Die Berufswahl von Schülerinnen und Schülern wird durch die Familie, Freunde und das nähere Umfeld geprägt. Doch gerade jungen Frauen fehlt es oft an weiblichen Vorbildern, wenn es um gewerblich-technische Berufe geht. Hier setzt das Projekt girlsatec an. Junge Frauen, die eine Ausbildung in einem technischen Beruf absolvieren oder diese bereits beendet haben, fungieren als Botschafterinnen und ermöglichen Schülerinnen im Rahmen der Berufsorientierung Einblicke in ihren Berufsalltag. Im Beitrag wird das Projekt skizziert und aufgezeigt, wie eine gezielte Förderung der Botschafterinnen zum Erfolg und Fortbestand des Projekts beiträgt.
Gewerbliche Ausbildungsberufe geraten bei der Berufswahl von Jugendlichen in Russland weiter ins Hintertreffen, da akademische Abschlüsse ein höheres gesellschaftliches Ansehen haben und bessere Karrierechancen versprechen. Gleichzeitig mangelt es der Wirtschaft an qualifizierten Fachkräften auf mittlerer Qualifikationsebene. Im Beitrag werden Maßnahmen zur Unterstützung der Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern in der Region Belgorod in Russland beschrieben, die das Interesse an gewerblichen Ausbildungsberufen wieder steigern sollen.
In den letzten Jahren sind gewerblich-technische Berufe für die industrielle Produktion entstanden, die nicht mehr eindeutig den Metall-, Elektro- oder IT-Berufen zugeordnet werden können. Sie beruhen auf einem produktionstechnologischen Ansatz, der in der Einheit von Technologie, Informationstechnik und Organisation/Logistik zu sehen ist. Damit zeichnet sich ein neues Cluster "Produktionstechnologischer Ausbildungsberufe" ab. Im Beitrag soll diese Entwicklung nachvollzogen und auf einige damit in Verbindung stehende Konsequenzen hingewiesen werden. Diese betreffen Fragen der Ordnungsarbeit und der Umsetzung an den Lernorten der Berufsbildung.
Rezension zu: Qualifizierung für die Kreislaufabfallwirtschaft. Eine Studie im Rahmen der Projekte ReUse und RecyOccupation / Jessica Blings, Georg Spöttl, Lars Windelband
Rezension zu: Lernfeld: Arbeitsprozess. Ein Studienbuch zur Kompetenzentwicklung von Fachkräften in gewerblich-technischen Aufgabenbereichen / Martin Fischer, Felix Rauner (Hrsg.)
Die mittleren Positionen in der industriellen Produktion und in den produktionsnahen Bereichen waren bislang traditionelle Aufstiegspositionen für Fachkräfte mit einem dualen Ausbildungsabschluss. Die demographische und technologische Entwicklung sowie der betriebliche Strukturwandel tragen dazu bei, dass die Zahl dieser Positionen abnimmt und dass auf die Positionen in der mittleren Qualifikationsebene Absolventen der Fachhochschulen drängen. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer empirischen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung zum Rekrutierungsverhalten der Betriebe in der industriellen Produktion. Analysiert werden die Substitutionsprozesse auf der mittleren Qualifikationsebene. Befragt wurden Fortbildungsabsolventen zu ihrer Berufssituation sowie Betriebe zur ihrer Personalpolitik und den Aufstiegschancen von Facharbeitern. Die Ergebnisse zeigen, dass es vor allem in den angelagerten technischen Bereichen schwieriger wird, sich bei Stellenbesetzungen gegen Ingenieure durchzusetzen. Dies trifft vor allem die Techniker, die sich gleichzeitig noch gegen die an Bedeutung zunehmenden Fachspezialisten behaupten müssen. Industriemeister hingegen können eigentlich nur in ihrem eigenen Betrieb aufsteigen, da die Meisterpositionen sehr selten öffentlich ausgeschrieben werden. Dennoch spielt der Funktionsbereich oberhalb der Facharbeiterebene bei den Umstrukturierungen der Industriebetriebe eine wesentliche Rolle. Zwar ist davon auszugehen, dass die Anzahl derartiger Positionen abnimmt, doch nur wenige Unternehmen werden auf die untere bzw. mittlere Führungskraft verzichten.
In den Jahren 1995 und 1996 wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung Betriebsbefragungen zur zukünftigen Ausbildungsplatzentwicklung durchgeführt. In dem Beitrag werden die Ergebnisse der Befragungen miteinander verglichen. Dabei zeigt sich, dass sich negative Entwicklungstendenzen des Ausbildungsangebots leicht abschwächen. Dennoch lassen die Ergebnisse nicht darauf schließen, dass sich das Ausbildungsverhalten der Betriebe wesentlich verändert. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage kann kaum geschlossen werden.
In dem Forschungsprojekt "Die Wertschätzung der dualen Berufsausbildung und ihre Einflussfaktoren" des Bundesinstituts für Berufsbildung wurde untersucht, wie die Betriebe die Einsatzmöglichkeiten und Entwicklungschancen dual ausgebildeter Fachkräfte einschätzen und welche Rolle sie den eigenen Ausbildungsaktivitäten im Rahmen der betrieblichen Personalgewinnung beimessen. Die Auswertung beruht auf einer Stichprobe von insgesamt 3167 Betrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass eine generelle Einschränkung beruflicher Entwicklungschancen für betrieblich qualifizierte Fachkräfte in den Betrieben nicht beobachtet werden kann. Gleichwohl gibt es Tendenzen, nach denen bei gleichzeitig verringertem Beschäftigungsniveau die traditionellen Aufstiegsperspektiven durch solche abgelöst werden, die sich über eine erhöhte fachliche Verantwortung definieren. Dass die Betriebe im Zuge der Herausbildung erweiterter Aufgabenzuschnitte auf der Suche nach neuen Qualifikationsstrukturen sind, zeigt sich in der Bereitschaft, Hochschulabsolventen für solche Aufgaben einzustellen, die durchaus auch durch Qualifikationsprofile dual ausgebildeter Fachkräfte abgedeckt werden könnten.
Beschrieben werden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zwischen externen Bildungsträgern und kleinen und mittleren Betrieben. Im Rahmen eines Modellversuchs der Stiftung Berufliche Bildung wurden Fortbildungskonzepte zur Qualifizierung der gewerblich-technischen Mitarbeiter entwickelt, ihre Durchführung organisiert, begleitet und evaluiert. Ausgehend von der Akquise über die notwendigen Gesprächsrunden bis hin zur Evaluation der Bildungsmaßnahme werden die einzelnen Schritte einer erfolgreichen Zusammenarbeit betrachtet.
Der dritte Fachkongress des Bundesinstituts für Berufsbildung gliedert sich in zehn Foren, die sich mit den Problemen, der Beurteilung und den Entwicklungsmöglichkeiten des dualen Systems befassen. Diskutiert wird über aktuelle Ausbildungsordnungen und Fortbildungsregelungen, neue Berufe, Qualifikationsbedarf, Qualifizierungsstrategien, multimediales Lernen, Personalqualifizierung, Prüfungen, Ausbildungsinhalte und transnationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. In dem Beitrag werden die zentralen Thesen der einzelnen Foren und Arbeitskreise vorgestellt.
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