Als Ressortforschungseinrichtung des Bundes verfügt das BIBB über einen umfassenden Datenbestand zur Berufsbildung. Das Forschungsdatenzentrum im BIBB (BIBB-FDZ) macht diese Datenbestände unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen und standardisierter Verfahren für die wissenschaftliche Forschung auch außerhalb des BIBB zugänglich. Der Beitrag skizziert den über das FDZ verfügbaren Datenbestand, benennt Anforderungen an die Aufbereitung und Nutzung von Forschungsdaten, zeigt auf, in welchem Umfang bzw. zu welchen Zwecken sie von Forschenden genutzt werden, und diskutiert abschließend die Vorteile einer Forschungsdateninfrastruktur für die Berufsbildungsforschung.
Der Wissenschaftsrat hat im Frühjahr 2005 auf Wunsch der Bundesregierung die Qualität der Forschung im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) evaluiert. Im Ergebnis fordert er das BIBB auf, die Forschungsqualität zu steigern, um so eine bessere Erfüllung der Amtsaufgaben zu erreichen. Im Beitrag wird eingehend erörtert, welche Rolle die Wissenschaft in der Ressortforschung und insbesondere am BIBB spielt. Ausgehend davon geben die Autoren, beide Mitglieder der Evaluierungskommission, erste Hinweise zur Verbesserung der Forschungsarbeiten im Institut.
Den Themenschwerpunkt der Ausgabe bildet die Förderung Jugendlicher mit besonderem Bedarf an Unterstützung. Unter anderem werden in den insgesamt zehn Beiträgen zu diesem Thema Entwicklungstrends in der Benachteiligtenförderung beleuchtet, ein Blick auf die Ausbildungsorganisation in England geworfen, die Bedeutung von Softskills geprüft und die Perspektiven von Jugendliche mit Migrationshintergrund untersucht.
Im Blickpunkt widmen sich Heike Solga und Gert G. Wagner der Frage, welche Rolle die Wissenschaft in der Ressortforschung und insbesondere im BIBB einnimmt. Im einleitenden Kommentar von Manfred Kremer, Präsident des BIBB und Professor Dr. Reinhold Weiß, Forschungsdirektor des BIBB, werden die zentralen Herausforderungen für das Bundesinstitut für Berufsbildung in den kommenden Jahren vorgestellt und reflektiert. Ein Beitrag zu Möglichkeiten und Grenzen von Ausbildungskapazitäten rundet die Ausgabe 1/2006 ab.
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