Bildungspläne spielen in der Berufsbildung eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, schulisches und betriebliches Lernen besser miteinander zu verknüpfen. Vor diesem Hintergrund braucht es spezifische Überlegungen, wie die Verknüpfung von schulischem und betrieblichem Lernen, die sogenannte »School-Workplace Connectivity«, in die Bildungspläne integriert werden kann. Zudem sind Instrumente gefragt, mit denen Bildungspläne auf diese Verknüpfung hin analysiert werden können. Im Beitrag wird ein Schema zur Analyse von Bildungsplänen beschrieben und anhand von drei Ausbildungsberufen skizziert, wie es sich konkret anwenden lässt. Abschließend werden weitere Einsatzmöglichkeiten des Instruments diskutiert.
Der demografische Wandel erfordert insbesondere im ländlichen Raum Strategien zur Sicherung und Weiterentwicklung eines vielfältigen Bildungsangebots. Berufsbildende Schulen bieten dafür wichtige Potenziale, die sich nicht zuletzt aus der Verknüpfung von allgemeiner und beruflicher Bildung ergeben. Vor diesem Hintergrund wird die Frage diskutiert, wie diese Potenziale in einer regionalen Bildungslandschaft durch eine strategische Entwicklungsplanung und die Kooperation der Akteure ausgeschöpft werden können. Grundlage des Beitrags ist ein exploratives Projekt zur Rolle der berufsbildenden Schulen in der kommunalen Bildungspolitik.
Datenbanken zur Weiterbildung leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Transparenz in einem zunehmend unübersichtlichen Angebotssegment zu schaffen und hierzu notwendige Informationen bereitzustellen. Damit decken sie bereits einen Teilaspekt von Beratung ab. In diesem Beitrag wird das Leistungsspektrum der Datenbanken für die Weiterbildungsplanung näher skizziert. Zudem werden neue (Online-)Beratungsansätze und Dienstleistungen vorgestellt, die in einigen Systemen schon integriert sind.
Der Übergang von den allgemeinbildenden Schulen in die berufliche Bildung bleibt für viele junge Menschen eine große Hürde. Ein regionales Übergangsmanagement kann dazu beitragen, die Übergänge an dieser Gelenkstelle des Bildungssystems zu verbessern, bedarf dazu aber einer Datengrundlage, die auch für Steuerungszwecke geeignet ist. Die Autoren zeigen am Beispiel der Stadt Dortmund, dass kommunale Schulentwicklungsplanung und lokale Bildungsberichterstattung hierfür prinzipiell geeignete Verfahren darstellen, die allerdings in Richtung eines "Übergangsmonitorings" weiterzuentwickeln sind, um das erforderliche Steuerungswissen bereitzustellen.
Bildungspolitische Auseinandersetzungen sind in den USA ein ständiges herausragendes Thema nationaler Debatten aller gesellschaftlichen Gruppen. Ein solcher Kommissionsbericht wurde im Dezember 2006 in Washington D.C. vorgestellt: "Tough Choices or Hard Times". Die Analyse trifft auf die derzeitigen Probleme aller Industriestaaten auf ihrem Wege in die globale Wissensgesellschaft zu. Die Reformvorschläge sind radikal, vor allem wenn man sie mit den Reformansätzen in Deutschland vergleicht. Diese sind weniger schmerzhaft. Es lohnt sich, radikaleren Lösungen Aufmerksamkeit zu widmen." Die zehn Vorschläge zur Reform des amerikanischen Bildungswesen sind: (1) Staatliche Examen setzen die Standards. (2) Die verfügbaren Ressourcen werden effizienter genutzt. (3) Aus dem ersten Drittel der besten Studenten werden die Lehrer rekrutiert. (4) Standards, Prüfungen und Curricula werden entwickelt, die die heutigen Bedürfnisse und die Anforderungen von morgen reflektieren. (5) Höchste Anforderungen werden an die Leitung, Finanzierung, Organisation und das Management der Schulen gestellt. (6) Der Kleinkinderziehung wird erste pädagogische Qualität zugewandt. (7) Den schwächsten Lernenden die stärkste Hilfe. (8) Biete allen Beschäftigten die Chance, die notwendigen neuen Qualifikationen zu erwerben. (9) Jedermann erhält ein Bildungskonto. (10) Regionale Wirtschaftsförderung und regionale Berufsbildungsplanung werden miteinander verbunden.
Die Leonardo-da-Vinci-Pilotprojekte JobArt und JobArt Central and East European Countries (CEE) zur Entwicklung praktikabler Hilfen für handlungsorientiertes Lehren und Lernen wurden von 2001 bis 2006 durchgeführt. Es handelt sich um zwei eigenständige, aufeinander aufbauende Vorhaben mit verschiedenen Arbeitsweisen, Zielgruppen und Produkten. Gemeinsamkeiten sind ihr didaktisches Konzept, dessen Demonstration am Berufsfeld Digitalmediendesign und der Ansatz partizipativer berufspädagogischer Modernisierung. Der Beitrag informiert über Ziele, methodische Grundlagen, Ergebnisse und Wirkungen beider Vorhaben. Er lädt Ausbilder, Lehrer, Akteure in Ausbildungsplanung und internationaler Berufsbildungszusammenarbeit in Europa zur Sichtung, Nutzung und Verbreitung der leicht zugänglichen JobArt-Hilfen ein. Sie liegen in acht Sprachen vor.
Mit dem "ProfilPASS" liegt ein leistungsfähiges Instrument zur Identifizierung, Erfassung und Anerkennung von informellem Lernen in Deutschland vor. Der "ProfilPASS" ist das Ergebnis eines mehrstufigen Verbundprojektes der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung, dem eine Analyse der europäischen und deutschen Passaktivitäten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowie eine sich daran anschließende Entwicklung, Erprobung und Evaluation vorausgegangen ist. Derzeit wird im Kontext der Implementierung des Passkonzeptes das Ziel verfolgt, den bildungsbereichs- und zielgruppenübergreifenden "ProfilPASS" und das darauf bezogene Beratungskonzept breitenwirksam in Deutschland zur Anwendung zu bringen.
Die Personalentwicklungs- und Weiterbildungsdiskussion ist nach wie vor betriebs- und personalwirtschaftlich geprägt. Qualifizierung wird mit Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Effizienzsteigerung sowie Erhöhung der Einsatzflexibilität und der Mobilität der Beschäftigten begründet. Dabei hat die kurzfristige Anpassung an den aktuellen Bedarf Vorrang. Im Projekt KOMPASS, einem Projekt des Landes Baden-Württemberg, sollen der Grundstein für eine vorausschauende Personalentwicklung in Klein- und Mittelbetrieben gelegt und damit die Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Weiterbildung geschaffen werden. Im Gegensatz zum weit verbreiteten Top-down-Ansatz wurde ein hierarchieübergreifender, subjektwissenschaftlicher Beteiligungsansatz gewählt, der die Perspektiven von Führungskräften und Beschäftigten gleichberechtigt einschließt.
Modellversuche sind seit nunmehr 30 Jahren ein wirksames und bewährtes Instrument für Innovationen. Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung ist eine permanente Modernisierung des Lernens in allen beteiligten Lernorten der Berufsbildung notwendig. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher Modellversuche sowohl in der berufsbildenden Wirtschaft (Wirtschafts-Modellversuche) als auch im beruflichen Schulwesen (BLK-Modellversuche). Der Beitrag umreisst die Förderphilosophie, die neuen Förderprogramme sowie die Wirkungen der Modellversuche im beruflichen Schulwesen und im beruflichen Bildungssystem.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.