Künstliche Intelligenz (KI) verändert das Lehren, Lernen und Verwalten in der beruflichen Bildung grundlegend. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob KI eingesetzt wird, sondern wie dieser Einsatz gestaltet werden kann. Hierzu enthält die neue EU KI-Verordnung wichtige Hinweise.
Zu wissen, was Künstliche Intelligenz (KI) ist, wie die unterschiedlichen KI-Systeme operieren, welche neuen Möglichkeiten und qualitativen Verbesserungen sich für das Lehren und Lernen mit KI ergeben, ist genauso wichtig, wie Kenntnisse über die Herausforderungen, Gefahren und ethische wie datenschutzrechtliche Anforderungen bei der Entwicklung und beim Einsatz von KI zu besitzen. Der Beitrag gibt einen Einblick in dieses Themenfeld, mit dem sich die Berufsbildung angesichts der hochdynamischen Entwicklungen besonders im Bereich der generativen KI sowohl aus technologischer als auch didaktischer und ethischer Perspektive dauerhaft beschäftigen muss.
Dieser Beitrag beschreibt eine Systematik zur Einordnung von KI-gestützten Bildungstechnologien, die sowohl technische als auch didaktische Kategorien umfasst. Die Systematik wurde genutzt, um 13 KI-basierte Anwendungen für die berufliche Bildung durch ihre Entwickler/-innen einordnen zu lassen. Dadurch konnte analysiert werden, zu welchem didaktischen Zweck und mit welcher Notwendigkeit KI-Methoden eingesetzt werden. Es zeigte sich, dass jeweils viele verschiedene KI-Methoden gleichzeitig zum Einsatz kommen, um viele Ziele zu erreichen. Die Notwendigkeit des KI-Einsatzes zur Erreichung dieser Ziele wird hingegen als eher gering eingeschätzt.
Die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie berühren eine Vielzahl von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen, nicht zuletzt auch das Bildungssystem. Hier werden insbesondere die Effekte für das Schulwesen und für Schülerinnen und Schülern in den Blick genommen. Weniger prominent diskutiert, dennoch zentral, sind jene für die Hochschulen und die Studierenden. Denn auch hier ist durch die Verlagerung von Lehren und Lernen aus dem analogen in den digitalen Raum eine erhöhte Belastung für die Studierenden erwartbar. Auf Grundlage einer Online-Befragung von Lehramtsstudierenden geht der Beitrag der Frage nach, ob ein solches vermutetes höheres Belastungserleben auch mit einer veränderten Erwartung über den Studienerfolg, insbesondere mit einer erhöhten Intention zum Studienabbruch, einhergeht.
Angesichts der Eingliederung von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt kommt dem Spracherwerb zur Bewältigung typischer Kommunikationssituationen am Arbeitsplatz eine große Bedeutung zu. Diese Forderung stellt Sprachlehrende vor neue Herausforderungen, die mit der alleinigen Konzentration auf das Regelwerk Sprache nicht zu erfüllen sind. Der hier vorgestellte Szenario-Ansatz bietet eine bedarfs-, handlungs- und teilnehmerorientierte Methode, die die Lernenden zielgerichtet und effektiv auf die Kommunikation am Arbeitsplatz vorbereitet.
Unmittelbar verknüpft mit den technologischen Entwicklungen in der Arbeitswelt ist die zunehmende Durchdringung betrieblichen Lehrens und Lernens mit digitalen Medien. Doch welche Potenziale bieten digitale Medien für die Berufsbildung und wie können diese Potenziale zu substanziellen Lehr- und Lernangeboten für das lebenslange Lernen entwickelt werden? Diese Fragen sind unter anderem Gegenstand von Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Themenschwerpunkt „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“, die durch das BIBB fachlich begleitet werden. Am Beispiel einer Projektumsetzung wird in diesem Beitrag die Genese eines „digitalen Bildungsprodukts“ nachgezeichnet.
Technologien des Web 2.0 und Möglichkeiten des mobilen Lernens eröffnen in der Aus- und Weiterbildung neue Potenziale. Die Beiträge gehen der Frage nach, ob und wie sich durch digitale Medien das Lernen verändert, welche neuen Möglichkeiten sie für die verschiedenen Lernorte und die unterschiedlichen Handlungsfelder bieten und wie diese Optionen in der Praxis bereits umgesetzt werden. Dabei spielt auch die Förderung der Medienkompetenz auf Seiten der Lehrenden und Lernenden eine entscheidende Rolle. Im Editorial zum Heft verweist Forschungsdirektor Prof. Dr. Reinhold Weiß darauf, dass Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vorwiegend auf informellem Weg erworben werden. Umso wichtiger ist es daher, dass Förderkonzepte auf den entsprechenden Lernkontext abzielen und in Innovationsstrategien eingebettet sind. Weitere Beiträge im Heft befassen sich mit der erneuerten europäischen Agenda für die Erwachsenenbildung sowie dem Sachstand und anstehenden Aufgaben bei der Umsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens, mit denen sich BIBB-Präsident Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser in der Rubrik „DQR konkret“ befasst.
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