Der Beitrag berichtet über die Tagung, an der die nationalen Koordinatoren, die Koordinatorinnen auf EG-Ebene, zwei Expertinnen zum Thema Diversifizierung und 28 Projektleiter aus den Bereichen der beruflichen Beratung und Orientierung teilnahmen. Die Schwerpunkte der Projekte liegen auf der beruflichen Orientierung für technische Berufe, der Qualifizierung in den Berufsbereichen Metall, Elektro und Bau und der Qualifizierung für die Anwendung neuer Technologien.
Im Rahmen der EG-Gemeinschaftsinitiative New Opportunities for Women (NOW) trafen sich im Dezember 1992 die Projektantragsteller sowie Vertreterinnen aus dem Bundesministerium für Frauen und Jugend, der EG-Kommission und der nationalen Koordinierungsstelle im Bundesinstitut für Berufsbildung, um die Zusammenarbeit aller an der Durchführung der Initiative NOW Beteiligten fortzusetzen. Schwerpunktthema der Tagung waren Fragen der transnationalen Zusammenarbeit mit sogenannten Ziel-1-Gebieten in der EG.
Der Beitrag dokumentiert Eckpunkte folgender EG-Programme: PETRA (Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft für die Berufsbildung Jugendlicher und ihre Vorbereitung auf das Erwachsenen- und Erwerbsleben*), FORCE (Das Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft für die Entwicklung der Weiterbildung), EUROTECNET (Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Berufsbildung und der neuen Informationstechnologien), IRIS (europäische Netz von Gemeinschaftsprogrammen zur Berufsausbildung von Frauen), ERGO (Aktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft für die Langzeitarbeitslosen), LINGUA (Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Förderung der Fremdsprachenkenntnisse) und Die Gemeinschaftsinitiativen EUROFORM, NOW und HORIZON.
Jugendliche und junge Erwachsene sind eine zentrale Zielgruppe der Berufsbildung. Doch werden Ihre Sichtweisen und Anliegen auch angemessen wahrgenommen? Welche Themen sind für junge Menschen wichtig? Welche Belastungen nehmen sie wahr? Wie blicken sie auf ihre Zukunft und welche Erwartungen und Forderungen stellen sie an unser Bildungs- und Beschäftigungssystem? Zu diesen und weiteren Fragen haben wir vier junge Menschen interviewt, die in Jugendverbänden oder -organisationen ihrer Generation eine Stimme im öffentlichen Raum geben.
Jugendliche wachsen in einer Gesellschaft auf, die vom technologischen, politischen und kulturellen Wandel geprägt ist. Hinzu kommen die Herausforderungen einer offenen, demokratischen Gesellschaft und die zunehmend international verflochtene Politik und Ökonomie. Auch langfristige und eruptive Krisen bestimmen das Aufwachsen. Vieles deutet darauf hin, dass sich dadurch auch die Anforderungen an die Bewältigung der altersspezifischen Entwicklungsaufgaben – Qualifizieren, Binden, Regenerieren und Partizipieren – erhöht haben. Der Beitrag stellt drei zentrale gesellschaftliche Entwicklungen vor und diskutiert, wie diese mit der Bewältigung der altersspezifischen Entwicklungsaufgaben zusammenhängen.
Der Übergang von der Schule in die Berufsausbildung steht im politischen und wissenschaftlichen Fokus. Doch wie junge Menschen in der Schweiz die Ausbildung erleben, war lange Zeit wenig bekannt. Zwischen den Anforderungen der Arbeitswelt, vorgefundenen Ausbildungsbedingungen und eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen müssen sie Strategien entwickeln, um sich im Berufsalltag zu behaupten. So zeigt dieser Beitrag, wie junge Menschen ihre berufliche Identität nicht nur durch Anpassung, sondern auch durch Widerstand, Distanzierung und Autonomiestreben formen, an welche Grenzen sie dabei stoßen, und welche Rolle die Betriebe dabei spielen.
Die Lebensphase Jugend ist geprägt von zahlreichen Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben, die erhöhte Anpassungsleistungen von jungen Menschen erfordern. Dazu zählt auch, dass junge Menschen früh einen (Aus-)Bildungsweg wählen müssen, wodurch ihre Berufsaspirationen beeinflusst werden können. In diesem Beitrag wird anhand von Daten des Projekts Wege in die Zukunft untersucht, wie sich die Berufsaspirationen von Schulabgängerinnen und Schulabgängern in Wien nach der Sekundarstufe I entwickeln. Verbunden ist damit die Fragestellung, wie sich diese im Zusammenhang mit unterschiedlichen (Aus-)Bildungswegen verändern.
Nahezu alle Jugendlichen besitzen ein Smartphone und nutzen es täglich. Dies stellt das betriebliche Ausbildungspersonal oftmals vor Herausforderungen: Wann ist Smartphone-Nutzung akzeptabel, wann störend und wie reagiert man angemessen? Der Beitrag greift diese Frage auf und benennt Perspektiven für einen gesunden und produktiven Umgang mit dem Smartphone – ohne auf wirkungslose Verbote oder autoritäre Kontrolle zu setzen.
Jugendliche haben Lust am Wettkampf und daran, Teil von etwas Außergewöhnlichem zu sein. Nur so lassen sich die hohen Anmeldezahlen zum Wettbewerb »Jugend forscht« in Zeiten erklären, in denen andernorts händeringend versucht wird, junge Menschen für MINT-Fächer zu begeistern und Zukunftskompetenzen zu fördern. Der Beitrag wirft einen Blick auf Geschichte und Prinzipien dieses bundesweiten Wettbewerbs und zeigt auf, welche Potenziale er gerade auch für die berufliche Ausbildung bietet. Ziel ist es, Lehrkräfte und betriebliches Bildungspersonal zu ermutigen, junge Menschen in der beruflichen Bildung auf dem Weg durch diese anregende Welt zu begleiten. Dabei lassen sich auch Synergien zu aktuellen zukunftsgerichteten Ausbildungskonzepten aufzeigen.
Der Übergang Schule – Beruf stellt nicht nur Jugendliche, sondern auch Bildungsakteure vor große Herausforderungen. Wie können sie berufliche Orientierung und Interessenfindung bei jungen Menschen unterstützen? Das Projekt MINT-Kommunikationsbrücken eröffnet neue Zugänge zur Berufsorientierung durch eine überinstitutionelle Zusammenarbeit zwischen Universität, Ausbildungsbetrieben und Schulen. Die Wirkungen der Intervention auf die Berufswahlkompetenz der Schüler/-innen werden im Rahmen einer quantitativen Prä-Post-Studie mit Kontrollgruppen untersucht und zeigen differenzierte Effekte. Sie werden im Beitrag vorgestellt.
Junge Menschen aus Drittstaaten, die eine Ausbildung in Deutschland aufnehmen möchten, benötigen Informationen und praktische Unterstützung. Dabei treffen sie auf unterschiedliche Akteure und Institutionen mit vielfältigsten Unterstützungsangeboten. Diese Heterogenität in einem stark fragmentierten Prozess führt zu Verwirrung und begünstigt Fehlvorstellungen. Auf Basis einer qualitativen Befragung von Expertinnen und Experten aus Beratung, Verwaltung, Rekrutierungsagenturen und weiteren intermediären Institutionen werden Brüche in der Begleitung und Unterstützung dieser jungen Menschen aufgezeigt. Der Beitrag benennt abschließend Ansatzpunkte für eine verbesserte Prozesssteuerung.
Die Besetzung von Ausbildungsstellen stellt viele Betriebe vor Herausforderungen. Wenn Bewerber/-innen oder gar angehende Auszubildende wieder abspringen, verschärft das diese Problematik zusätzlich. Eine Befragung von 377 Ausbildungsbetrieben mit dem Referenz-Betriebs-System (RBS) geht der Frage nach, wie häufig und wann solche Absprünge auftreten und welche Gründe Betriebe dahinter vermuten. Die Spiegelung an den Motiven junger Menschen zeigt, dass die Annahmen der Betriebe nicht falsch sind, aber einen relevanten Aspekt des Rekrutierungsprozesses unterschätzen.
Zimmerinnen und Zimmerer spielen eine unverzichtbare Rolle in der Bauwirtschaft. Sie verbinden traditionelles Handwerk verbunden mit fortschrittlichem Hightech, um die Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit des Baustoffs Holz optimal zu nutzen. Der Steckbrief beschreibt, was alles in dem 2026 modernisierten Ausbildungsberuf steckt und wie sich die Auszubildendenzahlen im größten Ausbildungsberuf der Bauwirtschaft entwickelt haben.
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