In den letzten Jahren änderte sich die Schulabgängerstruktur und mit ihr die früher überragende Bedeutung der Hauptschule. Zwischen 1970 und 1990 hat sich die Zahl der Abiturienten an Gymnasien, vor allem aber auch an beruflichen Schulen stark erhöht. Der Beitrag geht auf die Veränderungen im Sekundarbereich II ein und betrachtet außerdem die Entwicklung der dualen Ausbildung im o.g. Zeitraum.
Ohne die aus dem Ausland angeworbenen „Gastarbeiter/-innen“ wäre das Wirtschaftswachstum in den 1950er- und 1960er-Jahren in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland nicht tragfähig gewesen. Sechs Jahrzehnte später gibt es erneut eine Diskussion zu wachsenden Arbeits- und Fachkräfteengpässen. Ohne Zuwanderung scheint der Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet. Die Rahmenbedingungen für die Arbeitsmigration sind heute allerdings andere als in den ersten Nachkriegsjahrzenten. Der Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Arbeitsmigration in die BRD – von ihren Anfängen bis heute.
Die Übernahme des dualen Berufsbildungssystems West in den neuen Ländern stellte das Ausbildungspersonal vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Im August 1990 begann die Förderung der Qualifizierung des Personals der beruflichen Bildung in Ostdeutschland. Vom damaligen Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBW) wurden dafür bis 1992 rund 50 Mio. DM bereitgestellt. Was konnte dieses Programm bewirken? Welche Rolle spielte es im Transformationsprozess? Wie haben Ostdeutsche und Westdeutsche diesen Prozess unterstützt? Der Beitrag geht diesen Fragestellungen nach und zeigt aus der Rückschau Erkenntnisse und Erfahrungen auf.
Der Aufbau eines Netzes von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten im östlichen Teil Deutschlands ist berufsbildungspolitisch eine sehr bedeutsame Aufgabe, die wesentlich höhere konzeptionelle Anforderungen stellt, als dies bei der Schaffung überbetrieblicher Ausbildungskapazitäten in den alten Bundesländern der Fall war. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wird im folgenden beschrieben, welche Probleme aus heutiger Sicht zu meistern sind, was bei der Förderung ÜBS in den neuen Bundesländern zu bedenken ist und was gefördert werden kann.
Das ehemalige Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft hat 1990 mit einem Qualifizierungsprogramm für das Personal der beruflichen Bildung in den ostdeutschen Bundesländern (Programm PQO) begonnen, dessen Förderung 1992 auf das Bundesinstitut für Berufsbildung übergegangen ist. Der folgende Beitrag informiert über Ziele, Fördergrundsätze und Förderschwerpunkte des Programms PQO. Er gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Stand und die daraus abgeleiteten künftigen Entwicklungslinien.
Die Berufsbildungsforschung ist durch eine Vielzahl an Akteuren, Forschungsfeldern, Gegenständen, Fragestellungen und Entwicklungsaufgaben charakterisiert. Sie besitzt demnach ein sehr breites Profil, das sich zusehends ausdifferenziert. Ihr zentraler Anspruch ist es, den Zusammenhang von Beruf, Erwerbsarbeit und Bildung zu erforschen.
Diese Aufgaben profilieren nicht erst seit den 1960er-Jahren ihr Selbstverständnis. Vielmehr reicht ihre Geschichte bis in die vorindustrielle Zeit zurück. Welche Leitmotive die Entwicklung des Selbstverständnisses der Berufsbildungsforschung seit der Industrialisierung Deutschlands maßgeblich beeinflussten, wird im Beitrag an zwei Beispielen beleuchtet, die auf je eigene Weise berufsbildungsgeschichtlich bis in die Gegenwart bedeutsam sind: das Kaiserreich und die Zeit der national sozialistischen Diktatur.
Seit 1992 veröffentlicht die OECD indikatorenbasierte Informationen über die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in den OECD-Staaten im Rahmen der Publikation „Bildung auf einen Blick“. Die Ergebnisse der Veröffentlichung werden fortlaufend aktualisiert und ermöglichen die Einordnung des nationalen Bildungssystems im internationalen Vergleich. Zugleich bilden sie eine Grundlage für die internationale Bildungsdiskussion. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über den konzeptionellen Rahmen für die Indikatoren, die Entscheidungsprozesse bei der Auswahl der Indikatoren, die Abgrenzung beruflicher Bildung im Sekundarbereich II einschließlich darauf aufbauender Beispielindikatoren. Anschließend wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.
Ausgehend von der Diskussion über eine Systemkrise der dualen Berufsausbildung in Deutschland werden im Beitrag in einer längerfristigen Betrachtung (Zeitraum 1960er bis 1990er Jahre) Analysen zur Entwicklung der betrieblichen Ausbildung und ausgewählter Rahmenbedingungen skizziert. Hierbei zeigt sich in den letzten Jahren ein deutlicher Zusammenhang zwischen der äußerst ungünstigen Beschäftigungsentwicklung und dem Abbau betrieblicher Ausbildungskapazitäten. Empirische Belege für eine im Wesentlichen hausgemachte Krise des dualen Systems lassen sich dagegen nicht ableiten. Für die Zukunft der dualen Berufsausbildung bedeutet dies eine im Vergleich zu früheren Phasen stärkere Anbindung des betrieblichen Ausbildungsangebots an den aktuellen und künftigen Fachkräfte- und Qualifikationsbedarf der Wirtschaft.
Im September 1992 erhielt das Bundesinstitut für Berufsbildung (www.bibb.de) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung die Aufgabe, im Rahmen des Beratungsprogramms TRANSFORM der Bundesregierung Massnahmen auf dem Gebiet der beruflichen Bildung in den Staaten Mittel- und Osteuropas durchzuführen, zu begleiten und zu evaluieren. Der Beitrag berichtet über Erfahrungen aus dem mittlerweile in der Abschlussphase befindlichen Vorhaben und zeigt Perspektiven der weiteren Zusammenarbeit auf. Insbesondere wird ein Pilotprojekt vorgestellt, das die Erfahrungen aus TRANSFORM für künftige Beratungsleistungen des BIBB nutzbar machen wird. Die Beratung des BIBB zielte darauf, die Entwicklung handlungs- und praxisorientierter Formen der Aus- und Weiterbildung sowie neuer Qualifikationsprofile zu unterstützen.
In der Fachöffentlichkeit und politischen Aufmerksamkeit markiert das Jahr 2000 den Übergang von der beruflichen Umweltbildung zur Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung". Die in Rio 1992 beschlossene Agenda 21 hat das Prinzip der Nachhaltigkeit zu einem alle Lebensbereiche umfassenden Leitbild des Wirtschaftens erklärt, wozu auch Berufsbildung einen wichtigen Beitrag leisten kann. Die thesenartig vorgetragenen Überlegungen stehen im Kontext einer Reihe insbesondere bildungspolitisch motivierter Klärungsprozesse und Massnahmen.
Die Betreuung und Pflege alter Menschen entwickelt sich zu einem bedeutenden Arbeitsfeld im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens. Insbesondere die Altenpflege ist jedoch davon betroffen, dass ein großer Teil des ausgebildeten Fachpersonals den Beruf wieder verlässt. Der Beitrag stellt die wichtigsten Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung zu Berufseinmündung und Berufsverbleib in der Altenpflege vor, die vom BIBB zwischen 1992 bis 1997 durchgeführt wurde. Absolventen von Altenpflegeschulen wurden nach ihren Berufswahlmotiven, ihrer Zufriedenheit mit der Ausbildung sowie nach ersten Erfahrungen in der Berufspraxis und ihren weiteren beruflichen Plänen befragt. Ausbildungsqualität, Professionalität beruflicher Bildung und die Dauer des Berufsverbleibs müssen danach in unmittelbarem Zusammenhang gesehen werden. Eine alarmierende Berufsflucht quittiert die aus der Balance geratene Verbindung zwischen beruflicher Bildung und Arbeitswirklichkeit.
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