Cross occupational competences have long been seen as an opportunity to structure vocational education and training on a broader basis and in a more future-looking way. A plea for a core skills concept which would act as a starting point for educational debate and in which the main focus would be placed on the conflicting relationship between occupation-specific and cross occupational competences was published by Mertens in 1974 and still holds general sway. The article uses the following questions to shed light on this conflicting relationship. How can cross occupational competences be delineated from occupation-specific competences? Can occupation-specific competences be transferred beyond their direct action context, and how can they be imparted in initial and continuing training or be acquired at the company? The article states a number of key points relating to the debates and concludes by indicating the necessity of promoting cross occupational competences at the various VET learning venues.
Berufsübergreifende Kompetenzen werden seit Langem als Möglichkeiten gesehen, die berufliche Bildung breiter und zukunftsorientierter aufzustellen. Allgemein gilt das von Mertens 1974 veröffentlichte Plädoyer für ein Konzept von Schlüsselqualifikationen als Startpunkt der Bildungsdiskussion, in der vor allem das Spannungsverhältnis zwischen berufsspezifischen und berufsübergreifenden Kompetenzen im Fokus steht. Dieses Spannungsverhältnis wird im Beitrag anhand folgender Fragen beleuchtet: Wie sind berufsübergreifende von berufsspezifischen Kompetenzen abzugrenzen? Können berufsspezifische Kompetenzen über ihren unmittelbaren Handlungskontext hinaus transferiert werden und wie können sie in der Aus- und Weiterbildung vermittelt bzw. im Betrieb erworben werden? Der Beitrag benennt einige Kernpunkte der Diskurse und verweist abschließend auf die Notwendigkeit der Förderung von berufsübergreifenden Kompetenzen an den verschiedenen Lernorten der Berufsbildung.
Rezension zu: Von der Arbeitsanalyse zur Diagnose beruflicher Kompetenzen. Methoden und methodologische Beiträge aus der Berufsbildungsforschung / Matthias Becker, Martin Fischer, Georg Spöttl (Hrsg.)
Bei der Messung beruflicher Handlungskompetenz konnten im gewerblich-technischen Bereich bislang die korrelierenden Fachkompetenzdimensionen Fachwissen und die Fähigkeit, dieses Fachwissen in komplexen Anforderungskontexten anzuwenden, als eigenständige Dimensionen empirisch bestätigt werden. Zur Kompetenzdiagnostik stehen einige Verfahren zur Verfügung, doch nur wenige genügen psychometrischen Standards und sind praktikabel. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Kfz-Mechatronik, dass Computersimulationen psychometrisch hochwertige und praktikable Verfahren zur Messung zentraler Fachkompetenzen sind. Zudem zeigt sich übereinstimmend mit den Befunden zur Struktur der Fachkompetenz ein hoher Zusammenhang zwischen praxisnahem Fachwissen und Diagnosekompetenz, wobei die Höhe der Korrelation gegen ein Zusammenlegen beider Facetten spricht.
Drei Jahre Testerfahrung im Bereich der Large- Scale-Kompetenzdiagnostik (LS-KD) im Berufsfeld Elektrotechnik erlauben eine erste Bilanz der Möglichkeiten und Grenzen dieses neuen Instruments zur Erhebung beruflicher Kompetenz. Anders als bei Prüfungen können die Kompetenzniveaus und -profile von Testgruppen aus unterschiedlichen Formen der Berufsausbildung vergleichend bestimmt werden. Voraussetzung dafür ist ein psychometrisch überprüftes Kompetenz- und Messmodell. Die Erhebung von Kontextdaten macht aus diesem Verfahren ein leistungsfähiges Instrument zur Analyse und Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse und -strukturen. Im Beitrag werden konzeptionelle Grundlagen und Befunde des am Institut für Berufsbildung (I:BB) Bremen durchgeführten Projekts KOMET vorgestellt.
Mit dem Konzept für ein Forschungsprogramm geben namhafte Berufsbildungsforscher/-innen aus Universitäten und Forschungsinstituten einen Anstoß für eine systematische Förderstrategie zur Kompetenzmessung in der Berufsbildung. Im hier vorgeschlagenen Forschungsprogramm werden sowohl der wissenschaftliche als auch der politische Kontext thematisiert und die Relevanz von Ergebnissen beruflicher Kompetenzdiagnostik in verschiedenen Anwendungsbereichen aufgezeigt.
Die Beiträge im Themenschwerpunkt dieser Ausgabe stellen zentrale Modelle und Verfahren zur Kompetenzmessung in der Berufsbildung vor und beleuchten diese vor ihrem Entstehungskontext und mit Blick auf ihre Ziele. Damit will die BWP-Ausgabe Transparenz in einem komplexen Feld schaffen und Schnittstellen zu Anwendungsfeldern aufzeigen.Im Editorial betont BIBB-Präsident MANFRED KREMER, dass man um die Entwicklung valider Instrumente zur Kompetenzmessung nicht umhin kommt, wenn man Kompetenzorientierung als Leitkonzept in der Berufsbildung ernst nimmt. Er weist auf den von einer Gruppe ausgewiesener Wissenschaftler/-innen erarbeiteten Vorschlag für ein Forschungsprogramm „Kompetenzdiagnostik in der beruflichen Bildung“ hin, der dieser Ausgabe beiliegt.Im BWP-Interview erläutert der neue Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, DR. HELGE BRAUN, die im Koalitionsvertrag vereinbarten bildungspolitischen Ziele für die kommenden vier Jahre.In der neuen Rubrik “Berufsbildung in Zahlen“ wird auf der Grundlage der aktuellen Ausbildungszahlen aufgezeigt, dass sich ein Großteil der abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf nur wenige Berufe beschränkt und weibliche Jugendliche den Fokus noch enger ziehen als männliche.
Kompetenzmessung und -bewertung (Kompetenzdiagnostik) gewinnen für die berufliche Bildung zunehmend an Bedeutung. In den Abschlussprüfungen soll nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) die berufliche Handlungsfähigkeit erfasst und beurteilt werden. Vor der Berufsbildungsforschung steht die Frage, auf welcher theoretischen und konzeptionellen Grundlage Kompetenzen gemessen und bewertet werden können. Dazu ist zu klären, was Kompetenz ist und wie dieses Kompetenzverständnis in Ausbildungsordnungen verankert werden kann. Im Beitrag wird ausgehend von der Kompetenzdiagnostik in der Berufsausbildung die Diskussion um Kompetenzorientierung in Ausbildungsordnungen aufgegriffen, und es werden Elemente eines Modells vorgeschlagen, mit dessen Hilfe berufliche Kompetenzen in Ausbildungsordnungen systematisch abgebildet werden können.
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