Vor gut 20 Jahren wurde die gestreckte Abschluss- bzw. Gesellenprüfung als alternatives Prüfungsmodell probeweise eingeführt. Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie hoch der Anteil der Ausbildungsberufe mit diesem Prüfungsmodell an den neugeordneten Berufen der letzten 20 Jahre ist und wie sich die Berufe mit gestreckter Abschluss- bzw. Gesellenprüfung auf die einzelnen Zuständigkeits- und Berufsbereiche verteilen.
Von der elektrischen Zahnbürste bis zum Bagger: Damit Ideen und Vorgaben für Produkte und Maschinen auch umgesetzt werden können, konzipieren und entwickeln Technische Produktdesigner/-innen Datenmodelle, Konstruktionen, 3-D-Modelle und Bauteile. Im Steckbrief werden die Aufgaben in den beiden Fachrichtungen und Zahlen zum Beruf vorgestellt.
Die Frühjahrs- und Sommersitzung des Hautpausschusses fanden unter Leitung von Elke Hannack, Beauftragte der Arbeitnehmer, statt. Beraten wurden im Schwerpunkt die aktuelle Ausbildungsplatzsituation anlässlich der jährlichen Aussprache zum Berufsbildungsbericht der Bundesregierung. Weitere Themen waren das Selbstverständnis des Hauptausschusses, Azubi Wohnen und das Berufsvalidierungs- und -digitalisierungsgesetz (BVaDiG).
Die Frage wie und ob der Fachkräftebedarf durch Ausbildung gedeckt werden kann, ist von zentraler bildungspolitischer Bedeutung. Bereits vor rund 40
Jahren analysierte László Alex in seinem BWP-Beitrag das Verhältnis von Ausbildung und Fachkräftebedarf. Grundlage seiner Analysen waren die Ergebnisse der Ausbildungsmarktforschung, die seit 1977 in die jährliche Berufsbildungsberichterstattung eingehen. Mit seinem Eintritt als Abteilungsleiter ins BIBB 1977 war Alex nicht nur bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2000 für die Berufsbildungsberichterstattung verantwortlich, sondern auch maßgeblich am Ausbau der Berufsbildungsforschung und der quantitativen Forschung im BIBB beteiligt.
In seinem Beitrag in der Rubrik "Wiederentdeckt - neu gelesen" widmet sich der Autor einem Aufsatz von Ursula Hecker, aus dem Jahr 1982: Aus der BIBB/CEDEFOP-Untersuchung „Zur Bildungs- und Berufssituation ausländischer Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland“.
Im Jahr 1982 sah die Gesellschaft der Bundesrepublik und ihr Umgang mit aus dem Ausland zugezogenen Personen ganz anders aus als heute. Auch waren empirische Studien und Befragungen von Personen und Betrieben noch selten. Ein Blick auf den Artikel von Ursula Hecker aus eben diesem Jahr ist eine gute Gelegenheit zu überprüfen, was wir bereits damals über die Faktoren wussten, die zu einer gelingenden Integration von Zugezogenen in den deutschen Arbeitsmarkt beitragen. Außerdem wird anhand der Studie deutlich, wie viel mehr wir heute dank neuer Methoden und Daten über diesen Forschungsgegenstand wissen und wie enorm sich die deutsche Migrations- und Integrationspolitik verbessert hat.
Berufsausbildung ist grundsätzlich als Vollzeitausbildung ausgerichtet. Aus diesem Grund kann sie z. B. auch nicht neben dem Besuch einer allgemeinbildenden Schule betrieben werden (BVerwG 25. 2. 1982 – 5 C 1.81 – EzB Nr. 21 zu § 32 BBiG 1969). Hiervon macht der mit Berufsbildungsreformgesetz vom 23. März 2005 (BGBl. I, S. 931) neu in das Gesetz eingefügte § 8 Abs. 1 Satz 2 BBiG insofern eine Ausnahme, als dort die Voraussetzungen für die Absolvierung einer Teilzeitausbildung geregelt sind.
Benachteiligtenförderung ist seit langem ein Bestandteil des Berufsbildungssystems. Ursprünglich stand die Frage im Vordergrund, wie für die Jungarbeiter ein sinnvolles Bildungsangebot der Berufsschule entwickelt werden könnte. Später, in den frühen 70er Jahren, sollte das Berufsvorbereitungsjahr die "Problemgruppen" des Berufsbildungssystems aufnehmen. Parallel dazu entstanden die ersten berufsvorbereitenden Lehrgänge, finanziert durch die Bundesanstalt für Arbeit. 1980 begann das sog. "Benachteiligtenprogramm" mit ca. 600 Ausbildungsplätzen in außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen, bei Bildungsträgern. 1988 wurde das Programm in das AFG übernommen und damit zu einem Regelangebot gemacht. Seit 1982 gehören auch die "ausbildungsbegleitenden Hilfen" zum Unterstützungsangebot für betriebliche Auszubildende. Seit geraumer Zeit tauchen jedoch Fragen bzw. Forderungen nach Optimierung des Fördersystems auf. Gezielte und individuelle Förderung, Optimierung der Lernformen, Verbesserung der sozialpädagogischen Betreuung und Anbindung an die betriebliche Praxis, Zertifizierung erworbener Kompetenzen sind Stichworte, die die aktuelle Diskussion prägen. Der Beitrag geht diesen Entwicklungen nach.
Vor anderthalb Jahrzehnten, in den Jahren 1982 bis 1986, stand das berufliche Bildungssystem vor ähnlichen Herausforderungen, wie sie gegenwärtig angesichts einer angespannten Lehrstellensituation zu bewältigen sind. Der Beitrag untersucht die Entwicklung des Übergangs von den allgemeinbildenden Schulen in die betriebliche Berufsausbildung unter den Bedingungen wachsender Schulentlassjahrgänge und steigender Arbeitslosigkeit. Die Veränderungen der Übergangsquoten (Anteile eines Jahrgangs, die in eine betriebliche Berufsausbildung einmünden) im Zeitverlauf, Bildungsbereitschaft und Übergangsverhalten sowie der Übergang einzelner Gruppen (Ausländer, Frauen) werden betrachtet. Beide Krisen am Lehrstellenmarkt, die gegenwärtige wie die der Jahre 1984/85 resultieren aus einer ähnlichen Problemkonstellation: Ein demographisch bedingter Anstieg der Schulentlassjahrgänge und hohe Arbeitslosigkeit. Betroffen von den negativen Veränderungen sind vor allem schulisch geringer qualifizierte Jugendliche, Ausländer und Frauen.
Um Veränderungen beim Facharbeiteraufstieg darzustellen, hat H. Althoff in einem Beitrag dieser Zeitschrift Daten des Mikrozensus ausgewertet und dabei festgestellt, dass die wachsende Zahl der Hochschulabsolventen keinen nachteiligen Einfluss auf die Aufstiegschancen von Facharbeitern hat. Die Autorin kritisiert die unvollständige Nutzung der Mikrozensusdaten und stellt die Verwendbarkeit der Daten und Methoden in Frage.
Erörtert werden die zentralen Behauptungen der Anmerkungen von B. Reubens in einem Beitrag dieses Zeitschriftenheftes, in dem sie die unvollständige Nutzung der Mikrozensusdaten kritisiert und die Verwendbarkeit der Daten und Methoden in Frage stellt. Der Autor weist auf die unterschiedlichen Ansätze und Ziele bei der Bewertung des Zahlenmaterials hin, die zwangsläufig zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
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