Young people seeking a programme of initial vocational training come with a variety of backgrounds and abilities. This diversity needs to be borne in mind in fostering individual development. Mastering written language is an important prerequisite for a successful transition into initial vocational training. In the framework of BIBB’s “New Ways/Heterogeneity” model programme, instruments have been developed for literacy support, which are introduced in this article.
Jugendliche, die eine Berufsausbildung anstreben, bringen unterschiedliche Voraussetzungen mit. Diese Vielfalt gilt es bei der individuellen Förderung zu berücksichtigen. Die Beherrschung der Schriftsprache ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Übergang in Ausbildung gelingen kann. Im Rahmen des BIBB-Modellprogramms »Neue Wege/Heterogenität« wurden Instrumente zur Schriftsprachförderung entwickelt, die in diesem Beitrag vorgestellt werden.
Der Beitrag zeigt auf, wie notwendig es ist, unterschiedliche Diskussionszusammenhänge zum Kompetenzansatz in der beruflichen Bildung zu verbinden, die Ergebnisse zu verknüpfen und innovative Ansätze weiterzuentwickeln. Die bundesweiten Modellprojekte zur Flexibilität und Gestaltungsoffenheit bei der Umsetzung von Ausbildungsordnungen erarbeiten mit Hilfe der berufspädagogischen Handlungsforschung Konzepte, Modelle und Instrumente zur Verbesserung der Berufsbildungspraxis. Sie werden unter wissenschaftlicher Begleitung in der Praxis erprobt und in die Fachöffentlichkeit getragen. Das Ziel ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation innovativer Kompetenzmodelle.
Das bundesweit agierende Modellversuchsprogramm 'Flexibilitätsspielräume für die Aus- und Weiterbildung' öffnet sich zunehmend ins europäische Ausland und entwickelt dabei ein Spektrum von Transferaktivitäten, in dessen Fokus vor allem die Unternehmen, aber auch die Bildungsdienstleister sowie die nationale und transnationale Berufsbildungsforschung stehen. Des Weiteren wurde unter dem Motto 'Fit for business in Europe' ein Modul für einen Ausbildungsabschnitt deutscher Auszubildender im Ausland entwickelt und mit Erfolg eingesetzt. Diese neue Orientierung wird beispielhaft dargestellt.
In Modellversuchen werden Innovationen entwickelt, erprobt und evaluiert. Der Transfer als zentrale Komponente soll dazu führen, die Ergebnisse über den Kontext der einzelnen Projekte hinaus in der beruflichen Praxis zu verbreiten. Gleichzeitig gilt es die wissenschaftliche und politische Diskussion weiterzuentwickeln und notwendige Veränderungen anzuregen. Modellversuche haben die Berufsbildung weitreichend beeinflusst, auch wenn die Wirkungen nicht immer vollständig nachzuweisen sind. Diese Einflüsse sind wesentlich auf einen gelungenen (prozessbegleitenden) Transfer zurückzuführen. Das gilt für den unmittelbaren Transfer mit weitreichender Übernahme der Ergebnisse, aber auch für den mittelbaren Transfer in die Berufsbildungspraxis, die Wissenschaft und die Politik. Der Beitrag gibt einen Einblick in diese Arbeit.
Modellversuche spielen bei der notwendigen Erneuerung von Inhalten, Methoden und Strukturen der Berufsbildung seit Jahrzehnten eine bedeutende Rolle. Sie greifen innovative Trends auf und leiten beispielhaft praktische Schritte bildungspolitisch relevant erscheinender Neuentwicklungen auf breiter Ebene ein. Ihre seismographische und demonstrative Funktion erfüllen Modellversuche über das Zusammenwirken von Berufsbildungspraxis, -forschung und -politik. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) begleitet im Auftrag des Ministeriums für Bildung und Forschung die Wirtschaftsmodellversuche seit fast 30 Jahren. In dem Beitrag werden aktuelle Schwerpunkte der Modellversuchsarbeit vorgestellt: Innovative Bildungsdienstleister, Gestaltung der Ausbildung in kleinen Betrieben, Wissensmanagement in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, Prozessorientierung in der beruflichen Bildung.
Die gestaltungsoffenen Ausbildungsberufe erlauben den Betrieben, Flexibilitätsspielräume in der Ausbildung sinnvoll zu nutzen und mit betrieblichen Abläufen zu verbinden. Allerdings haben vor allem kleine und mittlere Unternehmen Schwierigkeiten mit der Umsetzung solcher innovativer Berufsbilder und benötigen Unterstützung von außen. Eine Vernetzung von betrieblichem Ausbildungsengagement mit den Leistungen eines externen Bildungsdienstleisters kann die Modernisierung der Ausbildung nachhaltig absichern. Ein Modellversuch zum "externen Ausbildungsmanagement" greift diese Problematik auf.
Der Beitrag stellt Konzepte und Ergebnisse eines BIBB- Modellversuches vor ("Qualifizierung zu Selbstmanagement und berufsbiographischer Flexibilität in der Aus- und Weiterbildung"), dessen Ziel die Förderung der Kompetenz von Auszubildenden und Ausgebildeten im Handwerk zur Gestaltung und Nutzung eigener beruflicher Veränderungen ist. Sie sollen lernen, Entwicklungsprozesse selbst zu gestalten. Neue Konzepte der Förderung von Lernkompetenz und Selfmarketing werden entwickelt und erprobt. Eine Besonderheit der Lerngruppe: es handelt sich um Menschen (Handwerksmeister, Gesellen, Auszubildende) mit unterschiedlichem Alter und unterschiedlichem berufsbiographischem Hintergrund (Wissen, Kenntnisse und Erfahrungen) - eine bisher untypische Zielgruppe für Angebote zur Förderung und Entwicklung von Kompetenzen der Laufbahngestaltung.
Unternehmensnahe Dienstleistungsbereiche, geprägt durch die IuK-Technik, gelten als Wachstumsbranchen mit positiver Beschäftigungsentwicklung - zunächst vor allem für Akademiker, Studenten und andere Quereinsteiger. Heute gewinnt die betriebliche Ausbildung an Bedeutung; sie wird als Möglichkeit der Personalrekrutierung positiv bewertet. Die neuen IT-, Medien- und kaufmännischen Ausbildungsberufe finden eine hohe Akzeptanz. Derzeit bildet ca. ein Drittel dieser jungen, innovativen Unternehmen aus, wobei das Ausbildungspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Hier zeichnet sich ein neuer Qualifikationsbedarf ab. Das sind Ergebnisse einer bundesweiten Studie und einer Call-Center-Befragung in Bremen.
In dem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit die neuen Beschäftigungsfelder im Informations- und Telekommunikationsbereich (IT) jungen Frauen und Männern gleichermassen neue berufliche Perspektiven eröffnen oder worin die Unterschiede im Zugang zu Ausbildung und Verlauf des Ausbildungsprozesses bestehen. Bezogen auf die vergangenen vier Jahre sind durchschnittlich nur 14 Prozent aller Auszubildenden in den neuen IT-Berufen Frauen. Die Ausbildungsquote von Frauen ist sogar leicht fallend trotz einer steigenden Zahl von Ausbildungsplatzangeboten. Der Beitrag zeigt, dass in den neuen IT- Berufen herkömmliche Geschlechtergrenzen neu entstehen.
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