Ist die althergebrachte Idee des ehrbaren Kaufmanns noch zeitgemäß angesichts moderner Unternehmen und Märkte? Und passen allgemeinpädagogische Ansätze der Werte- und Moralerziehung zu den spezifischen Zielen und Bedingungen der Berufsbildung? Der Beitrag skizziert ein wirtschaftsdidaktisches Konzept, das demgegenüber die Relevanz moderner Wirtschafts- und Unternehmensethik betont. Als zeitgemäßes Leitbild für die Fortschreibung der berufsmoralischen Bildung von Kaufleuten könnte Sozialpartnern und Wirtschaftslehrkräften die Figur des mündigen Wirtschafts- und Organisationsbürgers dienen.
Vor über zwei Jahren ist die Ausbildungsduldung durch das Integrationsgesetz vom 31.07.2015 reformiert worden. Obwohl die Vorgängerregelung mit der Einführung der sogenannten »3+2-Lösung« deutlich erweitert wurde, will die Kritik aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht abreißen. Ursächlich dafür ist auch die weit verbreitete Unsicherheit über die Voraussetzungen und Reichweite der Ausbildungsduldung. Der Beitrag beleuchtet daher aktuelle Fragestellungen und berücksichtigt dabei die neuesten Verwaltungsvorschriften des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 30.05.2017.
Im Beitrag werden die Ergebnisse einer Studie im Landkreis Erding vorgestellt, die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt einer wirtschaftsstarken Region in den Blick nimmt. Dabei werden die Ursachen des Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage beleuchtet. Im Ergebnis zeigen sich Passungsprobleme zwischen den Bedarfen und Erwartungen von Betrieben und Jugendlichen. Auf dieser Grundlage werden abschließend Lösungsansätze skizziert, die für Betriebe, die Kommunalverwaltung und Bildungsträger im Landkreis von Bedeutung sind.
Seit dem vergangenen Jahr werden im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bundesinstitut für Berufsbildung Gemeinsamkeiten und Unterschiede kaufmännisch-betriebswirtschaftlicher Ausbildungsberufe untersucht. Hierzu werden systematisch entsprechende Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne hinsichtlich ihrer Lerninhalte und Kompetenzbeschreibungen analysiert. Der Beitrag stellt die Entwicklung und Anwendung eines computergestützten Analyseinstruments und die dabei auftretenden Probleme vor. Das gewählte Verfahren bietet die Möglichkeit, umfangreiche Dokumente zu analysieren und zugleich ein Instrumentarium zu entwickeln, das systematische Berufsvergleiche erlaubt. Damit wird eine lange Zeit vernachlässigte Fragestellung der Berufsbildungsforschung wieder aufgegriffen.
Im Vordergrund der Verwaltungsmodernisierung in Deutschland steht das sog. "Neue Steuerungsmodell". Es ersetzt die traditionelle, am Finanzmitteleinsatz ausgerichtete Steuerung (Input-Steuerung) durch eine Steuerung mittels Kennzahlen und moderner verwaltungsbetriebswirtschaftlicher Instrumente - geprägt von einer produktorientierten Zielerreichung (Output-Steuerung). Durch diese Entwicklungen ergeben sich geänderte Qualifikationsanforderungen an die Fachkräfte im öffentlichen Dienst, die zukünftig ihren Niederschlag in den Ausbildungsordnungen finden sollten. Der Beitrag faßt wesentliche Ergebnisse eines als Vorstudie konzipierten Forschungsvorhabens zusammen (Elsner, M: Vom regel- und verfahrensorientierten Staatsdiener zum ergebnisorientierten Public Manager, Wissenschaftliches Diskussionspapier, Nr. 72, Bonn 2004).
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (www.bibb.de) hat ein Forschungsprojekt zur "Evaluation der Büroberufe" durchgeführt, dessen Ergebnisse und Überlegungen zur Neuordnung nun vorliegen. Die Evaluation der Ausbildungsordnungen zeigt, ob und wie die Intentionen der Neuordnung vor zehn Jahren in der betrieblichen und schulischen Ausbildung sowie in den Prüfungen umgesetzt werden. Dabei wird auch geklärt, wie Qualifikationen verwertet werden und wieweit die Ausbildungsordnungen anforderungsgerecht gestaltet sind. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse und daraus abzuleitende Schlussfolgerungen für eine weitere Neuordnung der Büroberufe. Ergebnis der Evaluation ist, dass die Büroberufe als Querschnittsberufe in allen Wirtschaftszweigen und in der öffentlichen Verwaltung unabhängig von der Betriebsgröße akzeptiert sind. Im Unterschied zu der bisher eher binnenorientierten Ausrichtung der Büroberufe auf die Schwerpunkte Rechungs- und Personalwesen werden diese Berufe sich zukünftig stärker an den Bereichen Kundenorientierung, Projekt- und Qualitätsmanagement orientieren unter der Berücksichtigung neuer Einsatzgebiete, insbesondere E- Government, Call Center, Kundendienst und Sachbearbeitungsaufgaben in öffentlichen Verwaltungen.
Der Beitrag ordnet die zwanzig Empfehlungen des überparteilichen Forums "Jugend - Bildung - Arbeit" zur Überwindung der Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit junger Menschen in den berufsbildungspolitischen Kontext ein. In diesem Forum hatten sich 32 unabhängige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und sozialer Praxis zusammengeschlossen und ein Memorandum erarbeitet, das am 26. Juni 1998 dem Bundespräsidenten übergeben wurde. Gefordert werden insbesondere strukturelle Veränderungen im Ausbildungssystem und bei den Fördermaßnahmen.
Nach der Wiedervereinigung des Landes im Jahre 1975 wurde in Vietnam ein einheitliches allgemeines Schulsystem eingeführt. In dem Beitrag wird die Struktur des nationalen Bildungssystems und der Berufsbildung (Erstausbildung, Weiterbildung, Verwaltung) in Vietnam dargestellt. Eingegangen wird weiterhin auf die Qualifizierung der Lehrkräfte und auf eine Reihe von Problemen, die vor allem durch den Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft entstehen.
Dargestellt werden Stand und Entwicklung dualer Ausbildungsgänge im Bundesstaat Maine, bei denen im Rahmen des "Maine Career Advantage Program" die Prinzipien des deutschen dualen Systems, ergänzt um neue Systemkomponenten, eingeführt werden. Das Programm wird vom "Maine Technical College System" betreut, das auch den Unternehmen gegenüber als Vertragspartner auftritt. Die Bandbreite der Berufsfelder, in denen ausgebildet wird, reicht von Wirtschaft und Verwaltung über die klassischen Produktions- und Wartungsberufe der Metall- und Elektroindustrie bis hin zu Hauswirtschaft und Gesundheit. Der Beitrag informiert über die Finanzierung des Programms, die Kooperation von Betrieben und Schulen, die ersten Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen in der Bundesrepublik.
Der Ausbildungsberuf "Steuerfachangestellter/ Steuerfachangestellte" ersetzt den 1978 in Kraft getretenen Ausbildungsberuf "Fachgehilfe/Fachgehilfin in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen". Der Beitrag beschreibt das Erarbeitungs- und Abstimmungsverfahren und die wichtigsten Veränderungen und Ergebnisse der Neuordnung.
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