Seit Anfang der 80er Jahre fordert die Wirtschaft die Aktualisierung des alten Berufsbildes Datenverarbeitungskaufmann aus dem Jahre 1969. Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) hat eine Umfrage bei den Ausbildungsbetrieben durchgeführt. Der Beitrag skizziert die wichtigsten Ergebnisse dieser Befragung.
In dem Beitrag werden die Grundlagen der Qualitätssicherung von Weiterbildungsmaßnahmen und die Kernpunkte der Förderungspraxis skizziert. Seit Inkrafttreten des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG) hat die Qualitätssicherung drei Entwicklungsphasen durchlaufen: In der ersten Phase (1969-1975) erfolgte Qualitätssetzung und -sicherung der AFG-geförderten Weiterbildung vor allem über die Professionalisierung, die durch die Abschlüsse angestrebt wurde. In der zweiten Phase (1976-1989) wurde zum einen ein vom Bundesinstitut für Berufsbildung entwickelter Begutachtungskatalog eingesetzt, zum anderen wurden von der Bundesanstalt für Arbeit 1989 Qualitätsstandards für die Fortbildung und Umschulung (FuU-Qualitätsstandards) verabschiedet, die ein umfassendes Qualitätsförderungs- und -sicherungskonzept repräsentieren. Die dritte Entwicklungsphase der Qualitätssicherung ist im wesentlichen geprägt von administrativen Maßnahmen mit dem Ziel einer Marktbereinigung, d.h. das bisherige Qualitätskonzept wurde ausgestaltet und durch zahlreiche Einzelregelungen ergänzt. Abschließend werden Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Qualitätssicherungsinstrumentariums anhand der bisherigen AFG-Standards und internationaler Normen diskutiert und konkrete Vorschläge zur künftigen Qualitätssicherung entwickelt.
Der Artikel stützt sich auf ein im Bundesinstitut für Berufsbildung durchgeführtes Forschungsprojekt, dessen Ziel es u.a. war, die derzeitigen und absehbaren Qualifikationsanforderungen, die Ausbildungssituation sowie die Abgrenzung zu anderen kaufmännischen Ausbildungsberufen zu beleuchten. Der Beitrag beschreibt das Berufsbild und die Ausbildungsinhalte aus dem Jahre 1969 und geht auf die Entwicklung seit 1980 ein. Dargestellt werden die Zahl der Ausbildungsverhältnisse, die schulische Vorbildung von Datenverarbeitungskaufleuten, ihr Einsatz im Betrieb, ihre Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sowie ihre Qualifikationen. Die Lerninhalte entsprechen besonders im Qualifikationsbereich Datenverarbeitung, aber auch im kaufmännischen Bereich, nicht den Anforderungen. Ausgehend von der Darstellung dieser Defizite werden die zu berücksichtigenden Kernbereiche (Programmierung, Datenbanksysteme und Netzwerke, Standardanwendungen, betriebswirtschaftliche Inhalte usw.) einer Neuordnung dieses Berufes aufgezeigt. Die zukünftige Ausbildung von DV-Kaufleuten soll dabei die an Bedeutung gewinnenden Verbindungsfunktionen zwischen anwendungsunabhängiger Systementwicklung und aufgabenbezogener DV-Anwendung in den Fachabteilungen berücksichtigen.
Zu viele junge Erwachsene bleiben ohne Berufsabschluss. Sie tragen ein erhöhtes Arbeitslosenrisiko, erzielen relativ geringe Einkommen und fehlen als Fachkräfte. Das ist aktuell eine bildungs- und arbeitsmarktpolitische Herausforderung, und das war es auch schon vor dreißig Jahren, als das BIBB zwischen 1995 und 2001 eine Modellversuchsreihe zur modularen berufsbegleitenden Nachqualifizierung betreute. In dem hier wiederentdeckten Beitrag stellt Peter-Werner Kloas ein Konzept für die modulare Weiterbildung im Verbund mit Beschäftigung vor. Parallelen zu den aktuell diskutierten Teilqualifikationen sind unverkennbar.
Schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen, zunehmende Politikverdrossenheit und ein Erstarken extremistischer und populistischer Orientierungen sind Themen, mit denen sich die Berufsbildung mehr denn je auseinandersetzen muss. In November 2023 ehrte die Handwerkskammer Düsseldorf BIBB-Präsident Esser mit dem Georg-Schulhoff-Preis. Mit dem Preis werden Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Berufsbildung verdient gemacht haben. In seiner Dankesrede stellte Esser Demokratiebildung als wichtigen Aspekt einer ganzheitlichen beruflichen Bildung in den Mittelpunkt – ein Thema, das ihn in seiner Bedeutung für unsere liberale Gesellschaft und die nachwachsenden Generationen weiter beschäftigt.
Der beruflichen Ausbildung wird für die Demokratiebildung von jungen Erwachsenen eine zentrale Rolle zugeschrieben. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Potenziale und Herausforderungen der Demokratiebildung an den Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Die Erkenntnisse werden vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen diskutiert.
Das Poster präsentiert und erläutert die Strukturmodelle, mit denen Berufsprofile an die unterschiedlichen Anforderungen von Betrieben oder Branchen angepasst werden. Zusätzlich zeigt ein Diagramm, wie sich die Gesamtzahl der Ausbildungsberufe von 1969 bis 2022 entwicklelt hat und und wie im Verhältnis zu Monoberufen die Anzahl der Berufe mit Binnendifferenzierung gestiegen ist.
Am 1. September 1969 trat das Berufsbildungsgesetz (BBiG) in Kraft. Vorausgegangen waren lange und intensive Debatten über die Notwendigkeit und Regelungsbereiche eines solchen Gesetzes. Seit seinem Inkrafttreten gelten bundeseinheitliche Bestimmungen für die duale Ausbildung und berufliche Fortbildung. Das hohe Maß an Standardisierung und die gesetzlich geregelte Zusammenarbeit der Sozialpartner mit Bund und Ländern tragen wesentlich zur Profilierung dieses Bildungsbereichs bei und genießen international hohes Ansehen. Doch bietet der gesetzliche Rahmen auch genügend Flexibilität, um auf Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft reagieren zu können? Mit kurzen Statements aus dem Hauptausschuss und dem wissenschaftlichen Beirat des BIBB von Dr. Alexandra Bläsche, Prof. Dr. Detlef Buschfeld, Elke Hannack und Dr. Hans Jürgen Metternich wird diese Frage rückblickend und perspektivisch beleuchtet.
Lena Langguth, geboren 1995, hat nach ihrem Realschulabschluss im August 2015 eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel bei der Müller Ltd. & Co. KG in Aschaffenburg begonnen. Im zweiten Ausbildungsjahr konnte sie mit Unterstützung von Erasmus+ ein dreiwöchiges Praktikum in einem Geschäft der Hilfsorganisation Oxfam in Brighton, England, machen.
Das ehemalige Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft hat 1990 mit einem Qualifizierungsprogramm für das Personal der beruflichen Bildung in den ostdeutschen Bundesländern (Programm PQO) begonnen, dessen Förderung 1992 auf das Bundesinstitut für Berufsbildung übergegangen ist. Der folgende Beitrag informiert über Ziele, Fördergrundsätze und Förderschwerpunkte des Programms PQO. Er gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Stand und die daraus abgeleiteten künftigen Entwicklungslinien.
Die Daten der OECD weisen im Zeitraum von 1995 bis 2010 einen enormen Zuwachs von Teilnehmenden an akademischen Bildungsgängen aus. Gleichzeitig stagnieren berufs- und praxisbezogene Bildungsgänge im tertiären Bildungsbereich. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit es vor diesem Hintergrund gerechtfertigt ist, von einer Akademisierung zu sprechen, oder ob die inhaltliche Ausgestaltung der tertiären Bildungsprogramme nicht eher in eine »berufsorientierte« Richtung driftet.
Die betriebliche Ausbildungsarbeit ist schwierig geworden. Seit Inkrafttreten des ersten Berufsbildungsgesetzes am 1. September 1969 ist eine fortschreitende Steigerung der inhaltlichen, organisatorischen und der pädagogischen Anforderungen an die duale Ausbildung in den Wirtschaftsbetrieben zu verzeichnen. In diesem Beitrag werden am Beispiel moderner Ausbildungsarbeit bei der Firma Henkel in Düsseldorf aktuelle Kompetenzanforderungen an das betriebliche Ausbildungspersonal beschrieben, die sich aus den Anforderungen des Unternehmens, den Prozessrealitäten und den von den Auszubildenden zu erwerbenden Kompetenzen ableiten.
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