Ein zentraler Faktor für die gelingende Wissensvermittlung im Ausbildungsbetrieb ist die direkte Kommunikation zwischen Ausbilder/-innen und Auszubildenden. Auf Basis einer aktuellen WIFO-Studie werden im Beitrag am Beispiel der metalltechnischen Industrie in Niederösterreich hierzu Ergebnisse präsentiert und Maßnahmen vorgestellt, die Betriebe als besonders wirksam wahrnehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gestaltung der Kommunikation und die unmittelbare Interaktion zwischen dem Ausbildungspersonal und den Auszubildenden.
Auswertungen von Daten des BIBB-Qualifizierungspanels und Interviews mit Ausbildungsverantwortlichen weisen auf zunehmende innerbetriebliche Spannungsfelder hin. Dies betrifft zum einen die Rekrutierung von Ausbilderinnen und Ausbildern und zum anderen den Betreuungsaufwand und die Sicht auf die jugendliche Zielgruppe und ihre Bedürfnisse.
Der technologische Wandel verändert die Qualifikationsanforderungen und erfordert Anpassungen in der Ausbildung. Die technikoffen formulierten Lernziele in den Ausbildungsordnungen eröffnen Gestaltungsspielräume, die eine Anpassung der Ausbildung an die geänderten technischen Rahmenbedingungen, aber auch an die jeweiligen betrieblichen Erfordernisse ermöglichen sollen. Wie diese Flexibilität umgesetzt werden kann und welche Konsequenzen sich für das Ausbildungspersonal daraus ergeben, wird in diesem Beitrag am Beispiel der Wasserstofftechnologien erörtert.
Die Berichte zum künftigen Fachkräftebedarf in der Pflege überschlagen sich. Neben der Anwerbung von Pflegefachpersonen aus dem Ausland ist die inländische Ausbildung der Grundstein, um den Bedarf an Fachkräften zu decken. Es bilden aber längst nicht alle Betriebe Pflegefachfrauen und -männer aus. Der Beitrag stellt dar, welche Gründe Pflegeeinrichtungen für ihre Ausbildungsabstinenz nennen und was aus ihrer Sicht dennoch für die Ausbildung von Pflegefachfrauen und -männern spricht. Außerdem werden die Einstellungen von nicht ausbildenden und ausbildenden Einrichtungen bezüglich der generalistischen Pflegeausbildung verglichen.
Zur Begegnung von Fachkräfteengpässen wird ein Bündel an Maßnahmen diskutiert. Welche Bedeutung Betriebe einzelnen Strategien zur Sicherung des Fachkräftebedarfs beimessen, untersucht der Beitrag auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Aus- und Weiterbildung gerichtet und der Frage nachgegangen, welche Betriebe von diesen Möglichkeiten der Fachkräftesicherung besonders häufig Gebrauch machen.
Ein ganzheitlicher Bildungsauftrag ist laut Berufsbildungsgesetz Kernelement der Ausbildung im dualen System. Angesichts zunehmender Politikverdrossenheit und Populismus fragen sich ausbildende Betriebe verstärkt, welche Aspekte politischer Bildung sie vermitteln können, ohne Gefahr zu laufen, seitens der Auszubildenden als weltanschaulich tendenziös oder manipulativ wahrgenommen zu werden. Der Beitrag zeigt auf, welche Anknüpfungspunkte hierfür die seit 2021 geltenden Standardberufsbildpositionen bieten. Ziel ist es u. a., übergreifende Kompetenzen, die auch Teil der beruflichen Handlungsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt sind, über die gesamte Ausbildung zu fördern. Dazu gehören auch gesellschaftlich-demokratische Kompetenzen und Werte wie Partizipation, Diskursfähigkeit, Solidarität und Toleranz.
According to the Vocational Training Act, a holistic educational remit forms a core element of training in the dual system. In light of increasing political disenchantment and popularism, more and more companies providing training are wondering which aspects of civic education they can impart without running the risk of being perceived by the trainees as ideologically biased or manipulative. This article illustrates the points of reference offered in this regard by the standards in all occupational profile positions, which have been applicable since 2021. One of the aims is to foster cross-cutting competencies, which also form part of the employability skills set in the modern world of work, over the entire apprenticeship. These also include societal and democratic competencies and values such as participation, the ability to enter into discourse, solidarity and tolerance.
Welchen Beitrag können Unternehmen leisten, um das Vertrauen junger Menschen in demokratische Institutionen zu stärken und sie für Demokratie zu begeistern? Die Allianz der Chancen, eine branchenübergreifende Initiative von Unternehmen und Institutionen, hat sich zum Ziel gesetzt, mit einem Workshop-Konzept ein klares Zeichen für Demokratie zu setzen. Hintergrund, Entwicklung und Inhalte des modulbasierten Konzepts werden im Beitrag vorgestellt.
Das Zusammenspiel von Arbeitsmarkt und Berufsbildung läuft aktuell nicht reibungslos. Unternehmen beklagen zunehmend, dass sie ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen können. Zugleich meldet die Bundesagentur für Arbeit eine nach wie vor hohe Anzahl junger Menschen, die keinen Ausbildungsplatz finden. Dies variiert je nach Branche und Region. Generell ist jedoch festzustellen, dass insbesondere Kleinstbetriebe im Handwerk kaum mehr ausbilden. Auch in Start-ups, die sich vor allem in der boomenden Tech-Branche tummeln, spielt die betriebliche Ausbildung so gut wie keine Rolle. Kerstin Josupeit-Metzner leitet die Verbundberatung Duale Berufsausbildung in Berlin. Zusammen mit ihrem Team hat sie sich auf die Fahnen geschrieben, gerade auch kleine und innovative Unternehmen für die berufliche Bildung zu gewinnen und so Perspektiven für beide Seiten – Unternehmen und Auszubildende – zu eröffnen.
Der Diskussionsvorschlag der IG Metall zur Weiterentwicklung der Abschlussprüfung in der dualen Berufsausbildung hin zu einer Dualen Kompetenzprüfung stellt den Auftakt zu einer Debatte um moderne Kompetenzfeststellung in der Ausbildung dar. Einhergehend mit dem Einfluss zunehmender Digitalisierung betrieblicher Prozesse ergeben sich Ansatzpunkte, wie die Prüfung im Sinne einer Kompetenzfeststellung mit der digitalen betrieblichen Realität Schritt halten kann. Im Beitrag werden hierzu erste Überlegungen vorgestellt.
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