondere der beiden Hauptlernorte, Betrieb und Schule, stärken. Flexibilität soll ausgebaut werden, Qualität und Verläßlichkeit erhalten bleiben. Die Verschlankung von Gremien des BIBB und ihre Reduzierung sollen zu Bürokratieabbau führen. Die BWP sprach mit Veronika Pahl, Abteilungsleiterin "Ausbildung; Bildungsreform" im BMBF am 25. Juni 2004 über die vorgesehenen Änderungen im Berufsbildungsrecht.
Für den Bürobereich im kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) müssen Lernkonzepte bereitgestellt werden, die auf die stark veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt eingehen und internehmensindividuelle Problemlösungen anbieten. Das im Beitrag vorgestellte und in einem Modellversuch entwickelte Lernkonzept dient der Kompetenzentwicklung der in diesem Bereich überwiegend arbeitenden Frauen und gleichzeitig der Verbesserung der Prozessabläufe. Bildungsdienstleister unterstützen die dort beschäftigten und an der Qualifizierung teilnehmenden Frauen mit anforderungsgerechten Angeboten und deren Umsetzung. Wesentliches Element des Konzepts ist die Darstellung von virtuellen und die Gestaltung von lernförderlichen Umgebungen. Der Beitrag stellte die aus dem Modellversuch gewonnenen Erkenntnisse zur Gestaltung von selbst gesteuerter Qualifizierung in KMU dar.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (www.bibb.de) hat ein Forschungsprojekt zur "Evaluation der Büroberufe" durchgeführt, dessen Ergebnisse und Überlegungen zur Neuordnung nun vorliegen. Die Evaluation der Ausbildungsordnungen zeigt, ob und wie die Intentionen der Neuordnung vor zehn Jahren in der betrieblichen und schulischen Ausbildung sowie in den Prüfungen umgesetzt werden. Dabei wird auch geklärt, wie Qualifikationen verwertet werden und wieweit die Ausbildungsordnungen anforderungsgerecht gestaltet sind. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse und daraus abzuleitende Schlussfolgerungen für eine weitere Neuordnung der Büroberufe. Ergebnis der Evaluation ist, dass die Büroberufe als Querschnittsberufe in allen Wirtschaftszweigen und in der öffentlichen Verwaltung unabhängig von der Betriebsgröße akzeptiert sind. Im Unterschied zu der bisher eher binnenorientierten Ausrichtung der Büroberufe auf die Schwerpunkte Rechungs- und Personalwesen werden diese Berufe sich zukünftig stärker an den Bereichen Kundenorientierung, Projekt- und Qualitätsmanagement orientieren unter der Berücksichtigung neuer Einsatzgebiete, insbesondere E- Government, Call Center, Kundendienst und Sachbearbeitungsaufgaben in öffentlichen Verwaltungen.
Seit Herbst 1998 erfolgt die Ausbildung der Ausbilder (AdA) in Deutschland nach einem modernen, handlungsorientierten Konzept. Die Erfahrungen mit der Gestaltung der neuen AdA wurden für das deutsch-chilenische AdA-Projekt genutzt, ein Vorhaben der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ). Das Friedrichsdorfer Büro für Bildungsplanung erarbeitete Modulvorschläge für diese Qualifizierung, die in dem Beitrag vorgestellt werden.
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