Der Beitrag stellt den Stand der Forschung und Erkenntnisse zu Weiterbildung in Migrantenunternehmen auf Grundlage einer Unternehmensbefragung aus dem Jahr 2013 vor. Anhand von Betriebsgrößenklassen, Wirtschaftszweigen und der Bildung der Inhaber/-innen werden die Unterschiede in der Weiterbildungsteilhabe zwischen Migranten- und Nicht-Migrantenbetrieben dargestellt. Auf Basis der Ergebnisse ist zu vermuten, dass neben betriebsstrukturellen Einflüssen auch weitere migrationsbedingte Einflüsse als Ursachen für die niedrigere Weiterbildungsteilhabe in Migrantenbetrieben in Betracht gezogen werden müssen. Hierzu werden mögliche Ansätze für weitere Untersuchungen vorgeschlagen.
Bei der Beantwortung der Frage nach der Ähnlichkeit von Berufen und der Möglichkeit, diese stärker zusammenzufassen, wird im Folgenden ein empirisch gestütztes Konzept der Verdichtung von Erwerbsberufen vorgestellt, das auf der Basis von Tätigkeits- und Branchenschwerpunkten 54 Berufsfelder definiert.
Seit nunmehr zehn Jahren werden in vielen Wirtschaftszweigen tarifliche Vereinbarungen zur Ausbildungsförderung geschlossen. Die Tarifparteien wollen hiermit dazu beitragen, die schwierige Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt und die teilweise schlechten Übernahmechancen von Ausbildungsabsolventen und -absolventinnen zu verbessern. Im Beitrag werden - ausgehend von den aktuellen Strukturen im Jahre 2005 - die wichtigsten Veränderungen der tariflichen Ausbildungsförderung seit 1996 zusammenfassend beschrieben. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, ob mit den bestehenden Vereinbarungen eine hohe Wirksamkeit erreicht werden kann. Anhand von Good-Practice-Beispielen werden dann Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Zielerreichung besser sichergestellt werden könnte. Abschließend wird aus den Ergebnissen ein Gesamtfazit gezogen.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (www.bibb.de) hat ein Forschungsprojekt zur "Evaluation der Büroberufe" durchgeführt, dessen Ergebnisse und Überlegungen zur Neuordnung nun vorliegen. Die Evaluation der Ausbildungsordnungen zeigt, ob und wie die Intentionen der Neuordnung vor zehn Jahren in der betrieblichen und schulischen Ausbildung sowie in den Prüfungen umgesetzt werden. Dabei wird auch geklärt, wie Qualifikationen verwertet werden und wieweit die Ausbildungsordnungen anforderungsgerecht gestaltet sind. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Forschungsergebnisse und daraus abzuleitende Schlussfolgerungen für eine weitere Neuordnung der Büroberufe. Ergebnis der Evaluation ist, dass die Büroberufe als Querschnittsberufe in allen Wirtschaftszweigen und in der öffentlichen Verwaltung unabhängig von der Betriebsgröße akzeptiert sind. Im Unterschied zu der bisher eher binnenorientierten Ausrichtung der Büroberufe auf die Schwerpunkte Rechungs- und Personalwesen werden diese Berufe sich zukünftig stärker an den Bereichen Kundenorientierung, Projekt- und Qualitätsmanagement orientieren unter der Berücksichtigung neuer Einsatzgebiete, insbesondere E- Government, Call Center, Kundendienst und Sachbearbeitungsaufgaben in öffentlichen Verwaltungen.
Der Beitrag basiert auf Daten der seit 1979 nunmehr vierten BIBB/IAB-Erhebung, deren Feldarbeit um die Jahreswende 1998/99 durchgeführt wurde. Schwerpunkt der Untersuchung war der sich vollziehende Strukturwandel in der Arbeitswelt, insbesondere die Veränderungsdynamik in den Betrieben. Zum einen wurde nach strukturellen Veränderungen in den Wirtschaftszweigen (Vergleich der Erwerbstätigen nach Wirtschaftsbereichen und Betriebsgrössenklassen) und technisch-organisatorischen Veränderungen in den Betrieben in den zurückliegenden zwei Jahren gefragt und zum anderen, ob diese sich auf die persönliche Arbeitssituation und die Arbeitsanforderungen ausgewirkt haben. In dem Beitrag wird eine erste Auswertung der Ergebnisse insbesondere unter dem Aspekt der Veränderungsdynamik in den Betrieben vorgestellt. Es wird festgestellt, dass einer der Hauptfaktoren des Wandels in der Verbreitung der Informationstechnologie zu sehen ist. Rund drei Viertel der Erwerbstätigen haben eine Änderung im Betrieb erfahren und auch eine Auswirkung auf die persönliche Arbeitssituation (41 Prozent). Aus der Sicht der Befragten hat sich die Arbeit in dem Zwei-Jahres-Zeitraum eher negativ entwickelt. Stress und Arbeitsdruck haben zugenommen, ebenso die körperliche Belastung. Positiv zu bewertende Entwicklungsaspekte sind der Anstieg der fachlichen Anforderungen und damit verbundene berufliche Entwicklungschancen.
Immer mehr Betriebe suchen im Outsourcing, das heißt in der Auslagerung von Geschäftsbereichen oder Dienstleistungen, neue Strategien, um sich Vorteile am Markt, Kostenentlastung, eine klare kundenorientierte Profilbildung usw. zu verschaffen. Welche Auswirkungen sich daraus für die Berufsausbildung ergeben, wurde erstmals vom Bundesinstitut für Berufsbildung ermittelt. Untersucht wurde, wie sich Outsourcing auf die Ausbildungsquote und das Ausbildungsverhalten der Betriebe auswirkt und welche Folgen für den betrieblichen Teil der Berufsausbildung sich ergeben bzw. zu erwarten sind. Die in dem Beitrag dargestellen Ergebnisse basieren auf Befragungen von Ausbildungsverantwortlichen aus Großbetrieben aller Wirtschaftszweige. Fazit der Umfrage: Die Ausgliederungen werden Einschränkungen in Umfang und Berufsstruktur der Ausbildung zur Folge haben, und die quantitativen und qualitativen Standards der Ausbildung werden künftig nicht mehr zu halten sein.
Das produzierende Handwerk hat sich in den vergangenen Jahren zu einem dienstleistungsorientierten Wirtschaftszweig entwickelt. In dem Beitrag werden Ergebnisse einer erstmalig durchgeführten empirischen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung zu Dienstleistungen im produzierenden Handwerk als Grundlage für die Entwicklung von Dienstleistungsqualifikationen vorgestellt. Das Hauptziel der Untersuchung bestand darin zu erfahren, welche Schlussfolgerungen für die Aus- und Weiterbildung zu ziehen sind. Soll der Umgang mit Kunden schon in der Erstausbildung vermittelt und die Lernziele in der Ausbildungsordnung festgeschrieben werden bzw. sollen Meister, Gesellen und das Fachpersonal gezielt weitergebildet werden? Erfasst wurde die Dienstleistungsintensität nach Beschäftigtengrößenklassen und nach Berufen. Es wurde festgestellt, dass die Dienstleistungsintensität betriebsgrößen-, berufs-, erfolgs-, alters- und weiterbildungsabhängig ist. Neun von zehn Betrieben halten die Vermittlung von Dienstleistungskompetenzen in der Berufsausbildung für wünschenswert.
Da das Angebot an Ausbildungsstellen trotz steigender Bewerberzahlen seit 1992/93 kontinuierlich gesunken ist, wurde das Ausbildungsverhalten der westdeutschen Betriebe zu einem Befragungsschwerpunkt im IAB-Betriebspanel 1995. Mit den Ergebnissen dieser Arbeitgeberbefragung zum 30.06.1995 ist es möglich, das faktische Potential an Ausbildungsbetrieben der Wirtschaft und der Verwaltungen im Ausbildungsjahr 1994/95 differenziert nach Branchen und Betriebsgrößenklassen abzubilden. Der Beitrag stellt die Ausbildungsaktivitäten der Betriebe von 1993 bis 1997 nach Betriebsgrößen dar und beschreibt das Ausbildungsangebot der Betriebe. Eingegangen wird auch auf die Zahl der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge, die Nichtbesetzung von Ausbildungsstellen, die Anzahl der erfolgreichen Ausbildungsabschlüsse und Übernahmequoten sowie die Maßnahmen der Betriebe zur Anbindung ihrer Auszubildenden an den Betrieb.
In dem Projekt "Mobilitätsverhalten und Berufsperspektiven studienberechtigter Fachkräfte in Betrieben und Maßnahmen zu ihrer weiteren Qualifizierung" wurden Entscheidungsprozesse und Mobilität von Absolventen mit Studienberechtigung nach der Lehre sowie deren Berufsperspektiven und weitere Qualifizierung durch die Unternehmen untersucht. Der Beitrag zeigt die beruflichen Perspektiven der Absolventen mit Studienberechtigung aus der Sicht von Unternehmen ausgewählter Wirtschaftsbereiche auf. Insgesamt stellen die Unternehmen den studienberechtigten Absolventen des dualen Systems gute berufliche Perspektiven in Aussicht. Dementsprechend besteht auch eine recht hohe Bereitschaft, sich in der Qualifizierung und Personalentwicklung dieser Nachwuchskräfte zu engagieren. Dennoch existieren große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen: In der Industrie und im Handwerk werden im eigenen Unternehmen weniger positive Berufsaussichten für die Absolventen gesehen als in Handelsbetrieben, Banken und Versicherungen. Günstige Aussichten zum Aufstieg werden den dual Ausgebildeten mit kaufmännischem Abschluß in den sogenannten "Abiturientenberufen" eingeräumt, abgeschwächt auch in den gewerblich-technischen Berufen. Im kaufmännischen Sektor ist oftmals das innerbetriebliche Karrieregefüge durchlässiger. Begrenzt beurteilen die befragten Betriebe die Chancen zum Aufstieg in die Führungsspitze der mittleren Unternehmensebene.
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