Eine am BIBB, im Bereich Bibliothek und Dokumentation tätige junge Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste wird befragt, welche Berufsperspektiven und Karrierewege sich für sie durch ein Stipendium eröffnen.
Um junge Menschen bei ihrer individuellen Berufs- und Bildungswegplanung zu unterstützen und um ihnen leistungsadäquate Berufsperspektiven zu entwickeln, wurden klassische Assessment-Verfahren auf die Bedürfnisse dieses Klientels abgestimmt. Praktisch erprobt wurde dieses neue Orientierungsverfahren erstmals im Bezirk des Arbeitsamtes Bergisch Gladbach mit ca. 50 Jugendlichen und unter Beteiligung des BIBB evaluiert.
Seit dem 1. August 2000 wird in zwei neugeordneten Berufen - Fachkraft für Strassen- und Verkehrstechnik und Fachkraft für Wasserwirtschaft - ausgebildet. Der Geltungsbereich umfasst die gesamte Bundesrepublik; die neuen Berufe sind sowohl für den öffentlichen Dienst als auch für die Wirtschaft geöffnet. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über Arbeitsaufgaben, Tätigkeitsfelder, Prüfungen und Berufsperspektiven.
In dem Projekt "Mobilitätsverhalten und Berufsperspektiven studienberechtigter Fachkräfte in Betrieben und Maßnahmen zu ihrer weiteren Qualifizierung" wurden Entscheidungsprozesse und Mobilität von Absolventen mit Studienberechtigung nach der Lehre sowie deren Berufsperspektiven und weitere Qualifizierung durch die Unternehmen untersucht. Der Beitrag zeigt die beruflichen Perspektiven der Absolventen mit Studienberechtigung aus der Sicht von Unternehmen ausgewählter Wirtschaftsbereiche auf. Insgesamt stellen die Unternehmen den studienberechtigten Absolventen des dualen Systems gute berufliche Perspektiven in Aussicht. Dementsprechend besteht auch eine recht hohe Bereitschaft, sich in der Qualifizierung und Personalentwicklung dieser Nachwuchskräfte zu engagieren. Dennoch existieren große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen: In der Industrie und im Handwerk werden im eigenen Unternehmen weniger positive Berufsaussichten für die Absolventen gesehen als in Handelsbetrieben, Banken und Versicherungen. Günstige Aussichten zum Aufstieg werden den dual Ausgebildeten mit kaufmännischem Abschluß in den sogenannten "Abiturientenberufen" eingeräumt, abgeschwächt auch in den gewerblich-technischen Berufen. Im kaufmännischen Sektor ist oftmals das innerbetriebliche Karrieregefüge durchlässiger. Begrenzt beurteilen die befragten Betriebe die Chancen zum Aufstieg in die Führungsspitze der mittleren Unternehmensebene.
Von 1986-1988 wurden im Forschungsprojekt "Öffnung des Berufsspektrums für junge Frauen der Bergischen Region" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft Berufseinmündung und Berufsverlauf in sechs atypischen Berufen untersucht. Einer davon war der der Speditionskauffrau. 68 weibliche und 95 männliche Auszubildende dieses Berufes im ersten und dritten Lehrjahr wurden zur Ausbildungsmotivation, zum Ausbildungsverlauf, zu ihren beruflichen Zukunftsplänen und zu ihren Erwartungen an den Beruf befragt. Die Ergebnisse zeigen, daß schon die Motivation und Interessen differieren, mit denen junge Frauen und junge Männer die Ausbildung aufnehmen, daß sich die Unterschiede in Interessen und Aufgabenwahrnehmung während der Ausbildung vertiefen und schließlich mit dem ersten Arbeitseinsatz nach der Ausbildung Weichen für die weiteren Berufsperspektiven gestellt werden. Trotz der ursprünglichen Präferenz von speditionellen Tätigkeiten der Frachtabfertigung und Frachtorganisation entscheiden sich die jungen Frauen dann eher für den Arbeitsplatz in kaufmännischen oder Verwaltungsabteilungen - vermutlich schon im Hinblick auf die spätere Vereinbarkeit der Berufsausübung mit Aufgaben in der Familie. Längerfristig wird die Ausbildung zur Speditionskauffrau mehr als eine von mehreren möglichen kaufmännischen Erstausbildungen gesehen und eventuell auf eine breitere Verwertbarkeit hin ausgebaut, weniger als spezifische Ausbildung für den Spediteurberuf.
Seit 1970 hat sich die Zahl der Schulabgänger mit Hochschul- oder Fachhochschulreife um über das Dreifache auf heute rund 300.000 Studienberechtigte erhöht. Dieser gewaltige Anstieg ist das Resultat zweier sich verstärkender Effekte. Der demographische Einfluß der geburtenstarken Jahrgänge der frühen 60er Jahre wurde durch die seit Mitte der 60er Jahre ungebrochene Wertschätzung der Eltern begleitet, ihre Kinder auf eine höhere Schule zu schicken. Die Frage nach dem zweiten Ausbildungsschritt - akademische Ausbildung oder berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule - stellt sich für die Abiturienten der geburtenstarken Jahrgänge anders als für ihre Vorgänger. Die Aufnahmefähigkeit des staatlichen Sektors für Akademiker reduziert sich aus Gründen der Haushaltskonsolidierung und der verjüngten Altersstruktur von Akademikern im Staatsdienst auf den Ersatzbedarf. Die Chancen von Akademikern, einen angemessenen Arbeitsplatz im Produzierenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor oder in den Freien Berufen zu finden, werden enger. Angesichts dieser veränderten Berufsperspektiven orientiert sich die Ausbildungsentscheidung um, was zunächst anhand der jährlichen Totalerhebungen des Statistischen Bundesamtes zu den Studienabsichten der Abiturienten gezeigt wird.
Traditionell ist der Anteil weiblicher Auszubildender in den technischen Ausbildungsberufen des Öffentlichen Dienstes verschwindend gering. Seit 1978 gibt es gezielte Bemühungen seitens der Bundesregierung, mehr Ausbildungsplätze für Mädchen in technischen Berufsfeldern zu öffnen. Das Modellprogramm "Zur Öffnung gewerblich-technischer Berufe für Mädchen" hat dabei entscheidende Signale gesetzt und unterstreicht, daß es wünschenswert ist, wenn Mädchen Zugang zu den qualifizierten Ausbildungsgängen erhalten und ihnen die damit verbundene sichere Berufsperspektive eröffnet wird. Auch der Öffentliche Dienst ist als Ausbildender an diesen Modellversuchen beteiligt.
Das 1978 angelaufene Modellversuchsprogramm des Bundes umfaßt jetzt 22 wissenschaftlich begleitete Einzelprojekte in allen Bundesländern und Berlin. Die ersten fünf Modellversuche haben 1978 begonnen, die Mehrzahl in den Jahren 1979 und 1980. ln den rund 200 beteiligten Industrie- und Handwerksbetrieben sowie Ausbildungsstätten des öffentlichen Dienstes werden etwa 1.100 Mädchen in einem bisher trauenuntypischen gewerblich-technischen Berufausgebildet. Einbezogen wurden Berufe des gewerblich-technischen Bereichs, in denen 1978 der Frauenanteil unter fünf Prozent lag. Nachdem 1981 die ersten Modellversuchsteilnehmerinnen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und jetzt in ihren Berufen tätig sind, soll eine Zwischenbilanz zu den Fragen der Ausbildungsentscheidung und der beruflichen Einmündung gezogen werden. Die Aussagen haben, dem Stand der Versuche entsprechend, vorläufigen Charakter und beruhen im wesentlichen auf den Zwischenberichten der wissenschaftlichen Begleitungen, mündlichen und schriftlichen Berichten der Durchführungsträger bzw. beteiligter Betriebe.
Das BIBB hat die am Modellversuchsprogramm zur Erschließung gewerblich/technischer Ausbildungsberufe für Mädchen beteiligten Ausbilder zu einem eintägigen Erfahrungsaustausch nach Berlin eingeladen. 30 Durchführungsträger/Betriebe entsandten insgesamt 61 Experten, die in ihrer täglichen Arbeit mit der Berufsausbildungvon Mädchen in gewerblich/technischen Berufen sind. Ihre Erfahrungen basieren auf einem Großteil der rund 1.000 Mädchen umfassenden Modellversuchspopulation aus den an 20 Standorten über das ganze Bundesgebiet und Berlin (West) verstreuten Modellversuchen.
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