Einem Großteil der Schüler/-innen, die den Beginn einer Berufsausbildung direkt nach der neunten Klasse anstreben, gelingt der Übergang nicht oder nur nach einer Verzögerung. Dies lässt sich zum Teil auf Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung und auf nicht realisierbare berufliche Ziele zurückführen. Praktika sind eine zentrale Möglichkeit der schulischen Berufsorientierung. Der Beitrag zeigt, dass Schüler/-innen, die ein Praktikum absolviert und die dabei gesammelten Erfahrungen positiv wahrgenommen haben, den geplanten Übergang in die Berufsausbildung eher realisieren können und zudem eine geringere Übergangsdauer benötigen.
Das System der beruflichen Bildung leistet einen erheblichen Beitrag zur Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Fluchthintergrund. Die meisten Bundesländer haben für diese Zielgruppe spezifische Vorbereitungsklassen mit dem Fokus auf Spracherwerb und berufliche Orientierung eingerichtet. Ziel der Bildungsgänge ist der Verbleib der Lernenden im Bildungssystem, im Idealfall der Beginn einer Ausbildung. Inwiefern sich dies mit den beruflichen Wünschen junger Geflüchteter deckt, untersucht dieser Beitrag am Beispiel des Regierungsbezirks Freiburg.
Nach wie vor existieren bei Jugendlichen typische geschlechterspezifische Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft. Dies gilt auch für die Schüler/-innen, die an einem Modellprojekt im Polytechnischen Zentrum (PTZ) Schkopau teilnehmen. Neben Einflüssen auf ihre Berufswünsche, die vom Gruppenverhalten und vom Elternhaus ausgehen, tragen auch die Erfahrungen mit eigener praktischer Arbeit zur Auseinandersetzung mit der Welt der Berufe bei. Die im Beitrag vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass sie jedoch kaum zu grundsätzlich neuen Orientierungen führen, so zum Beispiel zu einer stärkeren Hinwendung von Mädchen zu technischen Berufen.
Einem Teil der Ausbildungsinteressierten scheint es zunehmend leichter zu fallen, eine Ausbildung im Wunschberuf absolvieren zu können, während andere Ausbildungsinteressierte den Sprung in Ausbildung überhaupt nicht schaffen. Der Beitrag stellt anhand der Ergebnisse des Ausbildungsreports 2013 der DGB-Jugend dar, wie Auszubildende ihren Übergang empfunden haben und vergleicht ausgewählte Ergebnisse mit der Schulabgängerbefragung 2012 des BIBB.
Welche Pläne haben Jugendliche nach ihrer Schulzeit und welche beruflichen Wege schlagen sie ein? Darüber geben die regelmäßig durchgeführten BIBB-Schulabgängerbefragungen Auskunft. Auf der Grundlage der Ergebnisse aus dem Jahr 2012 wird in diesem Beitrag dargelegt, wie die Jugendlichen auf ihre Stelle aufmerksam wurden, wie viele Zusagen sie erhalten haben und welche beruflichen Pläne sie für die Zukunft schmieden.
Es ist bekannt, dass die Übergangschancen in betriebliche Berufsausbildung für junge Migrantinnen und Migranten im Vergleich zu Jugendlichen ohne Migrationshintergrund deutlich schlechter sind. Dies gilt selbst dann, wenn sie über die gleichen schulischen Voraussetzungen verfügen und andere wichtige Rahmenbedingungen, wie z. B. die Lage auf dem regionalen Ausbildungsmarkt, ebenfalls übereinstimmen. Als Ursache wird häufiger angeführt, die Berufswünsche junger Migrantinnen und Migranten richteten sich zu einseitig auf eine kleine Zahl von „Modeberufen“. Tatsächlich konzentrieren sich Auszubildende ausländischer Staatsangehörigkeit noch stärker als deutsche Auszubildende auf nur wenige Berufe. Nicht untersucht wurde bisher allerdings, inwieweit sich auch die ursprünglichen Berufsinteressen von Ausbildungsstellensuchenden mit und ohne Migrationshintergrund unterscheiden und ob hierin ein Grund für die Chancenunterschiede liegen könnte. Dieser Frage wird im Beitrag auf Basis der BA/BIBB-Bewerberbefragung 2010 nachgegangen.
In Ostdeutschland bestehen nach wie vor beträchtliche Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Bund und ostdeutsche Länder stellten im Jahre 2005 erneut Mittel für 14.000 zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsplätze im Rahmen des Ausbildungsplatzprogramms Ost bereit. Hiermit soll Jugendlichen eine berufliche Zukunftsperspektive eröffnet und dem absehbaren Fachkräftemangel der ostdeutschen Betriebe entgegengewirkt werden. Ein optimaler Einsatz der Mittel muss sichergestellt werden. Ausbildungsabbrüche und Fehlqualifizierungen gilt es zu vermeiden. Der Beitrag zeigt, wie die Programmteilnehmenden selbst ihre Ausbildung beurteilen. Hieraus ergeben sich wichtige Hinweise für notwendige Verbesserungen des Programms. Die Daten resultieren aus einer Ende 2004 vom BIBB durchgeführten Befragung der Teilnehmenden im 2. Ausbildungsjahr des Ausbildungsplatzprogramms. Gefragt wurde, wie die Teilnehmer wichtige qualitätsrelevante Aspekte ihrer Ausbildung einschätzen, ob sie ihren Berufswunsch realisieren konnten, wie zufrieden sie mit der Ausbildung sind, welche Probleme auftraten, ob sie schon an Ausbildungsabbruch gedacht haben und inwieweit die Ausbildung eine "Warteschleife" war.
Im Frühjahr 1994 befragte das Institut für Pädagogik und Gesellschaft, Münster, im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung Schulabgänger des Jahres 1994 aus Sekundarstufe I, Gymnasien und berufsbildenden Schulen in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen nach ihren gewünschten Bildungswegen. Aus dem Sek-I-Bereich antworteten 8.140 Schüler, aus den Gymnasien kamen 3.925, aus berufsbildenden Schulen 3.818 auswertbare Antworten. Dabei bleibt die Orientierung der Schulabgänger in Richtung einer anschließenden Berufsausbildung nahezu konstant. Der Beitrag geht weiterhin auf die beruflichen Präferenzen der Schulabgänger ein, die eine betriebliche Berufsausbildung beginnen wollen, und stellt fest, dass der Ausbildungswunsch in hohem Maße vom erwarteten Schulabschluß bestimmt wird.
Der Beitrag setzt die Darstellung der Ergebnisse einer im Oktober 1992 durchgeführten repräsentativen Befragung bezüglich der Bildungsabsichten von Schülern in den neuen Bundesländern fort und vergleicht sie mit den Ergebnissen einer erneuten Befragung Ende April/Anfang Mai 1993.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat 1992 eine repräsentative Befragung der Schüler in den 9. bzw. 10. Klassen der Haupt-, Real- und Gesamtschulen und in den 10. und 12. Klassen der Gymnasien sowie an berufsbildenden Schulen in Ostdeutschland durchgeführt. Die Ergebnisse geben Auskunft über die beabsichtigten Bildungswege der Schüler Ende des Schuljahres 1993. Unterschiede im Übergangsverhalten sind zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen den einzelnen Bundesländern zu beobachten. Die Befragung weist außerdem auf eine anhaltend hohe Mobilitätsbereitschaft der Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche hin.
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