Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur, was wir arbeiten, sondern auch wie. Auf Basis der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2024 zeigt der Beitrag die aktuelle Verbreitung von KI auf dem Arbeitsmarkt. KI wird vor allem in kognitiv-analytischen und interaktiven Nichtroutinetätigkeiten genutzt und geht mit Anforderungen an Future Skills wie Probleme lösen, Wissenslücken schließen, kreativ sein oder überzeugen einher. Damit rücken im Kontext von KI neben fachlichen Anforderungen auch überfachliche Kompetenzen stärker in den Fokus. Berufliche Handlungskompetenz ist daher weiterhin gezielt zu fördern.
Im Beitrag wird das europäische Arbeitsmarktinstrument ESCO im Kontext anderer europäischer berufsbezogener Instrumente beschrieben. Es wird gezeigt, wie ESCO genutzt wird, um Berufsbilder durch das Aggregieren von „Skills“ zu strukturieren und Qualifikationen durch die Zuordnung von Kompetenzen zu Lernergebnissen zu definieren. Allerdings sind auf diese Weise definierte Qualifikationen für einen beruflich strukturierten Arbeitsmarkt nicht geeignet, da sie oft die nationalen Traditionen beruflicher Handlungskompetenzen nicht widerspiegeln. Abschließend wird im Beitrag ein alternativer Ansatz zur Sicherung der beruflichen Mobilität mithilfe von Qualifikationen vorgeschlagen.
Demokratische Gesellschaften leben vom freiwilligen Engagement ihrer Bürger/-innen. Dies setzt Autonomie im Handeln, Denken und Urteilen voraus. Der klassische Begriff dafür heißt "Mündigkeit". Er bezeichnet die individuelle Fähigkeit von Gesellschaftsmitgliedern, ein aufgeklärtes, verantwortungsbewusstes und selbstbestimmtes Leben zu führen. Diese Definition lässt jedoch die Frage offen, welche besonderen Kompetenzen zur Wahrnehmung politischer Teilhaberechte in demokratischen Gesellschaften erforderlich sind. Der folgende Beitrag gibt Antworten. Dazu werden Debattenhintergründe und ausgewählte Konzepte demokratischer Handlungskompetenz seit den 1990er-Jahren vorgestellt und darauf aufbauend die Möglichkeiten demokratischer Kompetenzförderung in der Berufsbildung skizziert.
Sowohl die Politikdidaktik als auch die Berufs- und Wirtschaftspädagogik fordern seit Jahrzehnten die Integration des Politisch-Demokratischen in die berufliche Bildung. Auch die Kultusministerkonferenz hebt als Lernziel die Mitgestaltung der Arbeitswelt und Gesellschaft in sozialer, ökonomischer, ökologischer und individueller Verantwortung hervor. Gleichwohl bestehen nach wie vor vielfach Umsetzungsdefizite. Der Beitrag verfolgt das Ziel, das Verhältnis von beruflicher Handlungskompetenz und Demokratiekompetenz konzeptionell zu bestimmen. Anhand von zwei Praxisbeispielen werden das Politische des Beruflichen und didaktisch-methodische Zugänge für die Lernorte aufgezeigt. In der abschließenden Reflexion werden konzeptionelle und bildungspolitische Schlussfolgerungen gezogen und Empfehlungen ausgesprochen.
Ein ganzheitlicher Bildungsauftrag ist laut Berufsbildungsgesetz Kernelement der Ausbildung im dualen System. Angesichts zunehmender Politikverdrossenheit und Populismus fragen sich ausbildende Betriebe verstärkt, welche Aspekte politischer Bildung sie vermitteln können, ohne Gefahr zu laufen, seitens der Auszubildenden als weltanschaulich tendenziös oder manipulativ wahrgenommen zu werden. Der Beitrag zeigt auf, welche Anknüpfungspunkte hierfür die seit 2021 geltenden Standardberufsbildpositionen bieten. Ziel ist es u. a., übergreifende Kompetenzen, die auch Teil der beruflichen Handlungsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt sind, über die gesamte Ausbildung zu fördern. Dazu gehören auch gesellschaftlich-demokratische Kompetenzen und Werte wie Partizipation, Diskursfähigkeit, Solidarität und Toleranz.
According to the Vocational Training Act, a holistic educational remit forms a core element of training in the dual system. In light of increasing political disenchantment and popularism, more and more companies providing training are wondering which aspects of civic education they can impart without running the risk of being perceived by the trainees as ideologically biased or manipulative. This article illustrates the points of reference offered in this regard by the standards in all occupational profile positions, which have been applicable since 2021. One of the aims is to foster cross-cutting competencies, which also form part of the employability skills set in the modern world of work, over the entire apprenticeship. These also include societal and democratic competencies and values such as participation, the ability to enter into discourse, solidarity and tolerance.
Im April 2023 hat das Fachforum Berufsbildung in der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein Positionspapier vorgelegt, in dem die Besonderheiten und die spezifischen Stärken der Berufsbildung für die BNE dargelegt werden. Ziel und Inhalte des Positionspapiers werden im Beitrag vorgestellt.
Auch in der hochautomatisierten chemischen und pharmazeutischen Produktion kommt es immer wieder zu Störungen und Störfällen. In diesen Situationen ist das kompetente Handeln der Fachkräfte besonders relevant, um negative Folgen zu vermeiden oder zu mindern. Welche Kompetenzen sind in diesem Zusammenhang wichtig und wodurch kann kompetentes Handeln unterstützt werden? Im Beitrag werden diese Fragen aufgegriffen und abschließend mögliche Konsequenzen für die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte dargestellt.
Abschlussprüfungen sollen aufzeigen, ob Lernende am Ende einer beruflichen Grundbildung die erforderlichen Handlungskompetenzen für ihren Beruf erworben haben. In der Schweiz bilden Abschlussprüfungen somit einen wichtigen Teil des Qualifikationsverfahrens in der beruflichen Grundbildung. Der Beitrag zeigt exemplarisch auf, wie Abschlussprüfungen handlungskompetenzorientiert konzipiert werden und welche Herausforderungen sich dabei für die Prüfungsautorinnen und -autoren ergeben.
Durch die Internationalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft erweitern sich die Anforderungen an Fachkräfte. Doch welche Kompetenzen ermöglichen es ihnen, in internationalen und interkulturellen Kontexten erfolgreich zu agieren? Was bedeutet „internationale berufliche Handlungskompetenz“ und wie kann sie Eingang in Ausbildungsordnungen finden? Antworten auf diese Fragen bietet ein neu konzipierter Kompetenzbaukasten mit konkreten Formulierungsbeispielen, der als Unterstützungsangebot für Sachverständige in Ordnungsverfahren entwickelt wurde.
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