Seit der Veröffentlichung im November 2022 erfreut sich der Einsatz von ChatGPT wachsender Beliebtheit. KI-gestützte Sprachgeneratoren werden auch Beruf und Bildung beeinflussen, so der allgemeine Tenor. Die (Fach-) Öffentlichkeit diskutiert über ihren gewollten oder missbräuchlichen Einsatz in Prüfungen primär im allgemeinschulischen und universitären Bereich. Doch wie sieht es mit Prüfungen in der beruflichen Bildung aus? Im Beitrag werden Berührungspunkte der Software mit den Prüfungsinstrumenten der Berufsbildung analysiert und denkbare zukünftige Entwicklungen diskutiert.
Since its release in November 2022, the use of ChatGPT has been gaining popularity. The general consensus is that AI-powered language generators are also expected to impact work and education. Experts discuss their intentional use and/or misuse in exams primarily in the general education and university sector. But what about examinations in vocational education and training? This article analyses the points of contact between the software and VET examination instruments and discusses possible future developments.
BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser im Gespräch mit Dr. Ariane Reinhart, Mitglied des Vorstands, Personal, Arbeitsdirektorin der Continental AG
IT-Kompetenzen gewinnen in einer zunehmend digital vernetzten Arbeitswelt an Bedeutung. Diese in ihrer Spezifik zu identifizieren und bei den Beschäftigten zu fördern, ist eine zentrale Aufgabe für die Personalarbeit 4.0. Als weltweit führender Automobilzulieferer, der durch den Ausbau im Bereich Automotive Systems seit Mitte der 1990er einen technologischen Wandel vollzogen hat, verfolgt Continental vielfältige Wege der Personalentwicklung und -rekrutierung sowie innovative Ansätze bei der Anpassung von Ausbildungsinhalten.
Unmittelbar verknüpft mit den technologischen Entwicklungen in der Arbeitswelt ist die zunehmende Durchdringung betrieblichen Lehrens und Lernens mit digitalen Medien. Doch welche Potenziale bieten digitale Medien für die Berufsbildung und wie können diese Potenziale zu substanziellen Lehr- und Lernangeboten für das lebenslange Lernen entwickelt werden? Diese Fragen sind unter anderem Gegenstand von Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Themenschwerpunkt „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“, die durch das BIBB fachlich begleitet werden. Am Beispiel einer Projektumsetzung wird in diesem Beitrag die Genese eines „digitalen Bildungsprodukts“ nachgezeichnet.
Das Lernen in der Arbeit besitzt durch seinen Ernstcharakter für Beschäftigte ein hohes motivationales Potenzial. Für Unternehmen stellt es in der Wissensgesellschaft eine wichtige Produktivkraft zum Erhalt der Innovationsfähigkeit dar. Zugleich gelten jedoch die Zufälligkeit dieser Lernart und deren mangelnde Anerkennung im Bildungs- und Beschäftigungssystem als große Schwächen. Diesen Nachteilen durch eine stärkere Systematisierung und Dokumentation arbeitsintegrierten Lernens zu begegnen, war Ausgangspunkt für das in diesem Beitrag geschilderte betriebliche Weiterbildungskonzept. Die arbeitsintegrierte Weiterbildung, die für Mitarbeiter/-innen in Abfallverbrennungsanlagen konzipiert wurde, wird unterstützt durch eine Lernsoftware.
Die Berufsausbildung zum Mathematisch-technischen Assistenten (MATA), die bis heute auf der Grundlage einer Kammerregelung aus dem Jahre 1965 in Verbindung mit Paragraf 108 BBiG (alt) erfolgt, wird derzeit neu geordnet. Der Beitrag berichtet über die Diskussion um die Vorbehalte im Vorfeld der Neuordnung.
Zur Förderung der Weiterbildung von Frauen und Mädchen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie ist in Österreich ein Qualitätssicherungsinstrument entwickelt worden. Der Beitrag stellt die wesentlichen Kriterien vor (Frauenadäquatheit; ganzheitliches Ausbildungskonzept; Grundlagen und Infrastruktur; Zielgruppenorientierung; Inhalte, Ziele und Methoden der Ausbildung; Teilnehmerinnenauswahl; Evaluierung). Das Qualitätssicherungsinstrument macht deutlich, dass geeignete Rahmenbedingungen und genaue Zielgruppenorientierung ebenso wichtige Voraussetzungen für den Lernerfolg sind wie Fragen der Hard- und Software.
Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern, gehört zu den gesetzlichen Aufgaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Anwendung der Informationstechnologie im Bildungsbereich haben Forschung und Entwicklung vor neue Aufgaben gestellt. In dem Beitrag werden die Anforderungen an die Berufsbildung und der gegenwärtige Entwicklungsstand aufgezeigt und über gegenwärtige und geplante Forschungsvorhaben berichtet. Es wird festgestellt, dass moderne Bildungstechnologien in der Berufsbildung noch keine hohe Breitenwirkung erzielt haben und noch erhebliche Vorbehalte bei der praktischen Anwendung bestehen, obgleich ihr Nutzen als sehr hoch eingeschätzt wird. Die bisher eher technikzentrierte Diskussion in diesem Feld öffnet sich zunehmend den Fragen einer effektiven Lernförderung, einer didaktischen Gestaltung von Lernsoftware und Lernumgebung und den Fragen nach den Voraussetzungen für selbstgesteuertes Lernen. Das BIBB konzentriert sich derzeit auf vier Forschungsfelder: -Analyse des Bedarfs, der Verwertung, der Möglichkeiten und Einsatzbedingungen von Multimedia, - Prototypische Entwicklung und Evaluation multimedialer Lernkonzepte, -Qualitätskriterien für Bildungssoftware/ Beispiele innovativer Anwendungen von Bildungssoftware, - Vergleich und Transfer multimedialer Anwendungskonzepte im nationalen und internationalen Kontext.
Multimediale Software für die berufliche Bildung ist nur spärlich vorhanden, es fehlt an Informationen über die Qualität von Lernprogrammen. Das ist das Ergebnis einer Marktanalyse im Internet. Bei der Entscheidung über die Auswahl von Lernsoftware in der Aus- und Weiterbildung wären Qualitätskriterien für multimediale Produkte hilfreich. Anbieter multimedialer Produkte im deutschsprachigen Raum können mittels Katalog, CD-ROM und über das Internet recherchiert werden. Der Beitrag gibt einen Überblick.
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