To tailor the development of skilled workers to the industry’s needs, as of August 2009 a processoriented system of continuing vocational education and training (CVET) has been instituted in the German electrical and electronics sector: having completed initial vocational education and training (IVET) in an electrical and electronics training occupation, skilled workers can pursue further CVET to qualify as Specialists and then gain a second-stage recognised qualification as a Certified Process Manager in Electrics/Electronics (Operative Professional). The realisation of a third-stage advanced training qualification (Strategic Professional) is planned for 2012. This article outlines the innovative structure and the standards governing the content of this new advanced training model. It focuses on the potential of this form of CVET, which is work-process-oriented, undertaken in tandem with work to keep pace with constant advances in technology and organisation.
Arbeits- und Geschäftsprozessorientierung als Leitprinzipien in der beruflichen Erstausbildung beabsichtigen die Einbindung des Lernens in reale Geschäftsprozesse und implizieren ganzheitliches Lernen, das Lernen an berufstypischen Aufgaben, sowie das Planen, Handeln und Kontrollieren in komplexen Arbeitszusammenhängen. Doch wie können so erworbene Kompetenzen in einer Prüfung adäquat abgebildet werden? Im Projekt „Umsetzung prozessorientierter Berufsausbildung in der Textilwirtschaft“ des BIBB und der TU Kaiserslautern wurden Planungshilfen und Prüfungsaufgaben entwickelt und erprobt. In diesem Beitrag werden das Konzept und die Konstruktion einer Prüfungsaufgabe vorgestellt.
Im Projekt „Virtuelles Lernen auf der Baustelle – Vila-b“ wurde ein Weiterbildungskonzept entwickelt, welches methodisch auf einem Blended-Learning-Ansatz basiert und inhaltlich an realen Arbeitsprozessen der Zielgruppe (Fachkräfte aus dem Handwerk) ausgerichtet ist. Das Konzept wurde mit insgesamt 16 Teilnehmenden erprobt und hinsichtlich des Lernerfolgs evaluiert. Die Evaluation basierte auf zwei Selbsteinschätzungsbögen für das Fachwissen und die arbeitsprozessbezogenen Kompetenzen. Beide Evaluationsinstrumente beinhalten eine vierstufige Skala, die ansteigende Kompetenzniveaus vom Anfänger bis zum Experten beschreibt. Der Beitrag berichtet über die Lernerfolge der Teilnehmenden und über weitere Einsatzmöglichkeiten des vorliegenden Evaluationsansatzes, bei dem die Kompetenzstufen anhand realer Arbeitsprozesse formuliert wurden.
Lernen im Betrieb findet häufig nicht in didaktisch organisierten Lernumgebungen statt, sondern am Arbeitsplatz. Hier treffen pädagogische und ökonomische Interessen aufeinander. Vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen, wie z. B. der Integration lernschwacher Jugendlicher in den Betrieb oder der strukturellen Verknüpfung informellen Lernens mit Fragen der Zertifizierung und Anerkennung, entwickelt sich betriebliches Lernen weiter. Insbesondere entstehen Lernformen, die die Vorteile informellen und formalen Lernens zu verbinden suchen. Allerdings ist betriebliches Lernen vergleichsweise wenig erforscht. Im Beitrag werden Spezifika betrieblichen Lernens benannt, Veränderungen in den Lernformen nachgezeichnet und Perspektiven für eine stärker interdisziplinär ausgerichtete betriebliche Berufsbildungsforschung aufgezeigt, die diese Veränderungen begleiten und mitgestalten kann.
Für eine passgenaue Fachkräfteentwicklung in der Elektrobranche besteht seit August 2009 ein prozessorientiertes Weiterbildungssystem: Absolventinnen und Absolventen der Ausbildungsberufe im Bereich der Elektrotechnik können sich zu Spezialisten weiterbilden und in einem zweiten Schritt den anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Prozessmanager/Geprüfte Prozessmanagerin Elektrotechnik (Operativer Professional) erlangen. Die Realisierung des Fortbildungsabschlusses auf der dritten Ebene (Strategischer Professional) ist für 2012 geplant. Der Beitrag stellt dieses in Struktur und inhaltlichen Standards neuartige Fortbildungskonzept vor. Im Fokus steht hierbei das Potenzial einer arbeitsprozessorientierten, berufsbegleitenden und beschäftigungssichernden Weiterbildung auf dem jeweils aktuellen Stand von Technik und Organisation.
At present, the proposals for a European Qualification Framework (EQF) and for a Credit Point System in Vocational Education and Training (ECVET) are revitalising the discussion surrounding European core occupations, although it remains unclear whether occupations should play a role in this system and which "vocational education and training concept" could form the basis of consensus in Europe. Core occupations may constitute the foundation for the respective context of a sector related "ECVET configuration" and could provide a major contribution to a vocational education and training concept dialogue between social partners and policymakers. The present paper investigates whether the establishment of European core occupations represents an opportunity to enrich the European vocational education and training debate by adding a modern concept of vocationalism.
The present paper reports on the MOVE PRO EUROPE pilot project conducted by the German companies involved in the European Aeronautic Defense and Space Agency (EADS) and which came to a conclusion in August. The main focus of the pilot project was on two objectives: to use the skills potentional within real work processes in a targeted way in training and to make a contribution towards the European debate surrounding competence oriented occupational standards.
Die Diskussion um die kompetenzorientierte Weiterentwicklung von Curricula ist in allen Bildungsbereichen voll entbrannt. Sowohl in der Allgemeinbildung als auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung werden Kompetenzkonzepte entwickelt und Vorschläge für die Weiterentwicklung kompetenzbasierter Curricula unterbreitet. Mit Hilfe eines im BIBB entwickelten Kompetenzmodells sollen Vorschläge für eine kompetenzorientierte Gestaltung von Ausbildungsordnungen aufgezeigt werden. Im Beitrag werden expemplarisch Ergebnisse der Erprobung des Kompetenzmodells anhand vier ausgewählter Berufe des dualen Systems vorgestellt.
Die Baubranche in Montenegro boomt. Trotz der 40.000 ausländischen Fachkräfte fehlen der lokalen Bauwirtschaft 15.000 Baufacharbeiter/-innen. Um dem Fachkräftemangel mit einer arbeitsmarktorientierten Berufsausbildung zu begegnen, werden im Rahmen des GTZ-VET-Projekts an der Bauberufsschule in Podgoridca Lehrkräfte qualifiziert, entsprechende Organisationsstrukturen geschaffen und die Curriculumentwicklung in den Bauberufen unterstützt.
Der Beitrag berichtet über den im August abgeschlossenen Modellversuch MOVE PRO EUROPE der deutschen Gesellschaften der EADS. Zwei Ziele standen im Vordergrund des Modellversuchs: zum einen die Qualifikationspotenziale realer Arbeitsprozesse in der Ausbildung gezielt zu nutzen, zum anderen einen Beitrag zur europäischen Debatte kompetenzorientierter beruflicher Standards zu leisten.
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