Mit Learning Analytics werden allgemein sozio-technologische Data-Mining-, Analyse- und Interventionspraktiken bezeichnet, die das Ziel verfolgen, Bildungsprozesse individuell und systemisch zu unterstützen. Trotz umfassender Potenziale werden Learning Analytics nur zögerlich in der Berufsbildung eingesetzt. Als Gründe werden Defizite in organisatorischen Strukturen sowie mangelnde personelle und technologische Ausstattungen der Organisationen genannt. Dieser Beitrag analysiert Entwicklungslinien um Learning Analytics, skizziert den damit verbundenen aktuellen Forschungsstand, stellt ein holistisches Rahmenmodell für Learning Analytics-Systeme vor und reflektiert ethische und datenschutzrechtliche Prinzipien.
Überbetriebliche Berufsbildungsstätten unterstützen Ausbildungsbetriebe bei der betrieblichen Ausbildung durch ergänzende Lehrgänge und ermöglichen darüber hinaus auch Fort- und Weiterbildung. Seit dem Jahr 1973 stellt das BMBF Fördergelder für die Ausstattung und Modernisierung der Infrastruktur dieser Einrichtungen zur Verfügung. Damit und durch eine hohe Flexibilität in der Ausgestaltung bedarfsorientierter Qualifizierungsangebote entwickelten sich die ÜBS kontinuierlich fort. Der Beitrag stellt die Wandelbarkeit dieses Lernorts vor. Ausgehend vom allgemeinen Bildungsauftrag werden die Entwicklungen anhand spezieller Förderprogramme nachgezeichnet und Zukunftschancen der Bildungsstätten diskutiert.
Ein Konzept europäischer Kernberufe wurde bereits Anfang der 1990er Jahre diskutiert. Gegenwärtig beleben die Vorschläge für einen Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) und für ein Leistungspunktesystem in der Berufsbildung (ECVET) die Diskussion wieder. Ob dabei Berufe eine Rolle spielen sollen und welches „Berufsbildungskonzept“ in Europa konsensfähig ist, ist noch ungeklärt. Kernberufe können die Basis für den jeweiligen Kontext einer sektorbezogenen „ECVET-Ausstattung“ bilden und ein wichtiger Beitrag für einen europäisch ausgerichteten Berufsbildungsdialog der Sozialpartner und Politik sein. Sie können dann die Plattform bieten für EQR, für ECVET und andere Instrumente. Im Folgenden wird geprüft, ob die Etablierung europäischer Kernberufe eine Chance ist, die europäische Berufsbildungsdiskussion um ein modernes Beruflichkeitskonzept anzureichern.
Im Rahmen des Projekts "Lehrling Online" wurden in Bremen Auszubildende des neugeordneten Berufes "Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik (SHK) nach Ausstattung und Nutzung von Computern/Anwendungen zu Hause und im Ausbildungsbetrieb befragt. Es zeigte sich, daß Berufsschüler, insbesondere die Klientel für die SHK-Ausbildung, wenig Erfahrungen und selbst gesteuerte Voraussetzungen für IT-basierte Techniken mitbringen und in den Handwerksbetrieben der größte Nutzenanteil der Rechner noch im Bereich der Verwaltungsaufgaben liegt.
Eine Vielzahl kleiner und weniger grosse Weiterbildungsanbieter werben um Kunden und um öffentliche Fördermittel. Angesichts des aktuellen förderpolitischen Wandels wächst der Druck zu Selbst- und Fremdevaluation von Bildung; der Wettbewerb von Anbietern verschärft sich. Dennoch besteht eine hohe Bereitschaft zur Kooperation innerhalb des Weiterbildungsmarktes und mit anderen Partnern aus dem Bereich Bildung, Forschung und Technologietransfer. Zusammengearbeitet wird vor allem bei Angebot, Ausstattung und Personal. Dies zeigte eine Befragung im Rahmen des wbmonitor im Herbst 2002. Der wbmonitor, das Weiterbildungsreferenzsystem des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) analog zum Referenzbetriebssystem (RBS) ist eine Initiative für mehr Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt. Einmal jährlich werden Strukturdaten erhoben und Anbieter beruflicher Weiterbildung zu aktuellen Entwicklungen befragt.
Vorgestellt werden erste Ergebnisse einer Befragung von Berufsfachschulabsolventen/-innen des Jahres 1998, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 1999 durchgeführt hat. Von besonderem Interesse sind dabei Fragen nach dem Verbleib, nach der Verwertung der an den Berufsfachschulen erworbenen Qualifikationen und nach Ausbildungsdefiziten, und zwar primär im Vergleich zwischen verschiedenen Berufsgruppen, aber auch verschiedenen Absolventenjahrgängen und mit Absolventen des dualen Systems. In die Untersuchung einbezogen waren die Länder Baden- Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen mit Bildungsgängen aus drei Berufsbereichen (Technische Assistentinnen, Wirtschaftsassistentinnen, Dienstleistungsassistentinnen). Die Ergebnisse zeigen insgesamt, dass Berufsfachschulen eine Multifunktionalität haben und einen eigenständigen Beitrag im deutschen Berufsbildungssystem leisten; ihre Bildungsgänge werden weiter an Bedeutung zunehmen, weil sie in hohem Masse auch für Dienstleistungstätigkeiten qualifizieren. Um den Weg über die Berufsfachschule noch attraktiver und erfolgreicher zu machen, müssten mehr Praxisnähe, eine moderne Ausstattung und die Förderung überfachlicher Qualifikationen sichergestellt werden.
Vernetzte Lernsysteme in der betrieblichen Berufsbildung stehen am Anfang der Entwicklung, es gibt noch wenig praktische Beispiele und noch wenig entwickelte Konzeptionen. In der Mehrzahl der Anwendungsbeispiele für Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) herrscht die reine Arbeitsanwendung vor, Qualifizierungsanwendungen sind meist Offline- Anwendungen (CBT-Lernprogramme). Das haben Erhebungen im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung ergeben. Betriebe wurden befragt nach der Ausstattung mit IuK-Technologien, der Nutzung von IuK-Technologien und nach den Formen der beruflichen Bildung mit IuK-Technologien. Es wird das Fazit gezogen, dass, wenn das Lernpotenzial der neuen Medien in vollem Umfang ausgeschöpft werden soll, ein den jeweiligen Zwecken angemessenes didaktisches Konzept zugrunde gelegt werden muss.
Der Beitrag stellt ausgewählte empirische Befunde einer Untersuchung zum Stand der Internetverbreitung und -nutzung in den neuen Bundesländern dar. Klein- und Mittelbetriebe wurden befragt, inwieweit die technischen Voraussetzungen gegeben sind, wozu und in welchem Umfang die Betriebe das Internet aktuell und zukünftig nutzen wollen, wie sie den aktuellen und den zukünftigen Nutzen beurteilen und wie die Nutzung des Internets durch Qualifizierungsangebote unterstützt werden kann. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass das technologische Potential und die Bereitschaft für den Umgang mit dem Internet im hohen Maße vorhanden sind. Sektorale Differenzierungen müssen berücksichtigt werden. Der zukünftige Nutzen wird positiver als der aktuelle eingeschätzt. Die eher gering ausgeprägte Internetkompetenz erzeugt einen grossen Qualifizierungsbedarf, wobei sich branchenspezifische Unterschiede zeigen.
Der Beitrag informiert über ein Modellprojekt zur Planung einer überbetrieblichen Berufsbildungsstätte (ÜBS) unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte. Eingegangen wird auf die ökologischen Ziele, die Planungsphasen und das begleitende didaktische Konzept. Auf der Basis dieser Planung soll vom Bundesinstitut für Berufsbildung eine Planungshilfe zur Berücksichtigung ökologischer Aspekte beim Bau und der Ausstattung von ÜBS erstellt werden.
Im Rahmen zweier Projekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden rund 1.500 Betriebe nach ihrer Ausstattung mit Computern und Netzen sowie deren Nutzung für die Arbeit und die Aus- und Weiterbildung befragt. Festgestellt wurde, dass IuK-Techniken in hohem Umfang in der Arbeit und weniger in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Das Lernen am Arbeitsplatz ist die in Klein- und Mittelbetrieben am meisten praktizierte Lernform, wenn es um den Einsatz von IuK-Technologien im Lernprozess geht. Netze zur lernortübergreifenden Aus- und Weiterbildung werden lediglich von wenigen Großbetrieben genutzt. Insgesamt ist die Einstellung der Befragten zum Einsatz von IuK-Technologien in der beruflichen Bildung, vor allem in Kleinbetrieben, positiv. Vorteile werden vor allem im flexiblen zeitlichen Einsatz, der Unabhängigkeit vom Lernort, der Möglichkeit des selbstgesteuerten Lernens und im Zugriff auf Informationen im Netz gesehen.
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