Berufliches Abschlußniveau, Erwerbsbeteiligung und Erwerbskontinuität der Frauen in der DDR waren deutlich höher als bei den Frauen im alten Bundesgebiet. Dennoch waren in beiden Teilen Deutschlands Frauen gegenüber Männern beruflich benachteiligt. Der Beitrag stellt zunächst die Erwerbstätigkeit und Ausbildung von Frauen in den alten Bundesländern dar und untersucht anschließend, wie sich die berufliche Situation der Frauen in den neuen Ländern entwickelt hat und wie die Zukunftsperspektiven aussehen.
Meister aus der ehemaligen DDR haben ein Qualifikationsniveau, das dem der Industriemeister in den alten Bundesländern entspricht. Die Qualifizierung zum Industriemeister erfolgte dennoch teilweise über andere Inhalte. Trotz formaler Anerkennung der in der ehemaligen DDR erworbenen Meisterabschlüsse nach dem Einigungsvertrag ist es angemessen, vorhandene Defizite auszugleichen und in Qualifizierungsmaßnahmen die Kenntnisse zu vermitteln, die der Arbeitsmarkt jetzt auch den Meistern der ehemaligen DDR abverlangt. Um die Abweichungen zwischen der Meisterqualifizierung in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik zu identifizieren und die Voraussetzungen für die Ermittlung von Qualifizierungsbedarf für VE-Meister zu liefern, werden am Bundesinstitut die Inhalte der Meisterqualifizierung miteinander verglichen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, laufende und geplante Qualifizierungsmaßnahmen für Meister in den neuen Bundesländern zu strukturieren, zu vereinheitlichen und qualitativ zu bestimmen.
Über die mit Lehrprogrammen erreichbaren Lernerfolge gibt es wenig gesichertes Wissen. Hohe Erwartungen, oft gekoppelt mit Unkenntnis und Naivität über die Lernvoraussetzungen und Einsatzbedingungen, werden häufig enttäuscht. Hinzu kommt, daß sich generell Lernerfolge, die sich in verbesserter Handlungsfähigkeit äußern, nicht sofort messen lassen und Ursache-Wirkungs-Zuordnungen meist nur schwer möglich sind. Der Beitrag liefert auf der Grundlage einer empirischen Vergleichsuntersuchung von traditionellen Lehrgängen und neuen Lehrprogrammen Daten zur pädagogichen Wirksamkeit beider Vorgehensweisen.
Ein empirischer Vergleich der Berufssituation und des Berufserfolgs jüngerer Frauen und Männer in qualifizierten Angestelltenberufen des kaufmännisch-verwaltenden Bereichs
Frauen haben in der Allgemeinbildung und der Berufsausbildung in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht und gegenüber den Männern immens aufgeholt. Die bildungsmäßigen Verbesserungen schlagen sich jedoch nicht in entsprechenden Verbesserungen der beruflichen Situation von Frauen, d. h. in der Angleichunq an die berufliche Situation der Männer nieder. Noch immer liegen die Frauen im Einkommen und in der beruflichen Position im Durchschnitt weit hinter den Männern. Das wird in der Regel darauf zurückgeführt, daß viele Frauen aufgrund familiärer Verpflichtungen teilzeitbeschäftigt sind oder die Erwerbsarbeit unterbrechen und eine geringere Beschäftigungsdauer bzw. -erfahrung vorzuweisen haben. Im folgenden soll zunächst noch einmal kurz der Bildungsanstieg der bundesrepublikanischen Frauen und Mädchen veranschaulicht werden. Dann wird anhand eines empirischen Vergleichs des Berufserfolgs qualifizierter junger Frauen und Männer der Frage nachgegangen, ob die Faktoren Bildung, Arbeitszeitumfang und Beschäftigungsdauer für die berufliche Situation bzw. für die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern ausschlaggebend sind. Wäre dem so, müßten gleich gut qualifizierte jüngere Frauen und Männer, die im erlernten Beruf vollzeitbeschäftigt sind, gleichgestellt sein.
In der Berufsbildung wird der Erfahrungsaustausch zwischen den Staaten immer bedeutsamer. In diesem Rahmen wird das Berufsbildungssystem der Deutschen Demokratischen Republik vorgestellt. Das duale System der Bundesrepublik Deutschland ist jedoch nicht mit der Berufsausbildung in der DDR gleichzusetzen. Anhand von Thesen werden die Ausbildungsmerkmale wie z.B. Betrieb und Schule, Allgemein- und Spezialbildung, Schlüsseltechnologien und Berufsbildung in dem Artikel ausführlich erläutert. Ferner wird die Wichtigkeit des Zusammenhangs von Ausbildung und Weiterbildung hervorgehoben. Die "Anschlußbildung" sollte bereits in den Lehrplänen der beruflichen Ausbildung berücksichtigt werden.
Die Gewerbliche Berufsschule Salzgitter und die Stahlwerke Peine-Salzgitter AG (P+S), führen in gegenseitiger Abstimmung und unter wissenschaftlicher Begleitung durch das BBF einen Modellversuch zum Berufsgrundbildungsjahrim Berufsfeld "Metall" durch; der im Frühjahr 1974 begonnene Hauptversuch ist als Vergleichsuntersuchung zwischen Jugendlichen im Berufsgrundbildungsjahr und im herkömmlichen 1. Ausbildungsjahr und zugleich als Verlaufsuntersuchung über die Dauer der gesamten Ausbildung der Versuchsgruppen angelegt. Der vorliegende Situationsbericht aus dem 2. Ausbildungsjahr gibt Eindrücke und Erfahrungen der Beteiligten und Verantwortlichen aus Ausbildungsbetrieb und Berufsschule wieder, und zwar zu einem Zeitpunkt, als die ehemaligen Berufsgrundschüler bereits ungefahr ein halbes Jahr betrieblicher Fachbildung in der Lehrwerkstatt des aufnehmenden Ausbildungsbetriebes durchlaufen hatten.
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