Die Etablierung des Ausbildungsberufs Mechatroniker/-in Ende der 1990er-Jahre war angesichts des tiefgreifenden strukturellen Wandels insbesondere in den neuen Ländern eine enorme Herausforderung. In dem Ausbildungsstrukturprojekt »Regio-Kompetenz-Ausbildung« entstand ein Mechatronik-Netzwerk, um bei der Implementierung der Ausbildung und der Gewinnung von betrieblichen Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Im Beitrag werden Notwendigkeit, Entstehung und Nachwirkungen dieses Verbunds beschrieben.
Given the profound structural changes that were taking place at the time, especially in the new federal states, the establishment of mechatronics technician as a training profession in the late 1990s was an enormous challenge. A mechatronics network was created with the "Regio-Competence-Training" education and training structure project to assist in implementing training and obtaining company training places. The necessity of the network and its creation and after-effects are described in the paper.
Das BIBB begleitet den Prozess der Implementation des IT-Weiterbildungssystems mit einem Evaluierungsvorhaben. Aus vergleichenden Studien lassen sich Anregungen für die Weiterentwicklung des deutschen Systems ableiten.
Ein dreijähriger, gründlich vorbereiteter Neuordnungsprozess der Elektroberufe ist abgeschlossen. Die Neuordnung umfaßt die gesamte Breite des Berufsfeldes. Sie ist die Antwort der Berufsausbildung auf die veränderten Anforderungen an die Facharbeit, die sich durch flache Hierarchien in der Arbeitswelt, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Teamarbeit, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie, Integration technischer Systeme, Facharbeit auf der Systemebene, globale Märkte und dynamische Entwicklung der Geschäftsfelder auszeichnen. Viel IT- und Kommunikationskompetenz sowie unternehmerisches Denken sind daher drei der wichtigsten Neuerungen in den neun modernisierten bzw. neu geschaffenen industriellen und handwerklichen Elektroberufen, die am 1. August in Kraft traten. Der Beitrag informiert über die Intentionen der Neuordnung und ihre Ergebnisse (Struktur und Aufbau) und die neue Form der Abschlussprüfung.
Die Etablierung der neuen IT-Berufe hat entscheidend zur Beseitigung des Fachkräftemangels beigetragen. In einem weiteren Schritt entwickelte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) gemeinsam mit den Sozialpartnern ein mehrstufiges System staatlich geregelter Fortbildungsberufe, das im Mai d. J. in Kraft trat. Erstmals wird hier ein Konzept vorgestellt, das betriebliche Qualifizierungen von der Facharbeiterebene bis hin zum Niveau von Hochschulabsolventen ermöglicht und dabei zu einer Gleichwertigkeit beruflicher und schulischer Bildung beiträgt. In dem Beitrag werden die vorgesehenen drei Karrierestufen (Spezialisten, operative Professionals und strategische Professionals) beschrieben und abschließend auf offene bildungspolitische Fragen Bezug genommen.
Seit 1997 kann in vier neuen IT-Berufen ausgebildet werden. Das Interesse von Betrieben und Auszubildenden an diesen Berufen ist groß, wie die enorme Entwicklung der Ausbildungszahlen zeigt. Trotzdem steht die Frage, ob und wie das Potential dieser Berufe noch besser ausgeschöpft werden kann und welche Anforderungen an die Prüfungspraxis zu stellen sind. Vom Bundesinstitut für Berufsbildung wurde deshalb ein Evaluationsprojekt (1999-2002) gestartet. Aus dieser ersten Studie zu den IT-Berufen und den Reaktionen aus der Praxis lassen sich schon jetzt einige Vorschläge für weitere Aktivitäten von Betrieben, Verbänden und staatlichen Stellen ableiten, die in dem Beitrag dargestellt werden.
Strukturierung von Weiterbildungsprofilen im IT-Sektor war Projektziel eines im September 2000 abgeschlossenen Projektes des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur IT-Weiterbildung. Im Ergebnis wurden gemeinsam mit 40 Experten Vorschläge zur Weiterbildung auf drei Hierarchiestufen im IT-Bereich entwickelt: 28 Profile auf der Ebene der Spezialisten sowie 6 IT-Berufe auf der Professional-Ebene. Dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird vorgeschlagen, für die Berufe auf den Professionalebenen Weiterbildungsregelungen nach BBiG zu entwickeln, für die Spezialisten ein Zertifizierungssystem.
Veränderungen in der Arbeitsorganisation und neue Technologien führen zu neuen Anforderungen an die Facharbeiter, was sich auch in den entsprechenden Abschlussprüfungen widerspiegeln muss. Offen ist dabei, wie die Anforderungen in den Abschlussprüfungen gestaltet werden sollen. In den Ausbildungsberufen Mikrotechnologe, Mechatroniker und Fachkraft für Veranstaltungstechnik sowie in den vier neuen IT-Berufen ist eine neue Form der Abschlussprüfung verankert. Statt Fertigkeits- und Kenntnisprüfung werden betriebliche Aufträge und ganzheitliche Aufgaben durchgeführt. Diese Form der Prüfungen wurde von Gesamtmetall und IG Metall auch für die Metall- und Elektroberufe vorgeschlagen. Das hat in der Fachöffentlichkeit heftige Kontroversen hervorgerufen. Der Beitrag ist ein Plädoyer für diese neue Prüfungsform, deren Einführung in die Praxis sich schwierig gestaltet.
Der dritte Fachkongress des Bundesinstituts für Berufsbildung gliedert sich in zehn Foren, die sich mit den Problemen, der Beurteilung und den Entwicklungsmöglichkeiten des dualen Systems befassen. Diskutiert wird über aktuelle Ausbildungsordnungen und Fortbildungsregelungen, neue Berufe, Qualifikationsbedarf, Qualifizierungsstrategien, multimediales Lernen, Personalqualifizierung, Prüfungen, Ausbildungsinhalte und transnationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. In dem Beitrag werden die zentralen Thesen der einzelnen Foren und Arbeitskreise vorgestellt.
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