Die Einrichtung von Lerninseln am Universitätsspital Basel zielte auf die Neugestaltung der betrieblichen Ausbildung. Lernen in der Arbeit sollte intensiviert und strukturiert, informelles und formales Lernen systematisch verbunden werden. Diese Reformorientierungen sind heute aktueller denn je. Wesentliche Erfolgsfaktoren des Modells liegen in seiner betrieblichen Verankerung und kontinuierlichen Weiterentwicklung. Dies zeigt sich vor allem in betriebspädagogischer und betriebsorganisatorischer Hinsicht. Der Beitrag blickt auf 15 Jahre Erfahrung mit dem Ausbildungsmodell zurück, das sich zwischenzeitlich zum »Ausbildungsstandard Lerninsel im Pflegebereich« entwickelt hat.
Die Forderung nach handlungsorientierter Ausbildung trifft immer noch auf eine Praxis, die stark durch einen lehrerzentrierten Unterricht geprägt ist. Im Beitrag werden Prinzipien eines prozessorientierten und kompetenzbasierten Lernens skizziert und der damit verbundene Wandel im Selbstverständnis des Ausbildungspersonals im Kompetenzzentrum Bürokaufleute Online (KOMZET) dargestellt. Hier wurden in den letzten drei Jahren variable Werkzeuge zur didaktischen Gestaltung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung entwickelt.
Die Entwicklung von Entscheidungskompetenz sowie von operativen Fähigkeiten der Planung, Durchführung und Bewertung einer Messebeteiligung stehen im Mittelpunkt des Planspiels "Marmelade". Es wurde für die berufliche Bildung entwickelt. Die Durchführung erfolgte in zwei Piloterprobungen mit Berufsschulklassen im Industriebereich. Im Rahmen einer Exploration des Handlungsfeldes "Messebeteiligung" konnten ein Anforderungsprofil für Messeaussteller generiert und Bezugspunkte zu bestehenden Ausbildungsgängen herausgearbeitet werden.
Das Ausbildungskonzept "Bauhaus-Projekt" greift in besonderem Masse die arbeitsmarktpolitische Situation von Jugendlichen mit dem Ziel auf, sie nicht nur erfolgreich, sondern auch dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit seiner neuen Form der gewerkeübergreifenden und projekt- und dialogorientierten Ausbildung und Qualifizierung am Beispiel der im Bauhandwerk vertretenen Haupt- und Nebenberufe stellt es möglicherweise eine Besonderheit in der Ausbildungslandschaft dar. Sich an das von CRAMER postulierte "integrative Ausbildungskonzept" anlehnend und gekennzeichnet durch die Vernetzung von fachlichen Inhalten (modularer Aufbau), berufsfeldübergreifender (gewerkeübergreifend) sowie berufsübergreifender Ausbildung (Vermittlung von Schlüsselqualifikationen), soll es als ein Katalysator und Mittler in der Vermittlung von Theorie und Praxis in der heutigen beruflichen Ausbildung verstanden werden. Der Beitrag stellt das Ausbildungskonzept vor.
Der Beitrag fußt auf Ergebnissen einer empirischen Untersuchung, die 1994/95 in Betrieben der Länder Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt in den Berufen Elektroinstallateur, Industriemechaniker, Kaufmann im Einzelhandel und Industriekaufmann durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, auf welche Ursachen die Ausbildungszufriedenheit zurückgeführt werden kann und welchen Beitrag die betriebliche Ausbildungspraxis zur Erklärung der Zufriedenheit der Auszubildenden leistet. Die Auszubildenden äußerten sich in der Regel recht zufrieden über ihre betriebliche Berufsausbildung. Dabei gibt es jedoch erhebliche berufsspezifische Unterschiede bei den Zufriedenheitsaussagen der Jugendlichen. Ein größeres Maß an Selbständigkeit beeinflusst die Zufriedenheit nur in der Tendenz positiv. Jedoch hat die erlebte Ausbildungspraxis (Ausbildungsmethoden, Zuwendung, Ausbilder) entscheidenden Einfluss auf die Zufriedenheit der Auszubildenden. Als eigenständige Faktoren sind der "Abwechslungsreichtum der Arbeitsaufgaben" und die "persönliche, ausbildungsbezogene Zuwendung durch die Ausbilder" von größtem Gewicht.
Der Beitrag geht auf die Probleme der Fachbildung bei der Auswahl von Inhalten, Lernformen und Ausbildungsmethoden ein. Durch das Tempo der Wissensentwicklung, die Unsicherheit bei der Prognose überdauernder Lerninhalte und die Bildungstheorie einer "zweckfreien Bildung" ist die Fachbildung in eine Krise geraten, die vom Autor nachgezeichnet und kommentiert wird. In einem weiteren Schritt wird die Frage analysiert, wie sich Ausbildung und Schulbildung wandeln müssten, um dem Anspruch einer verstärkten Entwicklung der Persönlichkeit durch die gezielte Förderung von Schlüsselqualifikationen Rechnung zu tragen. Abschließend wird die Frage behandelt, was bildungspolitisch und didaktisch zu tun ist, um der Krise der Fachbildung durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen begegnen zu können. Als Lösung wird eine Erweiterung der fachdidaktischen Perspektive vorgeschlagen, die über das fachlich Relevante auch das außerfachlich Notwendige im Blick behält.
Am Beispiel eines Unternehmens der Automobilindustrie werden Erfahrungen bei der Umsetzung der neugeordneten industriellen Metallberufe dargestellt. Im Mittelpunkt stehen u.a. Fragen der sachlichen und zeitlichen Ausbildungsstruktur, der Abstimmung mit den Fachstellen, des Aufwands für die Ausbildung, der Ausbildungsmethoden und Lernorganisation sowie des Kostenaufwands und der Zusammenarbeit mit den anderen Partnern des dualen Systems.
Für die Berufsausbildung in der öffentlichen Verwaltung werden inzwischen ebenso wie in den meisten übrigen Wirtschaftsbereichen veränderte Zielsetzungen als erforderlich angesehen. Um die Kompetenz zur selbständigen Aufgabenbearbeitung zu fördern, sind die Ausbildungsmethoden auf diese Zielsetzung abzustimmen. Hierfür sind jedoch spezifische Merkmale der Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung zu beachten. In einem Projekt wurden deshalb Realisierungsmöglichkeiten für eine Modernisierung der Ausbildungsmethoden untersucht.
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