Die Handwerkskammer (HWK) Lübeck hat zum 1. Juli 2024 ein Projekt gestartet, das bundesweit Pionierstatus genießt: Das „Freiwillige Handwerksjahr“ (FHJ) ermöglicht Ausbildungsinteressierten, vier Ausbildungsberufe in einem Jahr kennenzulernen und eröffnet damit den Jugendlichen eine praktische Berufsorientierungsphase. Für jeweils maximal drei Monate gehen sie in einen Betrieb und probieren einen Handwerksberuf aus. Die HWK Lübeck berät, vermittelt und begleitet die Jugendlichen und Betriebe dabei. Der Beitrag beschreibt erste Erkenntnisse, nennt Zahlen und erläutert die Resonanz zum Projekt.
Umweltschutz als eine Dimension von Nachhaltigkeit ist in Handwerksberufen und damit auch in der überbetrieblichen Ausbildung im Handwerk (ÜLU) traditionell verankert. Doch in welchem Umfang und mit welchem Lernerfolg werden sie vermittelt? Im Beitrag werden Ergebnisse einer im Jahr 2019 durchgeführten Evaluation zur Verankerung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit in ÜLU-Kursen in NRW vorgestellt. Deutlich wird, dass Umweltschutz und Ressourceneinsparungen relevante Bestandteile der praktischen Unterweisung sind. Dabei geht es nicht ausschließlich um nachhaltige handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch darum, wie das Verständnis für nachhaltiges Handeln im Beruf und das Bewusstsein für die Notwendigkeit dieser Handlungen gefördert wird. Eine zentrale Rolle für den Erfolg der Wissensvermittlung hat dabei das Ausbildungspersonal.
Die Digitalisierung macht auch vor dem historisch gewachsenen und traditionsbewussten Handwerk nicht halt. Seit den letzten Neuordnungen der handwerklichen Elektroberufe gab es in der Berufspraxis einschneidende Veränderungen. Für die Sozialpartner war dies Anlass, im Jahr 2019 ein Neuordnungsverfahren anzustoßen. Der Beitrag präsentiert zunächst anhand der mit den Sachverständigen diskutierten Perspektiven den stattfindenden Wandel in der Berufsgruppe. Vor diesem Hintergrund werden im zweiten Teil die wichtigsten Änderungen der neugeordneten Berufe vorgestellt.
Im August 2016 ist die modernisierte Berufsausbildung zum Metallbildner/zur Metallbildnerin in Kraft getreten. Neuordnungsbedarf hat sich aus inhaltlichen und technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre ergeben, eine weitere Veränderung betrifft die Prüfungsstruktur. Der Beitrag beschreibt die Neuerungen und gibt Einblicke in die Ausbildungsinhalte eines künstlerisch-gestaltenden Handwerksberufs.
Im Jahr 2009 erhielt das BIBB die Weisung, ein Vorprojekt zur Ausbildungssituation in den textilen Handwerksberufen Sticker/-in, Stricker/-in und Weber/-in durchzuführen und dabei zu prüfen, ob eine Neukonzeption dieses Berufsbereichs möglich ist. Die im Beitrag vorgestellten Ergebnisse zeigen auf, wie die Wiederbelebung dieser traditionellen Berufe gestaltet werden kann.
Handwerk hat goldenen Boden, "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", "Handwerker sind unpünktlich und hinterlassen viel Dreck" oder auch "Handwerk ist der Ausbilder der Nation" lauten einige der mehr oder weniger populären Ansichten über den Wirtschaftsbereich Handwerk. Wie sieht es im Handwerk wirklich aus? Um die Frage zu beantworten, welches Bild Studierende der Erziehungswissenschaften und Berufsschüler vom Handwerk allgemein und von einzelnen Handwerksberufen haben, wurde eine Studie zum Prestige des Handwerks durchgeführt, deren Untersuchungsergebnisse im Beitrag vorgestellt werden. Demnach werden handwerkliche Berufe in ihrer Gesamtheit gegenüber kaufmännischen Berufen und einem Studium zwar negativ beurteilt, es gibt jedoch kein einheitliches negatives Bild des Handwerks an sich. Klar erkennbar ist jedoch ein Informationsmangel. Für die Arbeit mit angehenden Lehrern bedeuten die Untersuchungsergebnisse, daß Lehrerstudenten detaillierte Informationen zu den Handwerksberufen vermittelt werden müssen, damit diese ihre Schüler bei der Berufswahl bedarfsgerecht und kompetent begleiten können.
Ein dreijähriger, gründlich vorbereiteter Neuordnungsprozess der Elektroberufe ist abgeschlossen. Die Neuordnung umfaßt die gesamte Breite des Berufsfeldes. Sie ist die Antwort der Berufsausbildung auf die veränderten Anforderungen an die Facharbeit, die sich durch flache Hierarchien in der Arbeitswelt, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Teamarbeit, flächendeckender Einsatz der Informationstechnologie, Integration technischer Systeme, Facharbeit auf der Systemebene, globale Märkte und dynamische Entwicklung der Geschäftsfelder auszeichnen. Viel IT- und Kommunikationskompetenz sowie unternehmerisches Denken sind daher drei der wichtigsten Neuerungen in den neun modernisierten bzw. neu geschaffenen industriellen und handwerklichen Elektroberufen, die am 1. August in Kraft traten. Der Beitrag informiert über die Intentionen der Neuordnung und ihre Ergebnisse (Struktur und Aufbau) und die neue Form der Abschlussprüfung.
Die Stufung der Ausbildung, bislang nur gültig für den Bereich der Industrie, gilt seit dem Inkrafttreten der neuen Ausbildungsordnung am 1. August 1999 auch für die Handwerksberufe der Bauwirtschaft. Ein entscheidender Vorteil der Stufung liegt in der Erweiterung der Möglichkeiten, einen Berufsabschluss zu erreichen. Neu geregelt wurde die Berufsausbildung für insgesamt 18 Bauberufe in Industrie und Handwerk. Der Autor skizziert den Prozess der Neuordnung in der Bauwirtschaft, da in ihm Entwicklungen ihren Niederschlag fanden, die Signalcharakter für Neuordnungsverfahren in anderen Berufsfeldern haben könnten.
Die aktualisierte Ausbildungsordnung zum Zahntechniker löst die bisherige Regelung aus dem Jahre 1964 ab, die dem technologischen Fortschritt in der Zahntechnik und den Entwicklungen in der Zahnmedizin nicht mehr gerecht wurde. Die Ausbildungsdauer beträgt wie bisher dreieinhalb Jahre. Der Beitrag informiert über die Ausbildungsziele und die Berufsanforderungen.
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