Bildungsträger müssen den Qualifizierungsbedarf ihrer Kunden möglichst individuell erfassen können. Erst dann lässt sich ein individuelles Angebot inhaltlich als auch methodisch entwickeln. Die Arbeitsgruppe QUIC, eine Kooperation der Münchner Volkshochschule und der Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung - GAB München, entwickelt und erprobt im Rahmen eines Modellversuches ein Vorgehen, das Bildungsträger zur Analyse des Qualifikationsbedarfs in Klein- und Mittelunternehmen einsetzen können. Bei der möglichst arbeitsplatznahen Umsetzung sollen die innerbetrieblichen Wissensressourcen berücksichtigt werden. Der Beitrag stellt die QUIC- Qualifikationsbedarfsanalyse vor und diskutiert ihre Praktikabilität und Finanzierbarkeit in der Praxis.
Lernprogramme haben oft noch nicht die Qualität, die von interaktiven Medien zu fordern ist, wenn sie in der beruflichen Bildung eine führende Rolle spielen sollen. Die Verwendung interaktiver Lernprogramme in heterogenen Lerngruppen der kaufmännisch-verwaltenden Weiterbildung wird daher zunehmend zu einem zentralen Thema der Revision berufsbildender Curricula. In dem Beitrag wird beispielhaft dargestellt, wie der Prozeß der Curriculumrevision von den Beteiligten der jeweiligen Weiterbildungsträger selbstorganisiert gemacht werden kann.
In dem Beitrag werden am Beispiel des Modellprojektes "Motivation und Umschulung längerfristig arbeitsloser Frauen in Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben", das seit 1984 an der Münchner Volkshochschule durchgeführt wird, die Bedingungen und Erfahrungen einer integrierten Bildungsmaßnahme diskutiert. Eine solche Bildungsmaßnahme beinhaltet das Zusammenwirken beruflicher, allgemeiner und persönlicher Bildungsprozesse, in denen auch bisherige und künftige Lebensentwürfe und das Spannungsverhältnis zwischen den unterschiedlichen Anforderungen des privaten Lebens und des Erwerbsbereichs Lerngegenstand sind. Die Autorinnen gehen davon aus, daß ein integriertes Bildungskonzept und weitere innovative Ansätze dazu beitragen können, daß die hohen Abbruchquoten bei Umschulungen gesenkt und die berufliche Handlungsfähigkeit von Frauen gestärkt werden.
Seit 1980 führt die Volkshochschule Ostkreis Hannover im Auftrag des Arbeitsamtes Celle Vorförderungsmaßnahmen für längerfristig Arbeitslose durch. Die Idee zu einer Konzipierung von speziellen Vorförderungsmaßnahmen "Das Lernen lernen", die sich von den "klassischen" Motivationskursen unterscheiden und sich speziell an solche Teilnehmer richten sollten, die kurz vor einer Umschulungs- oder anderen Bildungsmaßnahme stehen, entstand auf dem Hintergrund der 1981 von Harke beschriebenen fast dreißigprozentigen Abbrechquote von Umschülern (BWP 3/1981). Daß neben finanziellen Problemen von diesem Teilnehmerkreis vor allem Lernprobleme, Prüfungs- und Leistungsdruck, aber auch psychosoziale wie familiäre Probleme als die Hauptbelastungen während Bildungsmaßnahmen angegeben wurden, führte zu einer vor allem auf die individuell-lebensgeschichtlichen Lernhemmungen und -probleme abzielenden Kurskonzeption.
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