Stellt der Besuch einer voll qualifizierenden Berufsfachschule eine vollwertige Alternative zur Ausbildung im dualen System dar? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung nach. 1250 Absolventen von Berufsfachschulen, die 1994 ihren Berufsabschluss erworben haben, wurden über ihren Berufsweg befragt. Einbezogen waren die Berufsbereiche naturwissenschaftliche Assistenten, kaufmännische Assistenten und personenbezogene Dienstleistungsberufe sowie Abgänger von höheren Handelsschulen. In dem Beitrag werden Ergebnisse zu den Erfahrungen von Absolventen vier Jahre nach Abschluss der Ausbildung vorgestellt, zudem wird von einem Erfahrungsaustausch zwischen Alt- und Neuabsolventen berichtet sowie die mit dem Bildungsgang verbundenen Chancen aus der Sicht der ausbildenden Schulen eingeschätzt.
Der Geschäftsführer der Stiftung Aus- und Weiterbildung Rogaland, Stavanger, Norwegen, Ole Imsland, wurde über die aktuellen Reformen in der beruflichen Bildung befragt. Die Reform hat sich das Ziel gesetzt, ein Berufsbildungssystem aufzubauen, das sowohl den Bildungsbedürfnissen der Jugendlichen als auch den Interessen der Wirtschaft nach qualifizierten Mitarbeitern Rechnung trägt. Die Jugendlichen sollen vor allem auf ein lebenslanges Lernen vorbereitet werden, das sowohl Durchlässigkeit und sozialen Aufstieg als auch spätere Fortbildung und Umschulung erleichtert. Wichtigster Eckpunkt der Reform war, dass jedem Jugendlichen ein Ausbildungsplatz vom Staat garantiert wird. Die Ausbildung ist modularisiert, jeweils erfolgreich durchlaufene Ausbildungsjahre werden zertifiziert. Die Schulen haben sich in Norwegen in ihrem Selbstverständnis gewandelt und sich stärker der Weiterbildung geöffnet; sie wurden zu Ressourcen-Zentren für die Regionen ausgebaut und bieten der Öffentlichkeit und der privaten Industrie Weiterbildung an.
Der Beitrag verweist auf die zurückgehende Ausbildungsbeteiligung ausländischer Jugendlicher im dualen System. Nach einer positiven Entwicklung bis 1994 ist ein deutlicher Rückgang festzustellen, der im Zusammenhang mit dem rückläufigen Lehrstellenangebot Mitte der 90er Jahre, gekoppelt mit einer steigenden Zahl von Schulabgängern, zu sehen ist. Ausbildungsplatzbewerber ausländischer Herkunft sind zudem durch betriebliche Einstellungsverfahren häufig benachteiligt. Ohne Gegensteuerung ist davon auszugehen, dass dieser negative Trend sich verstärkt und die Chancen dieser Jugendlichen auf eine qualifizierte Berufsausbildung - insbesondere in attraktiven Berufen und Branchen - und damit auf eine tragfähige berufliche Integration weiter stagnieren.
Auf Initiative des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie hat das Bayerische Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst in Zusammenarbeit mit den Firmen AUDI AG Ingolstadt, BMW AG Dingolfing und Fa. Mann und Hummel GmbH Marklhofen ein Konzept erarbeitet, so dass besonders leistungsfähige Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss in einem insgesamt dreijährigen Bildungsgang sowohl den Abschluss einer beruflichen Erstausbildung als auch die Fachhochschulreife erwerben können. Der Modellversuch hat im Herbst 1994 an den Standorten Ingolstadt und Dingolfing begonnen und endet voraussichtlich im Sommer des Jahres 1999. Bisher sind die Ausbildungsberufe Industriemechaniker und Energieelektroniker daran beteiligt. Es ist geplant, den Modellversuch auch für andere Berufe bzw. Berufsfelder zu öffnen. Der Beitrag beschreibt die Zielsetzungen, die Erwartungen und erste Ergebnisse aus der Sicht der am Modellversuch beteiligten Firmen und des Staatsinstituts für Schulpädagogik und Bildungsforschung, Abteilung Berufliche Schulen.
Mit der Revision des europäischen Sozialfonds für den Zeitraum 1994 bis 1999 wurde der sachliche Geltungsbereich für eine Unterstützung von Behinderten ausgedehnt. Der Beitrag informiert über verschiedene EG-Programme zur Förderung der beruflichen Rehabilitation und Integration von Behinderten.
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