Frauen mit Fluchtgeschichte sind am Ausbildungsmarkt unterrepräsentiert und auch ihre beruflichen Ausbildungswege sind wissenschaftlich bislang wenig untersucht. Der Beitrag greift dieses Forschungsdesiderat auf. Auf Basis qualitativer Interviews aus dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt FEMPower wird analysiert, inwiefern Ausbildungsbetriebe diese Gruppe als Fachkräftepotenzial unzureichend wahrnehmen. Aus einer kritisch-analytischen Perspektive werden im Beitrag intersektionale Hürden identifiziert und praxisbezogene Empfehlungen für eine inklusivere Personalpolitik formuliert.
Geschlechtsuntypische Ausbildungen könnten das Potenzial haben, die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt abzubauen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu verringern. Studien deuten jedoch auf schlechtere Verwertungsperspektiven dieser Ausbildungsabschlüsse hin. Um diese näher zu beleuchten, werden im Beitrag Herausforderungen identifiziert, mit denen Personen im weiteren Erwerbsverlauf konfrontiert sind, wenn sie sich für eine Ausbildung in einem vom anderen Geschlecht dominierten Beruf entschieden haben. Grundlage sind Interviews mit Personen, die ihren geschlechtsuntypischen Ausbildungsberuf verlassen haben, sowie Expertinnen- und Experteninterviews.
Im Beitrag werden die Entwicklung und Pilotierung einer Zusatzqualifikation (ZQ) zu KI und maschinellem Lernen vorgestellt. Ziel ist es, zu veranschaulichen, wie entsprechende Qualifikationen in der beruflichen Bildung verankert werden können. Die Ergebnisse aus der Pilotierung geben Hinweise zur Einschätzung der ZQ und zum Transfer des Gelernten aus der Perspektive der Auszubildenden, der Lehrkräfte und Betriebe.
Angesichts des Klimawandels suchen Jugendliche zunehmend nach beruflichen Perspektiven im grünen Bereich. Gärtner/-innen leisten einen wichtigen Beitrag für die Umwelt – sei es durch den Anbau von Obst und Gemüse, die Anlage und Pflege von Gärten und Parks oder auch bei der Grabstättenpflege. Der Beruf vereint handwerkliches Können mit Fachwissen über Pflanzen, Böden, Nährstoffe und naturnahe Gestaltung. Der Steckbrief stellt die Aufgaben in den sieben Fachrichtungen vor und präsentiert Zahlen zur Ausbildung.
Der niederländische Qualifikationsrahmen (NLQF) wurde 2011 als nationale Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) eingeführt. Im Januar 2025 wurde er gesetzlich verankert. Im Beitrag wird dargestellt, wie sich der NLQF auf die Stärkung der Transparenz von Qualifikationen, die Standardisierung und Steuerung in den formalen und nicht-formalen Bildungsbereichen und auf Initiativen zum lebenslangen Lernen auswirkt und wie sein Zukunftspotenzial in einer sich entwickelnden Bildungslandschaft einzuschätzen ist.
Monitorings sind ein wichtiger Baustein für eine evidenzbasierte Berufsbildungspolitik. Die regelmäßige Erhebung von Kennzahlen zum Berufsbildungssystem liefert wertvolle Impulse für bildungspolitische Entscheidungen. Doch inwiefern wird dabei die Perspektive der Auszubildenden berücksichtigt? In diesem Beitrag wird vorgestellt, wie in den drei Ländern die Perspektive der Auszubildenden durch Befragungen systematisch erfasst wird. Dabei werden deutliche Unterschiede zwischen den Ansätzen der Vergleichsländer sichtbar.
Das Zusammenspiel von Arbeitsmarkt und Berufsbildung läuft aktuell nicht reibungslos. Unternehmen beklagen zunehmend, dass sie ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen können. Zugleich meldet die Bundesagentur für Arbeit eine nach wie vor hohe Anzahl junger Menschen, die keinen Ausbildungsplatz finden. Dies variiert je nach Branche und Region. Generell ist jedoch festzustellen, dass insbesondere Kleinstbetriebe im Handwerk kaum mehr ausbilden. Auch in Start-ups, die sich vor allem in der boomenden Tech-Branche tummeln, spielt die betriebliche Ausbildung so gut wie keine Rolle. Kerstin Josupeit-Metzner leitet die Verbundberatung Duale Berufsausbildung in Berlin. Zusammen mit ihrem Team hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, gerade auch kleine und innovative Unternehmen für die berufliche Bildung zu gewinnen und so Perspektiven für beide Seiten – Unternehmen und Auszubildende – zu eröffnen.
Migrationsbedingte Vielfalt ist sowohl an allgemeinbildenden als auch an berufsbildenden Schulen Normalität. Allerdings sind diejenigen, die ihre Schulbiografie nicht von Anfang an im deutschen Schulsystem durchlaufen, benachteiligt und haben geringere Chancen auf erfolgreiche Schul- und Ausbildungsabschlüsse. Lehrkräfte sind für die migrationsbedingte Vielfalt ihrer Lernenden, die sich durch Neuzugewanderte in den letzten Jahren noch verstärkt hat, nicht hinreichend professionalisiert. Der Beitrag beleuchtet Anforderungen an Lehrer/-innen und zeigt Perspektiven auf, wie sie in ihrer Ausbildung besser drauf vorbereitet werden können.
Zu wissen, was Künstliche Intelligenz (KI) ist, wie die unterschiedlichen KI-Systeme operieren, welche neuen Möglichkeiten und qualitativen Verbesserungen sich für das Lehren und Lernen mit KI ergeben, ist genauso wichtig, wie Kenntnisse über die Herausforderungen, Gefahren und ethische wie datenschutzrechtliche Anforderungen bei der Entwicklung und beim Einsatz von KI zu besitzen. Der Beitrag gibt einen Einblick in dieses Themenfeld, mit dem sich die Berufsbildung angesichts der hochdynamischen Entwicklungen besonders im Bereich der generativen KI sowohl aus technologischer als auch didaktischer und ethischer Perspektive dauerhaft beschäftigen muss.
Sozialpartnerschaft ist ein zentrales Prinzip der Berufsbildung – so auch in Prüfungen. Trotz unterschiedlicher Perspektiven im Einzelnen stehen beide Seiten vor denselben Herausforderungen, die es gemeinsam zu lösen gilt. Mit dem Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) wurden Änderungen vorgenommen, die das Prüferehrenamt entlasten und gleichzeitig seine Attraktivität stärken sollen. Zudem birgt die Digitalisierung Potenziale zur Modernisierung von Prüfungen. Wie sich dies aktuell in der Prüfungspraxis widerspiegelt und wo weiterer Entwicklungs- und Handlungsbedarf besteht, erläutern Franziska Hamann-Wachtel, ver.di, und Andrea Sitzmann, HWK für Unterfranken.
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