Die Fritsch GmbH in Steinwenden wurde 1949 als Elektrobetrieb gegründet. Heute beschäftigen Sie Fachkräfte aus vier Gewerken, hinzu kommt der kaufmännische Bereich. Der Familienbetrieb wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Die Aus- und Weiterbildung der eigenen Fachkräfte spielt seit jeher eine zentrale Rolle. Welche Wege bei der Gewinnung und Qualifizierung von Auszubildenden und Beschäftigten verfolgt werden und wie Herausforderungen infolge der digitalen und sozial-ökologischen Transformation gemeistert werden, berichtet Julia Hunsicker in diesem Interview. Dabei richtet sie den Blick gerade auch auf die spezifischen Potenziale eines kleinen Betriebs.
Die berufliche (Aus-)Bildung ist für die Integration geflüchteter Menschen von großer Bedeutung, stellt sie aber in dieser Lebensphase auch vor Herausforderungen, häufig aufgrund nicht ausreichender Sprachkenntnisse. Zur individualisierten Unterstützung geflüchteter Auszubildender wird an der Universität Konstanz seit 2018 das Lehrprojekt TASK durchgeführt. Der Beitrag untersucht Auswirkungen des Mentorings auf die fachliche und persönliche Entwicklung und die Integration der Auszubildenden.
Am 30. September 2023 ist die modernisierte Fortbildungsprüfungsverordnung Geprüfte/-r Berufsspezialist/-in für Kraftfahrzeug-Servicetechnik in Kraft getreten. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Entstehung und bisherige Nutzung dieses Fortbildungsangebots, insbesondere auf die Verzahnung mit der Meisterqualifikation im Kraftfahrzeug-Handwerk, die Notwendigkeit der Modernisierung sowie auf inhaltlicher Ebene auf das Berufsprofil und die Prüfungsbestimmungen.
One of a trainer’s many tasks is to help young skilled workers cope with the digital shift. The training they receive helps them do this. The Q 4.0 NETWORK is a BMBF-funded project implemented by the German Institute for Business Research in close collaboration with 13 education and training institutes from within trade and industry and two further VET providers. It is developing appropriate provision to deal with this very requirement. This article shows how training needs are identified within the Q 4.0 NETWORK and how a design-thinking process is then used to translate these into quality-assured continuing training provision. It concludes by considering the reception these continuing training programmes have enjoyed thus far and by highlighting future adjustments that may be needed.
Aufgabe der Ausbilder/-innen ist es, den Fachkräftenachwuchs für den digitalen Wandel fit zu machen. Weiterbildung hilft ihnen dabei, diese Aufgabe zu meistern. Das NETZWERK Q 4.0, ein BMBF-gefördertes Projekt, das vom Institut der deutschen Wirtschaft in enger Zusammenarbeit mit 13 Bildungswerken der Wirtschaft und zwei weiteren Trägern beruflicher Bildung umgesetzt wird, erstellt passende Angebote für genau diesen Bedarf. Dieser Beitrag stellt vor, wie im NETZWERK Q 4.0 Qualifizierungsbedarfe ermittelt und mittels eines Design-Thinking-Prozesses in qualitätsgesicherte Weiterbildungsangebote übersetzt werden. Abschließend werden die bisherige Rezeption der Weiterbildungen betrachtet und weiterer Anpassungsbedarf perspektivisch aufgezeigt.
Die Pandemie hat unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Menschen, die in den vergangenen eineinhalb Jahren einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben, waren in besonderer Weise betroffen – so auch die jungen Menschen, die 2020 bei DATEV eine Ausbildung oder ein duales Studium begonnen haben. Wie es trotzdem gelungen ist, das Onboarding zu meistern, welche Abstriche man in Kauf nehmen musste und welche neuen Lösungen gefunden wurden, die sich auch für die Zukunft als tragfähig erweisen könnten, wird im Beitrag anschaulich vorgestellt und reflektiert.
Die Arbeitswelt ist durch Umbrüche und Veränderungen infolge der digitalen Transformation geprägt. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen neue Anforderungen an Unternehmen und ihre Beschäftigten. In diesen Zeiten des Wandels wird Schlüsselkompetenzen eine besondere Bedeutung beigemessen. Philip Heßen leitete von 2016 bis 2020 den Bereich Human Resources Germany des Wissenschafts- und Technologie-Konzerns Merck in Darmstadt und ist derzeit als Head of HR Strategy & Transformation für die globale Personal- und HR-Strategie verantwortlich. Im Interview gibt er Einblicke, wie sich Erwerbsarbeit bei Merck in den vergangenen Jahren verändert hat, welche Schlüsselkompetenzen dazu beitragen, diese Veränderungen zu meistern und wie sich dies in der HR-Strategie des Unternehmens aktuell und in Zukunft niederschlägt.
2020 ist für die Berufsbildung in Europa ein Jahr, um Bilanz zu ziehen und neue Pläne zu schmieden. Viele Strategiepapiere und Initiativen sind auf dieses Jahr hin ausgerichtet. Seit Januar liegt das Arbeitsprogramm der neuen EU-Kommission für die nächsten fünf Jahre vor. Daraus und infolge des Brexit werden sich für die Berufsbildung neue Perspektiven ergeben. Das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung, Cedefop, beobachtet seit seiner Gründung im Jahr 1975 als Referenzzentrum der EU die Entwicklung der Berufsbildungssysteme und unterstützt Fachvertreter/-innen aus Politik, Praxis und Forschung dabei, die Berufsbildung in Europa weiterzuentwickeln.
Dr. Jürgen Siebel, geschäftsführender Direktor des Cedefop, schildert in diesem Interview seine Einschätzungen zu aktuellen und künftigen Herausforderungen und gibt dabei Einblicke in die Arbeit des Cedefop.
Der Beitrag untersucht die Motive und Gratifikationen von Hochschulerfahrenen, die eine IHK-Aufstiegsfortbildung absolviert haben, beispielsweise zum/zur Industriemeister/-in, Fachwirt/-in oder Bilanzbuchhalter/-in. In diesem Bereich nehmen allein die Industrie- und Handelskammern (IHK) jährlich über 60.000 Prüfungen ab und befragen ihre Absolventinnen und Absolventen anschließend in regelmäßigen Abständen dazu. Der Beitrag skizziert die wesentlichen Studienergebnisse und zeigt zielgruppenspezifische Potenziale – auch im Vergleich zu beruflich Qualifizierten – auf.
Mit dem Aufbau von Prüfungsaufgabendatenbanken (PADB) steht den Handwerkskammern ein wachsendes Angebot von Prüfungsaufgaben für die schriftlichen Meister- bzw. Fortbildungsprüfungen zur Verfügung. Alle Aufgaben sind im überregionalen Austausch entstanden und entsprechen gemeinsam vereinbarten Qualitätskriterien. In der Auswahl und Gestaltung der Prüfungsaufgaben bleiben die Prüfungsausschüsse vollkommen autark. Der Beitrag gibt Einblick in die Verfahrensschritte bei der Erstellung von PADB und zeigt die Rolle der ZWH bei der Qualitätssicherung auf. Deutlich werden die Vorzüge einer solchen kollaborativen Prüfungsaufgabenerstellung mit Blick auf die hohe Rechtssicherheit der Aufgaben und hinsichtlich der Entlastung der ehrenamtlich tätigen Prüfer/-innen.
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