Der Beitrag beschreibt die Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe (GES-Berufe) anhand von drei Merkmalen, die Aufschluss über die Anforderungen, das gesellschaftliche Ansehen sowie die Gratifikationen dieser Ausbildungsberufe geben. Zur besseren Einordnung werden sie mit Berufsmerkmalen dualer Ausbildungsberufe verglichen.
Angesichts der angespannten Fachkräftesituation im Sozialbereich geht dieser Beitrag der Frage nach, inwieweit die Unterstützung von Weiterbildung durch den Arbeitgeber die Verbleibsabsichten von Beschäftigten fördern und damit die Abwanderung aus dem Sozialbereich eindämmen kann. Eine Befragung von Beschäftigten in der Schweiz zeigt, dass Weiterbildungsvorhaben von den Arbeitgebern zwar großzügig unterstützt werden, vor allem aber die Förderung betriebsexterner Weiterbildungen zum intendierten Verbleib in der Branche und im Beruf führt. Auf Basis der Ergebnisse werden Anregungen für den Sozialbereich abgeleitet.
Die Übernahme der Sozialgesetze der Bundesrepublik in den neuen Bundesländern ist die Grundlage für die Realisierung der Sozialunion, wie sie durch den Einigungsvertrag vom Oktober 1990 vorgegeben wurde. Diese hängt aber nicht allein von der Angleichung der sozialen Sicherungssysteme, sondern gleichermaßen von der Angleichung des Niveaus der sozialen Dienstleistungen ab. Vor dem Hintergrund der expansiven Entwicklung der sozialen Dienste in den alten Bundesländern - und den damit verbundenen Anforderungen an Organisation und Verwaltung sozialer Einrichtungen - wird für die neuen Bundesländer eine entsprechende Qualifizierung von Leitungs- und Fachkräften dringend notwendig. Während in den neuen Ländern die alten Strukturen zerfallen, arbeitet man parallel daran, neue Strukturen sozialer Dienstleistungen nach dem Muster der alten Länder aufzubauen. Gegenwärtig werden im Zuge dieser Angleichung Sozial- und Jugendämter unter starkem Fachpersonalmangel aufgebaut.
Dem demografisch bedingten Anstieg an Betreuungsbedarf für ältere Pflegebedürftige steht ein unzureichendes Versorgungsangebot in der stationären und ambulanten Altenhilfe sowie im Angebot für ältere Behinderte gegenüber. Diese Situation wird sich in der nächsten Zeit noch verschärfen, wenn in allen Wirtschaftsbereichen der Mangel an Nachwuchskräften deutlicher wird. Das heißt: Es wird mehr Pflegepersonal benötigt. Dabei stellt sich aber auch die Frage, welche Art von Pflegepersonal benötigt wird: Welche Berufe mit welchem Qualifizierungsumfang? Denn gegenüber der Versorgungsstruktur, die sich in den vergangenen Jahren mit dem Aufbau der ambulanten Dienste grundlegend verändert hat, ist die Qualifikationsstruktur weitgehend unverändert geblieben. Der Beitrag richtet ein besonderes Augenmerk auf die Versorgungslücke im Bereich der Hauspflege. Zur Gewinnung des dringend benötigten Pflegepersonals wird eine flexible Qualifizierungsstrategie vorgeschlagen in Form eines teilnehmerorientierten Baukastenkonzepts, bei dem sich Einzelbestandteile je nach Teilnehmervoraussetzung zu Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten kombinieren lassen.
Die Sozialstation, eine Einrichtung unter den ambulanten gesundheits- und sozialpflegerischen Diensten, stellt zum einen im Gesundheitswesen eine Alternative zur herkömmlichen stationären Versorgung dar, zum anderen bietet sie eine neue Beschäftigungsmöglichkeit für Angehörige des Berufsfeldes Gesundheit. Das Tätigkeitsfeld "Sozialstation" weist besondere Merkmale im Vergleich zum Krankenhaus auf. An die Beschäftigten dieser Einrichtung werden deshalb veränderte Anforderungen gestellt, für deren Erfüllung sie spezifische Kenntnisse, Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Einstellungen aufbringen müssen. Wie diese für die Arbeit in einer Sozialstation notwendigen Qualifikationen aussehen, in welchen Fortbildungsmaßnahmen sie vermittelt werden und wie die Fortbildungsmaßnahmen gegenüber den Anforderungen einzuschätzen sind, ist Inhalt der Darstellung. Zielsetzung dabei ist, neben der Analyse des Ist-Standes der Fortbildung daraus ableitbare Defizite aufzuzeigen.
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