Das BMBF-geförderte Modellvorhaben „VerOnika“ zielt auf die Erprobung verzahnter Orientierungsangebote. Diese sollen den Teilnehmenden gleichwertig Einblicke in ein Hochschulstudium sowie in eine berufliche Ausbildung bieten, um so eine erfahrungsbasierte Bildungsentscheidung zu ermöglichen. Der Beitrag stellt Befunde der wissenschaftlichen Begleitung dieses Modellvorhabens vor. Diese resultieren aus qualitativen und quantitativen Start- und Abschlussbefragungen der Programmteilnehmenden und spiegeln insbesondere deren Perspektive auf die verzahnten Orientierungsprogramme wider.
Der Beitrag nimmt die Fachschule als einen möglichen Ort der Verzahnung von akademischer und beruflicher Bildung in den Blick. Die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und der akademischen Bildung gilt dabei in beide Richtungen. Ein Modellprojekt in Sachsen-Anhalt fokussiert die Durchlässigkeit aus der akademischen in die berufliche Bildung: Zwei Fachschulen für Technik erproben die Aufnahme von Studienaussteigenden. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begleitet und berät alle Projektbeteiligten.
Digitale Kompetenzen stellen eine zentrale Voraussetzung für eine chancengerechte Teilhabe und Mitgestaltung der Arbeitswelt dar und sind aus keinem Berufsfeld mehr wegzudenken. Besonders stark gefragt ist IT-Expertise. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat daher ein Programm entwickelt und erprobt, um Mädchen und junge Frauen für Themen und Anwendungen rund um IT und Digitalisierung zu gewinnen. Der Beitrag beschreibt das Konzept und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung.
Seit vielen Jahren gibt es in Deutschland Modellprojekte, die mithilfe von aufeinander aufbauenden Modulen eine berufliche Nachqualifizierung für unterschiedliche Zielgruppen ermöglichen. Das Kölner Bildungsmodell (KöBi) ist eines dieser Modelle. Es richtet sich an junge Erwachsene ohne Berufsabschluss, die meist multiple Problemlagen aufweisen und oft dauerhaft auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Im Beitrag wird gezeigt, wie es mit dem Modell gelingt, einen Großteil der Teilnehmenden durch eine Kombination von niedrigschwelligem Einstieg, begleitendem Coaching und zeitlicher Flexibilität erfolgreich zu qualifizieren.
Mit einem Modellprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBW), das 1980 startete, wurde ein sozialpädagogisch orientierter Ansatz für die berufliche Bildung übernommen. Spezifische Kennzeichen des Ausbildungskonzepts – Kompetenz- statt Defizitorientierung, soziales Lernen, integrative Sprachförderung, zielgruppenadäquate Methodik/Didaktik – sind auch heute noch bei der Integration junger Menschen in Ausbildung relevant. Im Beitrag wird die Entwicklung des Ansatzes nachgezeichnet und verdeutlicht, wie es gelungen ist, diese Kernelemente im Kontext bildungs- und sozialpolitischer (Reform-)Bemühungen zu etablieren.
Nach wie vor existieren bei Jugendlichen typische geschlechterspezifische Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft. Dies gilt auch für die Schüler/-innen, die an einem Modellprojekt im Polytechnischen Zentrum (PTZ) Schkopau teilnehmen. Neben Einflüssen auf ihre Berufswünsche, die vom Gruppenverhalten und vom Elternhaus ausgehen, tragen auch die Erfahrungen mit eigener praktischer Arbeit zur Auseinandersetzung mit der Welt der Berufe bei. Die im Beitrag vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass sie jedoch kaum zu grundsätzlich neuen Orientierungen führen, so zum Beispiel zu einer stärkeren Hinwendung von Mädchen zu technischen Berufen.
Die sprachlichen Anforderungen im Beruf steigen, auch bei einfachen Tätigkeiten. Über den instrumentellen Ansatz Web Based Training vermittelt das Modellprojekt »eVideoTransfer« Beschäftigten mit Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen arbeitsplatzorientiert entsprechende Grundkompetenzen. Der Beitrag beschreibt, wie mit interaktiven Lernvideos die Lernbereitschaft und Lernfähigkeit der Zielgruppe erhöht werden kann.
Im Zuge der Novellierung des rheinland-pfälzischen Hochschulgesetzes im Jahr 2010 hat das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ein Modellprojekt initiiert, in dem erprobt werden sollte, inwiefern auf das bisher gängige Kriterium der Berufserfahrung für den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter verzichtet werden kann. Die im Beitrag vorgestellten Ergebnisse deuten darauf hin, dass für den Studienerfolg die Dauer der Berufserfahrung gegenüber anderen Faktoren wie bspw. der Fachzugehörigkeit oder der Vereinbarkeit von Studium und Beruf eine eher nachgeordnete Rolle spielt.
Ein fehlender Berufsabschluss erhöht das Risiko, arbeitslos zu werden und dauerhaft zu bleiben. Ziel des Bremer Modellvorhabens »Nachqualifizierung als Vorbereitung auf die Externenprüfung (NQVorE)« ist es, nicht ausreichend formal qualifizierte Arbeitslose über eine gezielte Nachqualifizierung zu einem anerkannten Berufsabschluss zu führen. Im Beitrag werden Erfahrungen mit individuell auf die Bedarfe der Adressaten ausgerichteten Kompetenzüberprüfungen und Nachqualifizierungsmaßnahmen vorgestellt und diskutiert.
Im Rahmen eines Modellprojekts sollte ein Gesamtkonzept zur individuellen Förderung der Teilnehmenden in einem Reha-Vorbereitungslehrgang entwickelt werden. Bestandteil dieses Konzepts war u.a. ein eigens für diesen Zweck entwickeltes Lerntagebuch. Neben der konkreten Gestaltung des Lerntagebuchs und seiner Einbindung ins pädagogische Gesamtkonzept werden im Beitrag Potenziale und Herausforderungen mit Blick auf die Zielgruppe »berufliche Rehabilitanden« skizziert.
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