Die beruflichen Schulen lassen sich unter dem Aspekt der Ausbildungsbeteiligung zwei Typen zuordnen. Zum einen Typ zählen das Berufsgrundbildungsjahr, das Berufsvorbereitungsjahr und die Berufsfachschulen. Ihre Ausbildungsbeteiligung schwankt zyklisch mit der Veränderung von Angebot und Nachfrage in der betrieblichen Ausbildung. Zum anderen Typ, dessen Ausbildungsbeteiligung im Untersuchungszeitraum fast durchgehend zunimmt, gehören die Fachschulen, die Schulen des Gesundheitswesens, die Fachgymnasien, technischen Oberschulen, Kollegschulen und Fachoberschulen. Deren stete Zunahme wird im Beitrag näher untersucht und auf eine sich ändernde Bewertung beruflicher Bildungswege zurückgeführt.
Ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland hat bereits rechtsextreme Einstellungen am Arbeitsplatz wahrgenommen. Fast jede/-r zehnte Beschäftigte war sogar persönlich betroffen. Die Gesicht Zeigen!-Studie "Unternehmen in Verantwortung! Umfrageergebnisse zu Rechtsextremismus in der Arbeitswelt – Herausforderungen und Handlungsbedarf" präsentiert erstmalig Zahlen und gibt Aufschluss darüber, welche Rolle Rechtsextremismus in der Wirtschafts- und Arbeitswelt spielt und welche Erkenntnisse und Bedarfe sich hieraus ableiten lassen.
Die bundesweite "Initiative Betriebliche Demokratiekompetenz" unterstützt über ein Projekt-Netzwerk Betriebe und Berufsschulen, sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus stark zu machen. Ziel ist es, über demokratiefördernde Formate Ungleichheitsideologien entgegenzuwirken und demokratische Kompetenzen zu entwickeln. Der Beitrag zeigt auf, warum der Fokus auf die Arbeitswelt für die Förderung demokratischer Haltungen und Kompetenzen gewinnbringend sein kann, und gibt Einblicke in die praktische Arbeit des Netzwerks.
Welchen Beitrag können Unternehmen leisten, um das Vertrauen junger Menschen in demokratische Institutionen zu stärken und sie für Demokratie zu begeistern? Die Allianz der Chancen, eine branchenübergreifende Initiative von Unternehmen und Institutionen, hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Workshop-Konzept ein klares Zeichen für Demokratie zu setzen. Hintergrund, Entwicklung und Inhalte des modulbasierten Konzepts werden im Beitrag vorgestellt.
Neben Zeitmangel und fehlenden Fortbildungen ist beim Ausbildungspersonal auch mangelndes Bewusstsein für strukturelle Diskriminierung ein Hindernis, demokratische und gesellschaftliche Teilhabe in der Ausbildung zu vermitteln. Im Erasmus+-Projekt #GetInvolved wurde ein Selbstmonitoring-Tool entwickelt, mit dem Betrieben ein Werkzeug an die Hand gegeben wird, um die eigenen Teilhabestrukturen analysieren und verbessern zu können.
Die vier dualen IT-Ausbildungsberufe erfreuen sich seit ihrer Entstehung 1997 einer sehr großen Beliebtheit. Doch heißt das auch, dass die Auszubildenden in diesen Berufen mehrheitlich mit ihrer Ausbildung zufrieden sind? Der Beitrag stellt hierzu Ergebnisse auf der Grundlage einer Befragung von 1.767 Auszubildenden vor.
Das BIBB hat den Modernisierungsbedarf der vier dualen, seit 1997 unverändert bestehenden IT-Berufe untersucht. Ziel war es, vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt die derzeitigen und absehbaren Anforderungen an IT-Fachkräfte zu identifizieren und Vorschläge für die zukünftige Gestaltung der IT-Berufe zu erarbeiten. Im Beitrag werden ausgewählte Untersuchungsergebnisse vorgestellt und daraus Schlussfolgerungen mit Blick auf eine mögliche Neuordnung der IT-Berufe gezogen.
Seit 1997 vergibt der Verein Innovative Berufsbildung jährlich den Hermann-Schmidt-Preis, um mit ihm besondere Leistungen aus der Berufsbildungspraxis auszuzeichnen. 2006 werden Initiativen prämiert, die im Sinne eines koordinierten regionalen Übergangsmanagements beispielhaft und erfolgreich innovative und kurze Wege von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung entwickelt und umgesetzt haben. Von besonderem Interesse waren Initiativen mit den Schwerpunkten 1. Frühe berufliche Orientierung und Förderung in der allgemeinbildenden Schule beginnen! und 2. Ausbildungs- und Erfolgschancen von Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf durch betriebliche Berufsausbildungsvorbereitung und betriebliche Berufsausbildung erhöhen! In der Broschüre werden die Preisträger mit ihren Projekten vorgestellt.
1996 wurde der Verein Innovative Berufsbildung e.V. mit dem Ziel gegründet, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Seit 1997 vergibt der Verein jährlich den Hermann-Schmidt-Preis, um mit ihm besondere Leistungen aus ausgewählten Bereichen der Berufsbildung auszuzeichnen. In 2004 wurde der thematische Schwerpunkt "Kundenorientierung in der beruflichen Bildung" gewählt. Namensgeber ist der langjährige Generalsekretär des BIBB, Prof. Dr. Hermann Schmidt.
In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Bundesanstalt für Arbeit und nicht zuletzt die Europäische Union in den Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt erheblich zur Förderung der betrieblichen Ausbildung beigetragen. Unter der Vielzahl der Finanzierungsträger und Förderprogramme leidet die Transparenz der Förderausgaben. Kritische Stimmen sehen in der staatlichen Förderung einen Beitrag zur Subventionierung betrieblicher Ausbildungsplätze. In dem Beitrag werden Analyseergebnisse zu Umfang und Struktur öffentlicher Förderausgaben im Zeitraum 1997 bis 2001 dargestellt. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, inwieweit die öffentliche Hand dabei die Betriebe von ihrer Verantwortung entlastet, die Ausbildung selbst zu finanzieren.
Von 1997 bis 2000 stiegen die Vertragslösungen in der betrieblichen Berufsausbildung kontinuierlich an. In 2001 stagnierten die Zahlen erstmals, gingen aber nur unbedeutend zurück. Es wurden - wie schon im Vorjahr - 156.000 Ausbildungsverträge gelöst. Das ergibt, bezogen auf die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge dieses Jahres, eine Quote von 24,7 Prozent und betraf damit etwa jeden vierten Vertrag. In der deshalb wieder aufgelebten öffentlichen Diskussion wird die vorzeitige Lösung von Ausbildungsverträgen häufig als Ausbildungsabbruch gewertet. Dass dem nicht so ist, zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Das hohe Niveau von Vertragslösungen war Anlaß, über eine schriftliche Befragung Gründe für die Lösung von Ausbildungsverträgen und zum aktuellen Verbleib der Jugendlichen zu ermitteln und damit auch, wie viele Vertragslösungen zum Abbruch der Ausbildung führen. Die Ergebnisse weisen nach, daß die Lösung eines Ausbildungsvertrages für die überwiegende Mehrheit nicht die Einstellung weiterer Bildungsbemühungen bedeutet. Vertragslösung ist zumeist nicht Abbruch, rund 60 Prozent der Befragten starteten einen neuen Anlauf in einem anderen Beruf oder setzten ihre Ausbildung in einem anderen Betrieb fort.
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