Die Rekrutierung eines hohen Anteils von Auszubildenden aus dem Reservoir der "sozial Benachteiligten" im Handwerk führt häufig zu Konflikten in der beruflichen Bildung. Der adäquate Umgang mit diesen Auszubildenden erfordert ein gut qualifiziertes Ausbildungspersonal in Fragen der Konfliktmanagementfähigkeiten und der interkulturellen Kommunikationskompetenzen. Darüber hinaus ist eine Stärkung der institutionalisierten Formen von Konfliktregelungsmechanismen in und zwischen den mit der Ausbildung befassten Lernorten erforderlich. Das Projekt "Interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement für Ausbilder aus Betrieb, Bildungsstätte und Berufsschule" der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) soll Konflikte entschärfen helfen. Der Beitrag beschreibt den Hintergrund, die Durchführung und die Evaluierung des Projekts. Das Projekt offenbart einen hohen Aus- und Fortbildungsbedarf der handwerklichen Ausbilder in Fragen der pädagogischen Handlungskompetenzen. Die hohe Zahl von Ausbildungsabbrüchen macht deutlich, dass die Betriebe, insbesondere im Handwerk, im Umgang mit Jugendlichen überfordert sind. Statt Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung wäre eine Förderung der pädagogischen Grundqualifikation, insbesondere der betrieblichen Ausbilder, notwendig.
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