Trotz des aktuellen Mangels an Arbeitskräften und einer hohen Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze haben viele Jugendliche Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in eine vollqualifizierende Ausbildung. Dies betrifft vor allem Jugendliche ohne oder mit einfachem Schulabschluss. Sie sind daher häufig in Bildungsgängen des Übergangsbereichs zu finden. Während zur Lebenssituation dieser Jugendlichen bereits Forschungsergebnisse vorliegen, gibt es zum Unterricht in Bildungsgängen des Übergangsbereichs kaum empirische Erkenntnisse. Dies gilt insbesondere für die Unterrichtsplanung, die in diesem Beitrag behandelt wird. Hierzu werden Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Lehrpersonen vorgestellt.
Das Jugendalter zeichnet sich durch mehr aus, als Qualifizierungsschritte hin zur Berufsentscheidung und Berufseinmündung zu vollziehen. Charakteristisch für diese Lebensphase sind auch Verselbstständigungsprozesse in weiteren Lebensbereichen. Die letzten drei Jahre waren jedoch durch die Pandemie und die damit verbundenen gesellschaftlichen Maßnahmen geprägt, was junge Menschen auf besondere Weise in ihren Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten beeinflusst hat. Welche konkreten Auswirkungen diese Situation auf eine Lebensphase hat, in der sich junge Menschen sowieso in einem Umbruch befinden, soll anhand des DJI-Surveys AID:A und der qualitativen Studie „Zukunftsbezogene Unsicherheit von Jugendlichen am Übergang von der Schule in den Beruf in Zeiten von Corona“ gezeigt werden.
Der Kenntnis- und Forschungsstand zur Lebenssituation und gesellschaftlichen Integration funktionaler Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland ist sehr gering. Dies betrifft auch Fragen der schulischen Sozialisation und beruflichen Integration. Auf der Grundlage erster Befragungen, die im Rahmen des Projekts AlphaPanel durchgeführt wurden, werden im Beitrag die schulischen und beruflichen Wege nachgezeichnet, die funktionale Analphabetinnen und Analphabeten vor dem Beginn eines Alphabetisierungskurses gegangen sind. Dabei werden besonders der Übergang in die berufliche Ausbildung und die Integration in den Arbeitsmarkt fokussiert. Die Ergebnisse belegen, dass zwar ein Großteil der Befragten einer Erwerbstätigkeit nachgeht, allerdings meist in Aushilfs- und Anlernberufen. Daher ist ein zentrales Motiv für die Teilnahme an einem Alphabetisierungskurs das Ziel, die berufliche Situation zu verbessern.
Der Beitrag basiert auf einer repräsentativen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung über die Bildungs- und Lebenssituation junger Ausländer, die 1989 in der Bundesrepublik durchgeführt wurde. Schwerpunkte der Befragung waren neben dem Bildungsverhalten, der schulischen und beruflichen Bildung sowie der beruflichen Integration Fragen der Familien- und Wohnsituation, der Freizeitgestaltung und Aufenthaltsorientierung sowie der Befindlichkeit junger Menschen ausländischer Herkunft in der Bundesrepublik. Der Beitrag stellt dar, wie die Betroffenen Ausländerfeindlichkeit und Diskrimierung erleben und welche Folgen die wahrgenommene und erlebte Diskriminierung für ihr Leben in Deutschland hat. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass das Wohlbefinden der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausländischer Herkunft seit dem Fall der Mauer erheblich zurückgegegangen ist.
Die Lebenslage und Ausbildungssituation von Jugendlichen in den neuen Bundesländern ist Gegenstand einer Langzeitstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung. Untersucht wird, wie sich neben der konkreten Berufswahl, der Aufnahme einer Ausbildung und dem Ausbildungsverlauf unter anderem auch die Normen und Wertvorstellungen der ostdeutschen Jugendlichen in einer Phase des Umbruchs entwickeln. Der Beitrag berichtet über ausgewählte Ergebnisse des ersten Paneels von 1993 zu Fragen der Gewaltbereitschaft und zu ausländerfeindlichen Einstellungen. Die Antworten der Jugendlichen deuten darauf hin, dass sie zum größten Teil nicht als gewaltbereit zu bezeichnen sind, dass sie aber dennoch anfällig dafür sind, ihren Ohnmachtsgefühlen auch gewaltsam Ausdruck zu verleihen.
Analysen der Umweltsituation in den neuen Bundesländern lassen zunehmend das Ausmaß der Betroffenheit der Menschen in den Problemregionen deutlich werden. Ihre Lebenssituation durch umfassende Sanierungsmaßnahmen rasch zu verbessern, ist dringend erforderlich, wobei aber vermieden werden muß, das Know-how und Bewußtsein der Beteiligten einseitig auf nachsorgenden oder kompensatorischen Umweltschutz auszurichten. Langfristig ist eine aktive Umweltpolitik erforderlich, die zum Ziel hat, "End-of- the-pipe-Maßnahmen" durch Präventionsstrategien zu ersetzen. Das würde bedeuten, in der Wirtschaftsplanung Umweltbelange nicht unter "ferner liefen" zu behandeln, sondern sie konsequent als wichtigen Faktor einzubeziehen. Voraussetzung dafür ist die Entwicklung von Umweltbewußtsein und umweltbezogener Handlungskompetenz bei allen Beteiligten. Die Gestaltung und Umsetzung dieser bildungspolitischen Aufgabe müßte in den neuen Bundesländern unter Berücksichtigung der regionalen Verhältnisse, der Bedürfnisse und des Bewußtseins der Bevölkerung geleistet werden.
In dem Beitrag werden am Beispiel des Modellprojektes "Motivation und Umschulung längerfristig arbeitsloser Frauen in Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben", das seit 1984 an der Münchner Volkshochschule durchgeführt wird, die Bedingungen und Erfahrungen einer integrierten Bildungsmaßnahme diskutiert. Eine solche Bildungsmaßnahme beinhaltet das Zusammenwirken beruflicher, allgemeiner und persönlicher Bildungsprozesse, in denen auch bisherige und künftige Lebensentwürfe und das Spannungsverhältnis zwischen den unterschiedlichen Anforderungen des privaten Lebens und des Erwerbsbereichs Lerngegenstand sind. Die Autorinnen gehen davon aus, daß ein integriertes Bildungskonzept und weitere innovative Ansätze dazu beitragen können, daß die hohen Abbruchquoten bei Umschulungen gesenkt und die berufliche Handlungsfähigkeit von Frauen gestärkt werden.
Scheitern ausländische Jugendliche an "utopischen Berufswünschen", weil sie "schnelles Geldverdienen" einer Ausbildung vorziehen oder weil sie sich an "Modeberufen" orientieren?
Berufsfindungsprozesse sind wegen der akuten Ausbildungsnot jedes Jahr im September Gegenstand von Diskussionen darüber, wie viele Jugendliche, die eine Ausbildung nachfragen, auch tatsächlich einen Ausbildungsplatz erhalten und wie viele von ihnen "unversorgt" bleiben. Quantitative Gesichtspunkte stehen im Vordergrund der Diskussion. Berufsfindung bedeutet für den einzelnen jedoch mehr. Der Prozeß beginnt vor Verlassen der allgemeinbildenden Schule mit der Entwicklung von Berufswünschen und -orientierungen, erfährt seine ersten Korrekturen durch konkrete Erfahrungen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, im Zuge dessen Anpassungsstrategien entwickelt werden, und endet mit der Berufseinmündung. Da der Verlauf dieses Prozesses in der Regel die weitere berufliche und persönlicheEntwicklung des Jugendlichen prägt, können "Brüche" weiterreichende Folgen haben als zeitpunktbezogene statistischeDaten dies zu erkennen geben, wie sie z. B. das Statistische Bundesamt jährlich vorlegt.
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