Berufliche Orientierungsangebote sollen Interessen und Neigungen junger Menschen aufgreifen, Zugang zu praktischen Berufserfahrungen ermöglichen sowie Informationsgrundlagen über die Berufs- und Arbeitswelt schaffen. Im Beitrag stellt sich die Frage, wie es dem Ausbildungspersonal im Berufsorientierungsprogramm (BOP) gelingt, die Berufswahlkompetenz junger Menschen vor dem Hintergrund neu formulierter Standards zu stärken.
Im Beitrag werden Theorien behandelt, die Maßnahmen zur Berufsorientierung begründen können. Im ersten Schritt werden grobe Zielkategorien von Berufsorientierung erläutert. Dies erfolgt eingegrenzt auf Maßnahmen zum ersten Übergang in eine berufliche Ausbildung oder ein Studium. Im zweiten Schritt werden etablierte Theorien zur Berufswahl hinsichtlich zentraler Kernannahmen und Perspektiven vorgestellt und diese exemplarisch auf Maßnahmen bezogen. Abschließend folgen Hinweise, die bei der Konzeption von Maßnahmen bedacht werden sollten, um die Ziele zu erreichen.
Damit Jugendliche den Übergang von der Schule in den Beruf gut bewältigen können, wird eine Reihe pädagogischer Angebote über einen längeren Zeitraum bereitgestellt. Welchen Beitrag diese pädagogischen Angebote, d. h. die Lerngelegenheiten der schulischen Berufsorientierung, im Einzelnen leisten, ist nicht vollumfänglich bekannt. Im Beitrag wird eine Studie vorgestellt, die langfristige Wirkungen ausgewählter Lerngelegenheiten auf relevante Dimensionen erfolgreicher beruflicher Entwicklung untersucht. Demnach erweisen sich informelle Gespräche, die Jugendliche beispielsweise mit Eltern und Freunden führen, auch auf lange Sicht als besonders förderlich für die berufliche Entwicklung, während standardmäßig genutzte Lerngelegenheiten wie z. B. Betriebspraktika oder Potenzialanalysen keine langfristigen Effekte zeigen.
Betritt man das Gymnasium an der Schweizer Allee in Dortmund-Aplerbeck, fällt er direkt auf: der Berufswahlfahrplan. Als große Wandzeitung leuchtet er in bunten Farben und enthält – nach Jahrgangsstufen geordnet – alle Angebote zur Studien- und Berufsorientierung. Schnell wird deutlich, dass den Schülerinnen und Schülern hier mehr geboten wird als das, was Berufsorientierung im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ standardmäßig vorsieht. Im Interview schildert Matthias Labs, der seit 12 Jahren zusammen mit einer Kollegin die Berufsorientierungsmaßnahmen an der Schule koordiniert, was es heißt, ein so umfassendes Angebot aufrechtzuerhalten und Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, einen beruflichen Weg zu finden, der ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht.
Die Potenzialanalyse ist seit 2010 eigenständiger Bestandteil des Berufsorientierungsprogramms BOP des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Lauf der Zeit und infolge von länderspezifischen Anpassungen haben sich verschiedene Durchführungsvarianten der Potenzialanalyse entwickelt. In einer vom BMBF in Auftrag gegebenen Interventionsstudie zur Potenzialanalyse (ISPA) wurde die Wirksamkeit unterschiedlicher Ansätze untersucht. Hintergründe und zentrale Ergebnisse der Studie werden im Beitrag vorgestellt.
Der Beitrag greift Erkenntnisse und Erfahrungen auf, die in einem Entwicklungs- und Umsetzungsvorhaben zur Professionalisierung Beruflicher Orientierung an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern seit 2016 gesammelt werden. Hierfür wurde ein jahrgangsübergreifendes pädagogisches Angebot für die schulische Berufliche Orientierung konzipiert – „Mission ICH“. Im Beitrag wird aufgezeigt, auf welchen Ebenen eine konsequente Implementation von „Mission ICH“ Schulentwicklungsprozesse erfordert und an welche Grenzen die Akteure in diesem Prozess stoßen. Ein Ausblick auf weitere Handlungsbedarfe schließt den Beitrag ab.
Vor der konkreten Berufswahl entsteht bei vielen Jugendlichen erstmals das Gefühl, für das eigene Leben verantwortlich zu sein. Der Beitrag schlägt das Konzept der erwerbsbiografischen Selbstverantwortung als eine der konkreten Berufswahl vorgängige Orientierungsleistung vor, um diese Herausforderung theoretisch zu fassen. Es werden Kriterien pädagogischen Handelns zur Entwicklung erwerbsbiografischer Selbstverantwortung formuliert und es wird beispielhaft gezeigt, wie digitale Angebote im Sinne einer tragfähigen pädagogischen Beziehung im Übergang genutzt werden können.
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