Der Ausbildungsberuf "Steuerfachangestellter/ Steuerfachangestellte" ersetzt den 1978 in Kraft getretenen Ausbildungsberuf "Fachgehilfe/Fachgehilfin in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen". Der Beitrag beschreibt das Erarbeitungs- und Abstimmungsverfahren und die wichtigsten Veränderungen und Ergebnisse der Neuordnung.
Seit Anfang 1994 werden die aus dem Jahre 1978 stammenden schulischen Rahmenlehrpläne der Ausbildungsberufe Industriekaufmann/Industriekauffrau und Kaufmann/Kauffrau im Groß- und Außenhandel novelliert. Für eine Überarbeitung der entsprechenden betrieblichen Ausbildungsordnungen liegt der Konsens der Sozialpartner allerdings noch nicht vor. Im Beitrag wird auf einige Aspekte hingewiesen, die auch für eine Überarbeitung der Ausbildungsordnungen sprechen. Die Rahmenlehrpäne könnten nach optimistischen Schätzungen bereits zum Schuljahr 1995/96 vorliegen.
Das Erstarken populistischer und extremistischer Strömungen bedroht die offene Gesellschaft. Respektlosigkeit gegenüber Vielfalt, Angriffen auf Andersdenkende und Institutionen der Demokratie ist entschieden entgegenzutreten. Welchen Beitrag kann Berufsbildung hierzu leisten?
Die Berufsbildung zeichnet sich durch eine große Heterogenität der Lernenden aus. Sowohl am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt als auch im Prozess der Arbeit gibt es zahlreiche Lernanlässe, um Prinzipien der Demokratie und damit verbundene Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu vermitteln. Hier hat die Berufsbildung gerade mit Blick auf die Sozialisation junger Menschen eine besondere Aufgabe. Doch wie wird sie ihr gerecht? Welche Impulse können von den Lernorten der Berufsbildung als Erfahrungsräume für Demokratieerleben ausgehen?
Im Mittelpunkt dieser BWP-Ausgabe stehen das Konzept der Demokratiebildung, Lernziele und Inhalte, die damit für die Berufsbildung verbunden sind und die Frage, wie dieses Konzept didaktisch umzusetzen ist. Zudem ist zu erörtern, wie das Berufsbildungspersonal auf diese herausfordernde Aufgabe vorbereitet werden kann.
Das Zusammenspiel von Arbeitsmarkt und Berufsbildung läuft aktuell nicht reibungslos. Unternehmen beklagen zunehmend, dass sie ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen können. Zugleich meldet die Bundesagentur für Arbeit eine nach wie vor hohe Anzahl junger Menschen, die keinen Ausbildungsplatz finden. Dies variiert je nach Branche und Region. Generell ist jedoch festzustellen, dass insbesondere Kleinstbetriebe im Handwerk kaum mehr ausbilden. Auch in Start-ups, die sich vor allem in der boomenden Tech-Branche tummeln, spielt die betriebliche Ausbildung so gut wie keine Rolle. Kerstin Josupeit-Metzner leitet die Verbundberatung Duale Berufsausbildung in Berlin. Zusammen mit ihrem Team hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, gerade auch kleine und innovative Unternehmen für die berufliche Bildung zu gewinnen und so Perspektiven für beide Seiten – Unternehmen und Auszubildende – zu eröffnen.
Der Arbeitsmarkt im östlichen Mecklenburg-Vorpommern steht vor Herausforderungen, die durch demografische Entwicklungen und strukturelle Veränderungen verschärft werden. Diese Entwicklungen sind nicht neu. Bereits im Jahr 2013 hat die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg die strategische Bedeutung der Nachqualifizierung für an- und ungelernte Beschäftigte erkannt, wodurch nicht nur die kurzfristige Vermittlung von Arbeitskräften verbessert, sondern auch neue Wege der Beschäftigtenqualifizierung gefunden werden konnten.
Der Beitrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Regionen und Ausbildung. Es wird einerseits aufgezeigt, dass nicht alle Merkmale einer Region gleichermaßen wichtig sind, wenn es darum geht zu erklären, was Ausbildungswünsche und -chancen von jungen Menschen beeinflusst. Andererseits wird dargelegt, dass regionale Merkmale nicht für alle jungen Menschen gleichermaßen wichtig sind und ihre Wirkung mit soziodemografischen oder persönlichen Eigenschaften variieren. Der Beitrag zielt darauf ab, Forschung und Praxis für diese selektive Bedeutung von regionalen Merkmalen für Ausbildungswünsche und -chancen zu sensibilisieren, um mit zielgruppenspezifischen (Beratungs-)Angeboten den Herausforderungen am Ausbildungsmarkt gerecht zu werden.
Der Fortbildungsberuf »Geprüfter Konstrukteur und Geprüfte Konstrukteurin« von 1994 ist inhaltlich überholt und hat in der heutigen betrieblichen Praxis eine geringe Bedeutung. Eine BIBB-Voruntersuchung im Tätigkeitsfeld der Konstruktion kommt zu der Empfehlung, die Fortbildungsordnung zu modernisieren. Allerdings sollten damit zusätzliche konzeptionelle Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität des Fortbildungsberufs verbunden werden. Hierzu wurde ein erstes Konzept erarbeitet, das in seinen Grundzügen in diesem Beitrag vorgestellt wird.
Auf den Philippinen beteiligen sich Betriebe seit 1994 an der Ausbildung. Allerdings ist ihre Beteiligungsrate gering und die duale Ausbildung nicht im Fokus der staatlichen Akteure. Mehr Transparenz von Kosten und Nutzen betrieblicher Ausbildung könnte dazu beitragen, gezielte bildungspolitische Entscheidungen zur Stärkung dieses Qualifizierungswegs zu initiieren und empirisch zu begründen. Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse sowie Befragungsergebnisse vor, die abschließend mit Blick auf mögliche Handlungsempfehlungen reflektiert werden.
Der Prozess der Internationalisierung stellt neue Herausforderungen an die berufliche Bildung. Seit 1994 ist internationale Berufsbildungsarbeit gesetzlicher Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die hohe politische Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit sowie die quantitativ und qualitativ wachsenden Herausforderungen an die internationale Berufsbildungsforschung und -praxis machen deshalb eine strategische Ausrichtung der internationalen Aktivitäten des BIBB, eine Weiterentwicklung des vorhandenen Know-hows, die Sicherung einer hohen Professionalität von Entwicklungsmethoden und -instrumentarien für die internationale Berufsbildungsberatung sowie ein internationales Bildungsmarketing erforderlich. Das Strategiepapier liefert dazu einen konzeptionellen Beitrag. Auf der Basis einer aktuellen Standortbestimmung der Anforderungen an das BIBB werden unter Spiegelung veränderter Rahmenbedingungen die Ziele für die mittelfristigen Aktivitäten des BIBB im internationalen Kontext präzisiert und strategisch wie operativ konkretisiert. Die Konzeption bezieht sich auf alle Bereiche des BIBB, sie schliesst auch die Aufgaben der "Nationalen Agentur Bildung für Europa" mit ein. Das Papier liegt in deutscher und englischer Sprache vor.
Die Anforderungen an die Internationalität und Europaorientierung bei der Gestaltung der beruflichen Bildung nehmen zu. Als wichtiger Faktor des internationalen Standortwettbewerbs stehen die nationalen Bildungs- und Berufsbildungssysteme, deren Qualität und Innovationsfähigkeit auf dem Prüfstand. Seit 1994 ist internationale Berufsbildungsarbeit gesetzlicher Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Der Beitrag nennt Aktivitäten des BIBB in den vergangenen Jahren, die dazu dienten, ein eigenes Kompetenzprofil in der internationalen Berufsbildung aufzubauen, und umreisst die Schwerpunkte der internationalen Arbeit des BIBB. Die Konzeption zur Weiterentwicklung der internationalen Arbeit bezieht sich auf alle Bereiche des BIBB. Gefordert wird darüber hinaus die Entwicklung einer nationalen Gesamtstrategie, in der die Akteure der internationalen Berufsbildungsarbeit eingebettet sind. Der Artikel liegt auch in polnischer Sprache vor, er wurde in der polnischen Zeitschrift "Edukacja ustawiczna Doroszych" (Erwachsenenbildung) Heft 2/2001 veröffentlicht.
In Russland erschwert das weitgehende Fehlen kleiner und mittlerer handwerklicher Unternehmen die Entwicklung marktwirtschaftlicher Strukturen. Eines der Haupthemmnisse bei der Herausbildung einer breiten handwerklichen Unternehmerschaft ist die mangelnde fachliche Qualifikation. Hier setzt das 1994 von der Handwerkskammer Düsseldorf initiierte Modellprojekt "Handwerksförderung durch Berufsbildung in Russland" an. Das im Rahmen des TRANSFORM Beratungsprogramms vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) geförderte Projekt wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Im Ergebnis des Modellversuchs wurde eine Modellschule der handwerklichen Berufsbildung gegründet, die mit Verabschiedung des Moskauer Handwerksgesetzes rechtlich verankert ist. Im Bereich des Handwerks und handwerklicher Ausbildung hat Moskau damit Modellfunktion für ganz Russland gewonnen.
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