Die seit rund einem Jahrzehnt stattfindende Digitalisierung in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat sowohl Auswirkungen auf Qualifikationsanforderungen der Beschäftigten als auch auf die Ausgestaltung der Berufe. Unternehmen reagieren auf den veränderten Qualifikationsbedarf und bilden Fachkräfte zunehmend „hybrid“ aus, also an mechanischen, elektro- und informationstechnischen Anforderungen orientiert. Die 2018 teilnovellierten Metall- und Elektroberufe (M+E-Berufe) sowie der Beruf Mechatroniker/-in stoßen trotz der eingeführten Zusatzqualifikationen an ihre Grenzen. Auf Basis der aktuellen Entwicklungen in Unternehmen wird im Beitrag für die Gestaltung von Berufsbildern mit einem neuen Kern plädiert. Deren Neuausrichtung soll es ermöglichen, flexibler und passgenauer auf den Bedarf reagieren zu können.
Digitalisation has been taking place in the metal working and electrical industry for around a decade and is impacting both on the skills requirements of employees and on the structuring of the occupations themselves. Companies are reacting to the changed qualification needs by increasingly providing skilled workers with “hybrid” training, i.e. training which is aligned to mechanical, electrical and information technology requirements. The metal working and electrical occupations were partially updated in 2018 alongside the occupation of mechatronics fitter. Nevertheless, and despite the additional qualifications introduced, they are reaching their limits. Taking current developments at companies as its basis, the present article makes the case for adding a new core to the way in which occupational profiles are structured. The aim of such a realignment is to facilitate a more flexible and more precise reaction to needs.
The implementation of “Industry 4.0” in the manufacturing sector and related branches is bringing considerable changes in its wake. Skilled workers will be massively affected by this. In order to clarify the need for change, a study of all metal working and electrical occupations including IT occupations in the manufacturing sector was undertaken on behalf of the Bavarian Employers’ Associations for the Metalworking and Electrical Industries (bayme vbm). This involved comparing the occupational profile positions of the respective training occupations with changes identified and the requirements derived from such changes. This procedure is described in the article and illustrated by using the occupation of mechatronics fitter as an example.
Die Implementierung von »Industrie 4.0« im produzierenden Gewerbe und in angrenzenden Branchen zieht erhebliche Veränderungen nach sich. Fachkräfte werden davon massiv betroffen sein. Zur Klärung des Veränderungsbedarfs wurden im Auftrag der bayerischen Metall-und Elektro-Arbeitgeber (bayme vbm) in einer Studie alle Metall- und Elektroberufe einschließlich zweier IT-Berufe im produzierenden Gewerbe untersucht. Dabei wurden die Berufsbildpositionen der jeweiligen Ausbildungsberufe mit den ermittelten Veränderungen und den daraus abgeleiteten Anforderungen verglichen. Dieses Verfahren wird im Beitrag beschrieben und am Beispiel des Berufs Mechatroniker/-in veranschaulicht.
Die Verselbstständigung von IT-Systemen nimmt in der Entwicklung hin zu Industrie 4.0 Schritt für Schritt weiter zu, sodass sich Arbeit und Rolle von Fachkräften in Zukunft stark verändern werden. Die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt, die schon mit der Entwicklung des Internets der Dinge begann, wird zu Veränderungen in der Arbeitsorganisation, in den Arbeitsprozessen und damit in den Arbeitsanforderungen sowie in der Interaktion zwischen Mensch und Maschine führen. Basierend auf Ergebnissen zur Früherkennung von Qualifikationen zum Internet der Dinge im Produktionsbereich wird im Beitrag dargelegt, welche Weiterentwicklung es in den letzten fünf Jahren gegeben hat und welche Schlüsse daraus für die Kompetenzentwicklung im Zeitalter von Industrie 4.0 gezogen werden können.
IT systems are gradually increasing in their level of independence as developments move on towards Industry 4.0 with the result that in future there will be major changes in the work and role of skilled workers. The advances in automation and digitalisation of the world of work, which had already begun with the development of the Internet of Things, will result in changes in work organisation, work processes and, as a consequence, in job requirements and in the interaction between people and machines. Based on results relating to the early recognition of qualifications for the Internet of Things in the area of production, the article shows the development over the last five years and the conclusions which might be drawn from this for competence developments in the age of Industry 4.0.
Das Thema Qualitätssicherung bestimmt wie kaum ein anderes die aktuelle Diskussion in der beruflichen Ausbildung. Es reicht von der Bedeutung gut ausgebildeter Fachkräfte für die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen bis hin zur Frage, was man mit ‚guter' Ausbildungsqualität verbindet. Je nach Handlungsebene treten dabei andere Fragen in den Vordergrund. Der Beitrag nimmt die betriebliche Handlungsebene in den Blick und untersucht die reale Situation der Qualitätssicherung in der betrieblichen Ausbildung. Daraus werden schlussfolgernd Handlungsansätze zur Verbesserung der Qualitätssicherung und -entwicklung in Klein- und Mittelbetrieben abgeleitet.
Im Rahmen des europäischen ADAPT-Projektes Re-Use wurden der Recyclingsektor untersucht und eine Studie zu "Arbeit, Beschäftigung und Qualifikation" im Sektor erstellt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen standen die Beschäftigungsstrukturen, die Vielfalt der Arbeitsaufgaben, der Aufgabenwandel am Beispiel ausgewählter Betriebe, die Arbeits- und Geschäftsprozesse und die Aus- und Weiterbildungskonzpetionen der Betriebe. Im Beitrag werden der Aufgabenwandel (Spartenvielfalt, Kundenorientierung, Technikentwicklung) und daraus resultierende Konsequenzen für die Qualifizierung der Mitarbeiter im Recyclingsektor dargestellt. Die Autoren stellen zusammenfassend fest, dass in der Kreislaufwirtschaft verstärkt Qualifizierungsprozesse von unten etabliert werden müssen. Die Implementierung einer Berufsausbildung, ergänzt um Weiterbildungskonzepte, sollte angestrebt werden; es sind Konzepte zu entwickeln, die direkt an den Arbeitsprozessen anknüpfen und/ oder Lernen am Arbeitsplatz ermöglichen.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.