Im Rahmen seiner Aufgaben erarbeitet das Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit Sachverständigen der Sozialparteien einen Ausbildungsordnungsentwurf für den Beruf Technische/-r Zeichner/-in. Die Berufsfachkommission Elektrozeichner der DDR begann 1989 mit der Untersuchung der Möglichkeiten einer Zusammenfassung der bis dahin getrennten Zeichnerberufe. Die politischen Veränderungen gestatteten es dem Bundesinstitut, mit der Berufsfachkommission zusammenzuarbeiten. Der begonnenen fruchtbaren Kooperation wurde jedoch durch die Auflösung der Berufsfachkommissionen im Zusammenhang mit der Übernahme des Berufsbildungsgesetzes die Arbeitsgrundlage entzogen. Die wichtigsten Schritte der in der Übergangszeit durchgeführten gemeinsamen Untersuchungen werden hier skizziert.
Das Verfahren zur Entwicklung einer Aufstiegsfortbildung im Bereich Konstruktion stützte sich in den vergangenen Jahren ausschließlich auf die Situation in den alten Bundesländern. Der folgende Beitrag stellt die Situation in den neuen Bundesländern im Bereich CAD/Konstruktion dar und zieht Schlußfolgerungen für die laufenden Arbeiten an der Rechtsverordnung.
Auch im Ausbildungszentrum bei Ford in Köln versucht man, durch Einführung projektorientierter Aufgabenstellungen in der beruflichen Grund- und Fachbildung die Lernmotivation der Auszubildenden zu verbessern. Bei den 63 am Modellversuch beteiligten Werkzeugmachern wurden in der Grundausbildung bereits höhere Lernleistungen und mehr Eigeninitiative stellt, nachdem wesentliche Ausbildungsinhalte anhand der Herstellung von fünf funktionsfähigen Kleinprojekten vermittelt worden sind. Daneben wurden die herkömmlichen fünf Grundlehrgänge zum Drehen, Fräsen, Stoßen, Schmieden und Schweißen und zwei Kurse für technisches Zeichnen und Rechnen beibehalten.
In diesem Beitrag wird die Trennung zwischen berufspraktischer und berufstheoretischer Ausbildung problematisiert und über eine empirische Untersuchung in den tschechoslowakischen Skoda-Werken in Pilsen berichtet, bei der Lehrlinge versuchsweise den Unterricht in Werkstattpraxis, Technologie und Technischem Zeichnen durch einen einzigen Lehrer erhielten. Die so ausgebildeten Lehrlinge erzielten dem tschechoslowakischen Bericht zufolge bessere Leistungen in der Abschlußprüfung als diejenigen Lehrlinge, die von Lehrmeistern und Theorielehrern für Technologie und Technisches Zeichnen unterrichtet wurden.
Beschäftigte, die im Betrieb (mit) ausbilden, sind für das Bildungssystem unverzichtbar und zugleich eine vielfach unbekannte Gruppe. Das betrifft insbesondere ihre persönlichen Dispositionen. Auf Basis von Daten aus der BIBB-BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 wird untersucht, ob sich ausbildende Beschäftigte durch besondere berufliche Ambitionen – hier die Verbesserung der Qualifikation und/oder der Position – auszeichnen. Im Ergebnis zeigt sich ein eigenständiger Zusammenhang mit der Ausbildungsfunktion. Die qualifikatorische Neigung dieser Gruppe ist dabei ausgeprägter als ihr Karriereinteresse.
Demografische Entwicklungen, Digitalisierung und Ökologisierung werden die Arbeitswelt in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Mithilfe von geeigneten Taxonomien lassen sich Berufsfelder identifizieren, in denen sich diese Herausforderungen deutlich abzeichnen und möglicherweise gegenseitig verstärken. Diese werden im Beitrag vorgestellt.
Frauenberufe bezeichnen Berufe, die einen sehr hohen Frauenanteil aufweisen. Die Löhne in Frauenberufen sind im Durchschnitt geringer als in typischen Männer- oder Mischberufen, in denen Frauen nicht dominieren. Ob sich der durchschnittlich einkommensmindernde Effekt eines Frauenberufs je nach Qualifikationsniveau und je nach fachlicher Ausrichtung des Berufs unterscheidet, wurde jedoch bisher nicht ausreichend beantwortet und stellt den Fokus dieses Beitrags dar. Basierend auf der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 wird erstens untersucht, ob sich die Ausübung eines Frauenberufs unter Erwerbstätigen mit Berufsausbildung gleichermaßen auswirkt wie in der Gesamtheit aller Erwerbstätigen. Zweitens wird mit Fokus auf Erwerbstätige mit Berufsausbildung analysiert, ob alle Frauenberufe gleichermaßen geringere Löhne aufweisen oder Unterschiede in Abhängigkeit von der fachlichen Ausrichtung des ausgeübten Frauenberufs festzustellen sind.
Mit „Dachdecken“ allein ist es nicht getan: Dachdecker/-innen sind rund um Dach und Außenwand am Haus beschäftigt, sie führen energetische Gebäudemaßnahmen durch und installieren Solarthermie- und Fotovoltaik-Anlagen. Der Steckbrief verdeutlicht, wie viel Klimaschutz in dem Ausbildungsberuf steckt, welche Trends sich abzeichnen und wie sich die Auszubildendenzahlen entwickeln.
Während der Corona-Pandemie ist das Arbeiten im Homeoffice für einen großen Teil der Erwerbstätigen zum Regelmodell geworden. Welche Entwicklung ist im weiteren Verlauf zu erwarten? Dieser Frage geht der Beitrag anhand von Daten der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 sowie anhand von Auswertungen von Stellenanzeigen aus dem Jahr 2020 nach. Erläutert wird, in welchen Berufsgruppen sich langfristige Veränderungen für beruflich und akademisch Qualifizierte abzeichnen könnten.
Während sich im allgemeinbildenden Bereich im Zuge von Gerechtigkeits- und Qualitätsüberlegungen Bestrebungen zur Zentralisierung von Prüfungen abzeichnen, wird in der Berufsbildung aktuell über mehr Dezentralisierung beraten. Im Beitrag werden vor diesem Hintergrund Kritikpunkte an zentralen Abschlussprüfungen diskutiert und den Vorzügen gegenübergestellt. Im Ergebnis legt der Forschungsstand für das derzeitige Prüfungswesen einen substanziellen Grad an Plausibilität nahe. Gleichwohl ergeben sich Entwicklungsperspektiven, die abschließend aufgezeigt werden.
Nicht nur Qualifizierungsschritte und Entscheidungen über die Berufswahl kennzeichnen für junge Menschen den Übergang ins Erwachsensein – auch Schritte wie beispielsweise das selbstständige Wohnen außerhalb des Elternhauses, erste Liebesbeziehungen oder das Zusammenziehen mit dem Partner/ der Partnerin. Erwachsenwerden ist damit mehr als nur der Schritt in die finanzielle Selbstständigkeit. Der Beitrag nimmt verschiedene Verselbstständigungsschritte in den Blick und untersucht auf Grundlage des DJI-Surveys AID:A (»Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten«) Zeitpunkte und Faktoren, die diese Schritte beeinflussen.
Der Beitrag geht der Frage nach, wie schwer erreichbare Zielgruppen, die sich häufig durch eine geringe berufliche Weiterbildungsbeteiligung auszeichnen, für Bildungs- und Beratungsangebote gewonnen werden können. Im Rahmen eines aktuell durchgeführten Projekts im Auftrag der Arbeiterkammer Niederösterreich wurden Erkenntnisse zu Barrieren und der Öffnung von Zugängen zusammengefasst. Ein besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die Unterstützung bzw. Umsetzbarkeit der Erkenntnisse durch betriebliche Akteure. Hierzu wurden im Projekt Gruppendiskussionen durchgeführt, deren Ergebnisse abschließend vorgestellt werden.
Seit dem Jahr 2014 zeichnen sich zunehmend Passungsprobleme ab und verändern das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt. Welche Folgen ergeben sich daraus zum einen für die Rekrutierung von Fach- und Nachwuchskräften und andererseits für die Jugendlichen bei der Suche nach Ausbildungsstellen? Hintergründe und Folgen dieser Veränderungen stehen im Mittelpunkt dieser BWP-Ausgabe.
Vorzeitige Lösungen von Ausbildungsverträgen sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus wissenschaftlicher Betrachtungen gerückt. Angesichts eines in vielen Branchen drohenden Fachkräftemangels ist das Thema auch verstärkt Gegenstand der Berichterstattung in den Medien geworden. Dort dominiert das Bild von nicht durchhaltewilligen und -fähigen Jugendlichen und von Vertragslösung als negativ zu beurteilendem »Abbruch«. Die hier vorgestellten Studienergebnisse zeichnen ein differenzierteres Bild: Sie geben Aufschlüsse zu den Gründen vorzeitiger Vertragslösungen im Handwerk und auch zu den weiteren Perspektiven der Jugendlichen nach einer Vertragslösung.
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