Even prior to the coronavirus crisis, experiences of so-called disruptive innovations were leading the debates surrounding skills to address the question of how to strengthen the ability of the relevant company-based stakeholders to evaluate and structure new and surprising elements “freshly” and in a way which is detached from their own experiences and competencies. This article makes the case for a significant strengthening of this core skill.
Nicht erst die Corona-Krise, auch bereits die Erfahrungen mit den sogenannten disruptiven Innovationen haben die Qualifikationsdebatten zu der Frage geführt, wie die verantwortlichen betrieblichen Akteure in ihrer Fähigkeit gestärkt werden können, das Neue und Überraschende "frisch" und auch losgelöst von den eigenen Erfahrungen und Kompetenzen zu beurteilen und zu gestalten. Der Beitrag plädiert für eine deutliche Stärkung dieser Schlüsselqualifikation.
Die europäische Bildungsstrategie ist eine Outcomestrategie. Sie fokussiert auf die tatsächlichen Kompetenzen der Menschen, wodurch die Inputgrößen (z. B. Curriculum, Lernzielpräzisierung), aber auch die auf den Prozess bezogenen Professionalisierungsbemühungen (z. B. Lehrerbildung) viel von ihrer bisherigen Substanz einbüßen. Der Blick auf die Evidenz der Kompetenz verdeutlicht: Inhalte allein bilden nicht, und sie stiften auch keine Kompetenzen. Es ist vielmehr die innere Bewegung der Aneignung und Erprobung von Problemlösungen, von denen nachhaltige Veränderungen im Selbstwirksamkeitserleben und in der Kompetenzreifung der lernenden Subjekte angestoßen werden können. Diese nicht neue Einsicht hat den Mainstream der Debatten in Pädagogik und Bildungspolitik erst in Ansätzen erreicht. Die Kompetenzdebatte wird vornehmlich unter curricularer und weniger unter didaktischer Perspektive geführt. Der Beitrag untersucht deshalb die Fragestellung, welche didaktischen Konsequenzen mit der Outcomeorientierung für die Aus- und Weiterbildung verbunden sind.
Der Begriff des selbstgesteuerten Lernens hat sich seit einigen Jahren auch in der didaktisch-methodischen Diskussion der Berufspädagogik als Leitmotiv etabliert. Begründet wird dies mit den Veränderungen in der Arbeitswelt, der Flexibilisierung, der beschleunigten Wissensveralterung oder der Globalisierung. Gleichzeitig wird die "tendenzielle Auflösung traditioneller Beruflichkeit in eine Erwerbs- Bastelbiographie", die Eigeninitiative und Selbstgestaltung erfordert, angekündigt. Zur Bewältigung dieser Offenheiten und Unsicherheiten wird selbstgesteuertes Lernen propagiert. Die Autoren nehmen eine Begriffsklärung vor und erörtern dann, wie Selbststeuerungsfähigkeit entsteht, wie Lernende in der Berufsbildung selbstgesteuerte Lernprozesse durchführen können und welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sie dafür benötigen und gehen abschliessend auf Selbstlernprozesse unterstützende methodische Ansätze ein.
Der Artikel fasst die Ergebnisse der CEPAL-Studie zusammen (CEPAL - Centro Economico para America Latina Y el Carribe - Dependance der UNO). Die Studie identifiziert Programme, Modelle und Strategien beruflicher Qualifizierung in Lateinamerika und untersucht, in welchem Kontext (Konstellation in den Unternehmen, Transferschwierigkeiten usw.) sie jeweils anwendbar sind. Davon ausgehend, werden die Möglichkeiten im Hinblick auf den Bedarf sowie die Notwendigkeiten der Entwicklungspolitik beurteilt. Im weiteren wird untersucht, wie die Programme, Modelle und Strategien der beruflichen Qualifizierung konkret zur Entwicklung der Bereiche Förderung der Ökonomie und der Beschäftigung in der Region beitragen und welche Konsequenzen für eine Bestimmung von Strategien der technischen Kooperation im Bereich der beruflichen Bildung daraus abzuleiten sind.
Der ständig wachsende Überschneidungsbereich zwischen technischen und kaufmännischen Erwerbsberufen spiegelt sich auch in den Inhalten der neugeordneten Berufe der Informations- und Kommunikationstechnologie wider. Das kann nicht ohne Folgen für die Ausbildung der Berufsschullehrer in diesem Bereich bleiben. An der Universität Kaiserslautern wurde ein Studiengang Diplomhandelslehrer/Technik konzipiert, der den neuen Anforderungen Rechnung tragen soll. Die Autoren stellen das Konzept des Hochschulcurriculums und seine didaktischen Strukturen bzw. Studienanteile vor.
Der Beitrag geht auf die Probleme der Fachbildung bei der Auswahl von Inhalten, Lernformen und Ausbildungsmethoden ein. Durch das Tempo der Wissensentwicklung, die Unsicherheit bei der Prognose überdauernder Lerninhalte und die Bildungstheorie einer "zweckfreien Bildung" ist die Fachbildung in eine Krise geraten, die vom Autor nachgezeichnet und kommentiert wird. In einem weiteren Schritt wird die Frage analysiert, wie sich Ausbildung und Schulbildung wandeln müssten, um dem Anspruch einer verstärkten Entwicklung der Persönlichkeit durch die gezielte Förderung von Schlüsselqualifikationen Rechnung zu tragen. Abschließend wird die Frage behandelt, was bildungspolitisch und didaktisch zu tun ist, um der Krise der Fachbildung durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen begegnen zu können. Als Lösung wird eine Erweiterung der fachdidaktischen Perspektive vorgeschlagen, die über das fachlich Relevante auch das außerfachlich Notwendige im Blick behält.
Der Beitrag setzt sich mit einem Artikel von Karlheinz Geissler und Michael Orthey zum Thema "Schlüsselqualifikationen" auseinander, der in Heft 5/1993 der BWP abgedruckt ist. Er befasst sich vorrangig mit deren These, das Konzept der Schlüsselqualifikationen sei kein Bildungs-, sondern ein Qualifikationskonzept, um dem die Forderung nach einer Überwindung dualistischer Konzeptionen gegenüberzustellen. Der Autor meint, die Berufspädagogik müsse diese Konzepte durch ein komplementäres Denken ersetzen: nicht Allgemeinbildung versus Berufsbildung, Bildung oder Qualifikation, sondern Berufsbildung und Qualifikation sind Teil derselben Wirklichkeit.
Betrachtet man die jüngere pädagogische Debatte über die Zukunft des dualen Systems der Berufsbildung - in der Bundesrepublik Deutschland, in Europa oder gar in der Dritten Welt sowie (neuerdings) in den ehemaligen Staatshandelsländern, so bedeutet dies, daß man derzeit verneinend-skeptische Antworten ebenso zu hören bekommt wie bejahend-euphorische. Unter den letzteren gibt es Stimmen, die für das duale System der Berufsbildung nicht nur eine Zukunft im nationalen Rahmen als gegeben ansehen, sondern in diesem Ansatz auch ein brauchbares Modell zur Überwindung der Berufsbildungsprobleme in anderen Ländern - europäischen und außereuropäischen - zu erkennen glauben.
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