Gegenstand des InnoVET PLUS-Projekts „Berufspädagogik Connect“ ist die Professionalisierung des beruflichen Bildungspersonals. Auf der Basis eines Monitorings sollen für diese heterogene Berufsgruppe Qualifizierungsangebote entwickelt werden, die den lernortübergreifenden Austausch fördern. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Vielfalt des beruflichen Personals in Deutschland und benennt Ziele und Umsetzungsschritte des InnoVET PLUS-Projekts.
ESCO ist ein europäisches Transparenzinstrument, das mit dem Hauptziel entwickelt wurde, die europaweite Vergleichbarkeit und Darstellung von Berufen, Kompetenzen und Qualifikationen zu verbessern. Es bildet eine zentrale Unterstützungsfunktion für das europäische Arbeitsvermittlungsportal EURES. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung ESCO darüber hinaus für die Berufsbildung hat. In einem Ländervergleich zwischen Deutschland und Irland zeigen sich dabei Unterschiede in der Umsetzung und Bewertung dieses Instruments. Gemeinsamkeiten bestehen dahingehend, dass Nutzungspotenziale und der Nutzen dieses Instruments bislang primär im Bereich des Arbeitsmarkts und weniger im (Berufs-)Bildungsbereich gesehen werden.
Das BIBB hat in einer Voruntersuchung geprüft, ob im Bereich des Facility- Managements, d. h. im technischen Gebäudemanagement, der Bedarf für einen neuen Ausbildungsberuf besteht. Hierzu wurden u. a. der anvisierte Aufgabenbereich und daraus resultierende Qualifikationsbedarfe für die Beschäftigten untersucht. Der Beitrag beschreibt die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung.
Betriebliche Weiterbildung ist gleich in zweierlei Hinsicht von Bedeutung: zum einen ist sie ein wichtiges Instrument für Betriebe, um ihren Qualifikationsbedarf zu decken, zum anderen leistet sie einen Beitrag zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/-innen. Allerdings ist die Teilnahme an Weiterbildung ungleich verteilt. Dabei spielen auch Faktoren auf betrieblicher und institutioneller Ebene eine Rolle. Im Beitrag wird mit den repräsentativen Daten des BIBB-Betriebspanels zu Qualifizierung und Kompetenzentwicklung (BIBB-Qualifizierungspanel) untersucht, ob Weiterbildungsvereinbarungen die Weiterbildungsteilnahme für Beschäftigte steigern und ob dies für alle Beschäftigtengruppen gleichermaßen gilt.
In einer Voruntersuchung prüft das BIBB, ob in der Textil- und Modeindustrie der Bedarf für eine neue Qualifizierung in Form eines Ausbildungsberufs oder einer Fortbildung besteht. Hierzu wurden u. a. Tätigkeitsschwerpunkte und Qualifikationsbedarfe für die Beschäftigten identifiziert. Der Beitrag beschreibt erste Ergebnisse der Untersuchung und erläutert, warum ein Ausbildungsberuf empfohlen wird.
Das betriebliche Ausbildungspersonal ist mit teils neuen und steigenden Herausforderungen konfrontiert: Digitalisierung, Re-Organisationen des Lehr-/Lern-Settings und Individualisierung verlangen dem oft unter schwierigen Bedingungen agierenden Ausbildungspersonal im Unternehmen immer mehr ab. Eine aktuelle Studie zeigt, welche qualifikatorischen Ressourcen dem Ausbildungspersonal zur Bewältigung dieser Herausforderungen zur Verfügung stehen.
Aufgabe der Ausbilder/-innen ist es, den Fachkräftenachwuchs für den digitalen Wandel fit zu machen. Weiterbildung hilft ihnen dabei, diese Aufgabe zu meistern. Das NETZWERK Q 4.0, ein BMBF-gefördertes Projekt, das vom Institut der deutschen Wirtschaft in enger Zusammenarbeit mit 13 Bildungswerken der Wirtschaft und zwei weiteren Trägern beruflicher Bildung umgesetzt wird, erstellt passende Angebote für genau diesen Bedarf. Dieser Beitrag stellt vor, wie im NETZWERK Q 4.0 Qualifizierungsbedarfe ermittelt und mittels eines Design-Thinking-Prozesses in qualitätsgesicherte Weiterbildungsangebote übersetzt werden. Abschließend werden die bisherige Rezeption der Weiterbildungen betrachtet und weiterer Anpassungsbedarf perspektivisch aufgezeigt.
Die digitale Transformation prägt den Ausbildungs- und Arbeitsalltag in Betrieben und stellt Ausbilder/-innen vor neue Herausforderungen. Das Weiterbildungskonzept „Medien- und IT-Kompetenz für Ausbildungspersonal (MIKA)“ unterstützt Ausbilder/-innen beim Einsatz digitaler Technologien in Lehr- und Lernprozessen durch angeleitete praxisnahe Übungen in Präsenzveranstaltungen, Webinaren und Selbstlernphasen und trägt somit zur persönlichen Kompetenzentwicklung bei.
Die seit rund einem Jahrzehnt stattfindende Digitalisierung in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) hat sowohl Auswirkungen auf Qualifikationsanforderungen der Beschäftigten als auch auf die Ausgestaltung der Berufe. Unternehmen reagieren auf den veränderten Qualifikationsbedarf und bilden Fachkräfte zunehmend „hybrid“ aus, also an mechanischen, elektro- und informationstechnischen Anforderungen orientiert. Die 2018 teilnovellierten Metall- und Elektroberufe (M+E-Berufe) sowie der Beruf Mechatroniker/-in stoßen trotz der eingeführten Zusatzqualifikationen an ihre Grenzen. Auf Basis der aktuellen Entwicklungen in Unternehmen wird im Beitrag für die Gestaltung von Berufsbildern mit einem neuen Kern plädiert. Deren Neuausrichtung soll es ermöglichen, flexibler und passgenauer auf den Bedarf reagieren zu können.
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