Seit Anfang 2000 gibt es zwischen den USA und Deutschland eine Kooperationsvereinbarung zur beruflichen Bildung. Auf Regierungsebene wurde jetzt u.a. vereinbart, den transatlantischen Wissensaustausch in der beruflichen Bildung auf die konkrete Arbeitsebene von Gemeinschaftsprojekten auszudehnen. Den Einstieg in die vereinbarte Kooperation bildet das BIBB-Forschungsprojekt Nutzungskonzepte für den bilateralen Wissenstransfer in der beruflichen Bildung zwischen den USA und der Bundesrepublik Deutschland am Beispiel ausgewählter Qualifikationsbereiche". In dem Beitrag werden - ausgehend von einigen theoretischen Positionen zum Thema "Wissenstransfer" - die gegenwärtige Situation der Berufausbildung in den USA charakterisiert und das geplante Projekt vorgestellt.
Der dritte Fachkongress des Bundesinstituts für Berufsbildung gliedert sich in zehn Foren, die sich mit den Problemen, der Beurteilung und den Entwicklungsmöglichkeiten des dualen Systems befassen. Diskutiert wird über aktuelle Ausbildungsordnungen und Fortbildungsregelungen, neue Berufe, Qualifikationsbedarf, Qualifizierungsstrategien, multimediales Lernen, Personalqualifizierung, Prüfungen, Ausbildungsinhalte und transnationale Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung. In dem Beitrag werden die zentralen Thesen der einzelnen Foren und Arbeitskreise vorgestellt.
Es wurden Modellversuche durchgeführt, die sich gezielt an Frauen richten, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Allerdings soll der fehlende Berufsabschluss nun auch in Berufen nachgeholt werden, in denen es bereits einen beachtlichen Frauenanteil gibt, wie z.B. in der Hotelbranche. Angesichts 10jähriger Erfahrung aus den Modellversuchen zur Umschulung von Frauen in gewerbliche oder technische Berufe zieht der Beitrag ein Resümee, es werden europäische Weiterbildungsangebote für Frauen im Bereich der neuen Techniken vorgestellt und abschließend aufgezeigt, wo zukünftig die Schwerpunkte bei der Weiterbildung von Frauen zu setzen sind. Durch die Modellversuche ist es weder gelungen, das Interesse der Betriebe zu wecken, noch eine breitenwirksame Beteiligung von Frauen an einer technischen Weiterbildung zu erreichen. Durch die Erprobung neuer Ansätze konnten jedoch Erkenntnisse gewonnen werden, die für die Modernisierung der Weiterbildung von Frauen nutzbar sind.
"Weiterbildung von Frauen" als Schwerpunktbereich der Weiterbildungsforschung ist relativ neu: angesichts einer gegenüber den Männern überproportional hohen Frauenarbeitslosigkeit setzten erst Ende der siebziger Jahre Bemühungen ein, Frauen verstärkt für Weiterbildung zu aktivieren. Es stellte sich jedoch sehr bald heraus, daß sich das Weiterbildungsverhalten von Frauen nicht entsprechend einer gewünschten höheren Beteiligung an berufsfördernden Maßnahmen verändern ließ.
Seit Beginn der Strukturkrise sind Träger der beruflichen Weiterbildung mit dem Problemfeld "Berufliche Weiterbildung für Arbeitslose" konfrontiert. Dies impliziert einen neuen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Auftrag, dem jedoch wesentliche Behinderungen entgegenstehen und dessen Verwirklichung nur unter aktiver Beteiligung aller Entscheidungsträger möglich werden kann. Traditionelle Vorstellungen zur beruflichen Weiterbildung verlieren zunehmend an Bedeutung und bedürfen deshalb der Revision, damit die bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkte zum Tragen kommen können.
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