Mit Blick auf den Themenschwerpunkt der Ausgabe weist BIBB Forschungsdirektor Prof. Dr. Reinhold Weiß in seinem Kommentar darauf hin, dass in der Berufsbildung Innovationen in der Regel kontinuierlich und in vielen kleinen Schritten realisiert werden. Viele Innovationen werden von Berufstätigen im Arbeitsprozess erbracht bspw. wenn es darum geht, neues Wissen im Zuge der Lösung konkreter Probleme zu generieren und dabei Erfahrungen und Kompetenzen unterschiedlicher Personen oder Organisationen miteinander zu verknüpfen. Zur gezielten Förderung von Innovationspotenzialen gilt es daher, Lernmöglichkeiten in die Arbeitsprozesse zu integrieren sowie Kommunikation und Kooperation, Freiräume und Reflexion zu unterstützen.
Am Ende des europäischen Jahres für Kreativität und Innovation und an der Schwelle zum Jahr 2010 gehen die Beiträge in dieser Ausgabe der Frage nach, wo die Berufsbildung mit Blick auf die Erreichung der Lissabon-Ziele steht und welche innovativen Ansätze es auf europäischer Ebene gibt und nachhaltig zu fördern sind. Im Kommentar zum Heft betont Forschungsdirektor Professor Dr. Reinhold Weiß, dass sich Innovationskompetenz vor allem in der Fähigkeit zeigt, neues Wissen im Zuge der Problemlösung zu generieren, vorhandenes Wissen bei der Lösung neuer Probleme anzuwenden und Wissen unterschiedlicher Personen oder Organisationen miteinander zu ver-knüpfen. Hierbei kommt auch dem grenzüberschreitenden Wissenstransfer eine bedeutende Rolle zu. Die Ausgabe enthält weitere Beiträge, u. a. einen Positionsbeitrag zum Entwicklungs- und Diskussionsstand beim DQR, zur Situation von Weiterbildungsanbietern in Zeiten der Wirt-schaftskrise sowie eine Würdigung der Rechtsprechung des BAG zur Verlängerung des Be-rufsausbildungsverhältnisses.
BIBB-Präsident Manfred Kremer betont in seinem Kommentar, dass die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung breit verankert ist. Gleichwohl fehle es an systematischen Qualitätsentwicklungsansätzen. Die Verständigung auf gemeinsame Standards, wie sie durch den Europäischen Referenzrahmen angeregt werden, sieht er als Chance, die Berufsbildung national wie international kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu profilieren.
Aktuelle Entwicklungen und Befunde zur Qualitätssicherung und -entwicklung dokumentieren die Beiträge im Themenschwerpunkt dieser Ausgabe. Dabei richtet sich der Blick auf unterschiedliche Ebenen: Auf Systemebene ist u.a. die im Juni 2009 von EU-Parlament und Rat verabschiedete Empfehlung zur Einrichtung eines europäischen Bezugsrahmens für Qualitätssicherung von Bedeutung. Inhalt und Zielsetzung der Empfehlung werden vorgestellt und Umsetzungsperspektiven in Deutschland aufgezeigt. Bei den im Heft präsentierten Befunden zu Qualitätsentwicklungsbemühungen auf der Ebene der Lernorte (Betrieben und Bildungseinrichtungen) oder bei der Qualifizierung des Bildungspersonals werden verschiedene Aspekte der Struktur-, Prozess- und Outputqualität beleuchtet. BIBB-Präsident Manfred Kremer betont in seinem einleitenden Kommentar, dass die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung breit verankert ist. Gleichwohl fehle es an systematischen Qualitätsentwicklungsansätzen. Die Verständigung auf gemeinsame Standards, wie sie durch den Europäischen Referenzrahmen angeregt werden, sieht er als Chance, die Berufsbildung national wie international kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu profilieren Die Ausgabe enthält weitere Beiträge, u. a. zum DGB-Entwurf zur Qualitätssicherung in der beruflichen Aufstiegsfortbildung, zur beruflichen Integration von Lehrkräften aus den GUS-Staaten sowie zur Fortbildung von Lehrkräften an beruflichen Schulen.
Im Kommentar zum Heft weist Professor Dr. Reinhold Weiß auf die Heterogenität des Feldes 'Beratung' hin und plädiert für eine bessere Vernetzung der Angebote, den Ausbau und die Verstetigung von Strukturen und betont die Bedeutung einer systematischen, gleichwohl differenzierten Qualifizierung der Fachkräfte.
Die Beiträge dieser Ausgabe beleuchten die Bedeutung und Funktion von Beratung im Kontext des Lebenslangen Lernens. Dies erfolgt zum einen mit Blick auf bestimmte Zielgruppen bzw. in spezifische Handlungsfelder, zum anderen unter der Fragestellung, welche Potenziale Beratung entfalten kann, um Transparenz auf einem recht unübersichtlichen (Weiter-) Bildungsmarkt zu schaffen. Im Kommentar zum Heft weist Professor Dr. Reinhold Weiß auf die Heterogenität des Feldes hin und plädiert für eine bessere Vernetzung der Angebote, den Ausbau und die Verstetigung von Strukturen und betont die Bedeutung einer systematischen, gleichwohl differenzierten Qualifizierung der Fachkräfte. Die Ausgabe enthält weitere Beiträge u.a. zur Würdigung des aktuellen Entwicklungsstands des DQR sowie zu Anforderungen und Herausforderungen bei der Entwicklung angepasster Berufe in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Im Kommentar zum Heft hebt Professor Dr. Reinhold Weiß die Bedeutung der Berufsforschung hervor. Er weist auf ihre Funktion hin, den Strukturwandel zu begleiten, neue Bedarfe zu identifizieren, Ursachen und Wirkungszusammenhänge offenzulegen sowie Gestaltungsvorschläge zu entwickeln. Darüber hinaus muss sie, neben der Untersuchung von Grundlagen der Berufsentwicklung, auch individuellen Perspektiven, insbesondere die Entwicklung beruflicher Identitäten sowie der Gestaltung von Berufsbiografien, erforschen.
Die Beiträge dieser Ausgabe geben einen Einblick, wie aktuelle Anforderungen an die Modernisierung der Berufsbildung sowohl in der Ordnungsarbeit als auch in der betrieblichen Praxis aufgegriffen und umgesetzt werden. Dies betrifft u.a. Fragen der Kompetenzorientierung, die Integration von Zusatzqualifikationen in Ausbildungsordnungen, die stärkere Verzahnung von Aus- und Fortbildung sowie die Erstellung handlungsorientierter Prüfungen. Anhand ausgewählter Befunde aus der beruflichen Qualifikationsforschung veranschaulichen die Artikel zudem, wie Berufsbilder zukunftsorientiert weiterentwickelt werden. Im Kommentar zum Heft hebt Professor Dr. Reinhold Weiß die Bedeutung der Berufsforschung hervor. Sie habe die Funktion, den Strukturwandel zu begleiten, neue Bedarfe zu identifizieren, Ursachen und Wirkungszusammenhänge offenzulegen sowie Gestaltungsvorschläge zu entwickeln. Die Ausgabe enthält weitere Beiträge zur neuen Ausbilder-Eignungsverordnung 2009, zu ersten Neuerungen in der Berufsbildungsstatistik 2007 und zu Ausbildungsverbünden in Österreich.
Es ist ein Charakteristikum und zugleich eine strukturelle Schwäche des deutschen Bildungssystems, dass Bildungseinrichtungen ihren Auftrag vor allem im Erreichen von Abschlüssen sehen. Um deren Anschlussfähigkeit und den weiteren Verbleib der Lernenden in weiterführenden Bildungsgängen oder auf dem Arbeitsmarkt kümmern sie sich hingegen kaum. BIBB-Präsident Manfred Kremer unterstreicht in seinem einleitenden Kommentar zum Heft die Bedeutung von Vernetzungsstrategien für eine bessere vertikale und horizontale Durchlässigkeit der Bildungsphasen und Bildungsbereiche. Kooperation und Vernetzung müssen selbstverständlich werden, um funktionale Schwächen des Bildungs- und Fördersystems zu beheben.
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