Im Industrie-Projekt LidA wurde bei verschiedenen Unternehmen untersucht, wie Lernpfade zur Förderung überfachlicher Kompetenzen lernförderlich zu gestalten sind. Hierzu wurden digitale Lerninhalte modulbasiert in drei Lernpfadvarianten dargeboten: streng geführt, autonom oder mit zusätzlichen Lernhilfen. Die Ergebnisse einer empirischen Studie zeigen, dass der Lernerfolg nicht allein von der Gestaltung des Lernpfads abhängt, sondern weitere Faktoren eine Rolle spielen. Aus ihrem Zusammenwirken lassen sich Schlussfolgerungen für die Gestaltung digitaler Lernpfade ziehen.
Die hohe Veränderungsgeschwindigkeit durch die digitale Transformation führt dazu, dass neben fachlichen vor allem überfachliche Kompetenzen in den Fokus betrieblichen Lernens rücken. Der Beitrag geht der Frage nach, wie zukünftig relevante Schlüsselkompetenzen praxisnah identifiziert werden können und stellt hierzu Ergebnisse aus dem Projekt „LidA – Lernen in der digitalisierten Arbeitswelt“ vor. Dabei werden zwei zentrale Schlüsselkompetenzen näher erläutert: „Selbstlernkompetenz“ und „Wissen teilen“. Zudem wird skizziert, wie die Schlüsselkompetenzen über mitarbeiterindividuelle Lernpfade gefördert werden können.
Digitalisierung hat vordergründig sehr viel mit Technologien zu tun. Tatsächlich liegt die Schwierigkeit bei der Digitalisierung aber häufig darin, dass der Umgang mit Veränderungen den Menschen schwerfällt. Die Fähigkeit, den eigenen Lernbedarf zu erkennen und Wissen sowie Fähigkeiten selbstständig zu erwerben, ist deshalb ein Ziel der „Personalisierten Ausbildung“ bei Roche.
Digitale Medien und Technologien verändern die Arbeitswelt. Die hohe Dynamik macht künftige Kompetenzanforderungen an Beschäftigte schwer vorhersehbar. Im vom BMBF geförderten Projekt MEDEA wurde ein Qualifizierungskonzept erprobt, das weniger auf die Vermittlung spezifischer technologischer Inhalte setzt, als vielmehr das Ziel verfolgt, die Selbstlernkompetenzen der Beschäftigten zu fördern. Damit sollen sie befähigt werden, den digitalen Wandel nicht nur zu bewältigen, sondern partizipativ mitgestalten zu können. Der Beitrag stellt das Konzept vor und reflektiert anschließend Erfahrungen aus der Erprobung.
Computer und Internet spielen für Selbstlernprozesse eine besondere Rolle. Auch Bildungsbenachteiligte müssen selbstständig lernen können, wenn sie nicht von ökonomischer und sozialer Partizipation abgeschlossen werden sollen. Die Förderung benachteiligter Zielgruppen muss die Förderung von Lernkompetenz einschliessen. Ansätze hierfür erprobt das Bremer Projekt "Leila" als Teil des Modellprogramms "Lebenslanges Lernen" der Bund-Länder-Kommission (BLK). Dabei spielen Computer und Internet als Lernmedien eine zentrale Rolle. Sie dienen der Herausbildung von Basiskompetenzen für lebenslanges Lernen. Der Beitrag untersucht, welche Möglichkeiten die IuK-Medien als Lernmedien für Benachteiligte bieten, wo ihre Stärken und wo die Gefahren liegen.
Der Beitrag stellt Konzepte und Ergebnisse eines BIBB- Modellversuches vor ("Qualifizierung zu Selbstmanagement und berufsbiographischer Flexibilität in der Aus- und Weiterbildung"), dessen Ziel die Förderung der Kompetenz von Auszubildenden und Ausgebildeten im Handwerk zur Gestaltung und Nutzung eigener beruflicher Veränderungen ist. Sie sollen lernen, Entwicklungsprozesse selbst zu gestalten. Neue Konzepte der Förderung von Lernkompetenz und Selfmarketing werden entwickelt und erprobt. Eine Besonderheit der Lerngruppe: es handelt sich um Menschen (Handwerksmeister, Gesellen, Auszubildende) mit unterschiedlichem Alter und unterschiedlichem berufsbiographischem Hintergrund (Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen) - eine bisher untypische Zielgruppe für Angebote zur Förderung und Entwicklung von Kompetenzen der Laufbahngestaltung.
Neue Kenntnisse erwerben sich Mitarbeiter heute überwiegend am Arbeitsplatz auf informellem Weg durch das Lösen von Problemen, durch Ausprobieren, durch Nachfragen oder Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Diese Tätigkeit wird als Lernen häufig gar nicht wahrgenommen und deshalb auch nicht systematisch betrieben. Die Entwicklung einer Selbstlernkompetenz durch Reflexion faktischer Lernprozesse ist daher notwendig. Im Modellversuch "Selbständig lernen im Betrieb" werden Verfahren des Selbstmanagements und der Selbstevaluation des Lernens am Arbeitsplatz entwickelt. Als Anleitung und Bezugsrahmen dient ein "Navigationssystem für selbständig lernende Mitarbeiter", das in dem Beitrag vorgestellt wird.
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung der Begriff der Erfahrung für die Organisation von Lernprozessen in der beruflichen Weiterbildung hat. Ausgangspunkt ist eine neuere Untersuchung über den Einfluss des Lebensalters auf das Lernverhalten. Über einen Rückblick auf die Wiederentdeckung des Arbeitsplatzes als Lernort in der Weiterbildung wird die Verbindung zu neueren Erkenntnissen der Handlungsregulationstheorie hergestellt und das Konzept selbstgesteuerten Lernens von Erwachsenen in der Arbeitsumgebung erläutert.
Betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen orientieren sich an den Qualifikationsvoraussetzungen von Facharbeitern. Mit der Einführung der Gruppenarbeit stehen auch die Automobilhersteller vor dem Problem, angelernte Beschäftigte in Weiterbildungsaktivitäten einzubeziehen, ohne über deren Weiterbildungserfahrungen und Lernvoraussetzungen Kenntnis zu besitzen. Anhand einer Fallstudie wurden bei der Volkswagen AG das allgemeine Weiterbildungsverhalten von 10 Montagearbeiter/-innen sowie deren Lernerfahrungen und Lernfähigkeiten im Hinblick auf ihren Einsatz in der Gruppenarbeit überprüft. Dabei wurde festgestellt, daß von "Lernentwöhnung" nicht die Rede sein kann. Allerdings bilden sich das Lernverhalten und die Lernfähigkeit nach Lerntypen unterschiedlich aus, auf die sich die Lernorganisation einstellen muß.
Seit 1980 führt die Volkshochschule Ostkreis Hannover im Auftrag des Arbeitsamtes Celle Vorförderungsmaßnahmen für längerfristig Arbeitslose durch. Die Idee zu einer Konzipierung von speziellen Vorförderungsmaßnahmen "Das Lernen lernen", die sich von den "klassischen" Motivationskursen unterscheiden und sich speziell an solche Teilnehmer richten sollten, die kurz vor einer Umschulungs- oder anderen Bildungsmaßnahme stehen, entstand auf dem Hintergrund der 1981 von Harke beschriebenen fast dreißigprozentigen Abbrechquote von Umschülern (BWP 3/1981). Daß neben finanziellen Problemen von diesem Teilnehmerkreis vor allem Lernprobleme, Prüfungs- und Leistungsdruck, aber auch psychosoziale wie familiäre Probleme als die Hauptbelastungen während Bildungsmaßnahmen angegeben wurden, führte zu einer vor allem auf die individuell-lebensgeschichtlichen Lernhemmungen und -probleme abzielenden Kurskonzeption.
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