Geprüft werden die Prognosen zu den Arbeitsmarktchancen von Informationstechnik-Fachkräften im allgemeinen und für die neuen Ausbildungsgänge im dualen System im besonderen. Die quantitative Beschäftigungsentwicklung, die Qualifikationsentwicklung sowie die qualitative Veränderung beruflicher Aufgabenfelder zeichnen ein widersprüchliches Bild. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass die Marktentwicklung per se weder Arbeits- noch Ausbildungsplätze schaffen wird. Allerdings eröffnet der Strukturwandel in der Informations- und Kommunikationstechnik-Branche sowie in den Anwenderunternehmen Möglichkeiten für eine aktive Gestaltung der beruflichen Aufgabenfelder durch eine proaktive Entwicklung und Umsetzung von neuen Ausbildungskonzepten.
Die beruflichen Vollzeitschulen haben eine wichtige Funktion sowohl für die Berufsvorbereitung als auch für die Ausbildung, hier insbesondere im Bereich der Gesundheitsdienstberufe. Die Ausführungen befassen sich mit den quantitativen und strukturellen Veränderungen der Vollzeitschulen seit Beginn der 80er Jahre und beziehen sich auf das Berufsvorbereitungsjahr, das Berufsgrundbildungsjahr, die Berufsfachschulen, die Kollegschulen in Nordrhein-Westfalen und die berufsvorbereitenden Förderlehrgänge der Bundesanstalt für Arbeit. Tabellarisch dargestellt sind die Schülerzahl, die angestrebten Übergänge in eine duale Ausbildung und die Schülerzahl in Schulen des Gesundheitswesens.
Der Artikel stützt sich auf ein im Bundesinstitut für Berufsbildung durchgeführtes Forschungsprojekt, dessen Ziel es u.a. war, die derzeitigen und absehbaren Qualifikationsanforderungen, die Ausbildungssituation sowie die Abgrenzung zu anderen kaufmännischen Ausbildungsberufen zu beleuchten. Der Beitrag beschreibt das Berufsbild und die Ausbildungsinhalte aus dem Jahre 1969 und geht auf die Entwicklung seit 1980 ein. Dargestellt werden die Zahl der Ausbildungsverhältnisse, die schulische Vorbildung von Datenverarbeitungskaufleuten, ihr Einsatz im Betrieb, ihre Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sowie ihre Qualifikationen. Die Lerninhalte entsprechen besonders im Qualifikationsbereich Datenverarbeitung, aber auch im kaufmännischen Bereich, nicht den Anforderungen. Ausgehend von der Darstellung dieser Defizite werden die zu berücksichtigenden Kernbereiche (Programmierung, Datenbanksysteme und Netzwerke, Standardanwendungen, betriebswirtschaftliche Inhalte usw.) einer Neuordnung dieses Berufes aufgezeigt. Die zukünftige Ausbildung von DV-Kaufleuten soll dabei die an Bedeutung gewinnenden Verbindungsfunktionen zwischen anwendungsunabhängiger Systementwicklung und aufgabenbezogener DV-Anwendung in den Fachabteilungen berücksichtigen.
Zu viele junge Erwachsene bleiben ohne Berufsabschluss. Sie tragen ein erhöhtes Arbeitslosenrisiko, erzielen relativ geringe Einkommen und fehlen als Fachkräfte. Das ist aktuell eine bildungs- und arbeitsmarktpolitische Herausforderung, und das war es auch schon vor dreißig Jahren, als das BIBB zwischen 1995 und 2001 eine Modellversuchsreihe zur modularen berufsbegleitenden Nachqualifizierung betreute. In dem hier wiederentdeckten Beitrag stellt Peter-Werner Kloas ein Konzept für die modulare Weiterbildung im Verbund mit Beschäftigung vor. Parallelen zu den aktuell diskutierten Teilqualifikationen sind unverkennbar.
Schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen, zunehmende Politikverdrossenheit und ein Erstarken extremistischer und populistischer Orientierungen sind Themen, mit denen sich die Berufsbildung mehr denn je auseinandersetzen muss. In November 2023 ehrte die Handwerkskammer Düsseldorf BIBB-Präsident Esser mit dem Georg-Schulhoff-Preis. Mit dem Preis werden Personen und Institutionen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Berufsbildung verdient gemacht haben. In seiner Dankesrede stellte Esser Demokratiebildung als wichtigen Aspekt einer ganzheitlichen beruflichen Bildung in den Mittelpunkt – ein Thema, das ihn in seiner Bedeutung für unsere liberale Gesellschaft und die nachwachsenden Generationen weiter beschäftigt.
Der beruflichen Ausbildung wird für die Demokratiebildung von jungen Erwachsenen eine zentrale Rolle zugeschrieben. Im Mittelpunkt des Beitrags stehen die Potenziale und Herausforderungen der Demokratiebildung an den Lernorten Berufsschule und Ausbildungsbetrieb. Die Erkenntnisse werden vor dem Hintergrund gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen diskutiert.
Der Europass ist ein kostenfreies Angebot der EU für Bewerbung, Jobsuche und die Dokumentation von Kompetenzen. Das Instrument bietet verschiedene Tools, die die Menschen in Europa dabei unterstützen, die eigenen Kompetenzen und Qualifikationen einzuschätzen und darzustellen. Gleichzeitig finden im Europass Datenmodelle und Taxonomien Anwendung, die auf die Bildungssysteme an sich wirken. Der Beitrag skizziert die Entwicklung des Europasses, erläutert die einzelnen Komponenten und bietet einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Um die Auswirkungen des Aufbaus einer Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff auf den deutschen Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2045 abzuschätzen, werden zwei Szenarien gegenübergestellt. Das Poster zeigt, wie sich der Arbeitskräftebedarf zwischen den Szenarien zu bestimmten Zeitpunkten insgesamt und differenziert nach Branchen entwickelt.
Mit einem Modellprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBW), das 1980 startete, wurde ein sozialpädagogisch orientierter Ansatz für die berufliche Bildung übernommen. Spezifische Kennzeichen des Ausbildungskonzepts – Kompetenz- statt Defizitorientierung, soziales Lernen, integrative Sprachförderung, zielgruppenadäquate Methodik/Didaktik – sind auch heute noch bei der Integration junger Menschen in Ausbildung relevant. Im Beitrag wird die Entwicklung des Ansatzes nachgezeichnet und verdeutlicht, wie es gelungen ist, diese Kernelemente im Kontext bildungs- und sozialpolitischer (Reform-)Bemühungen zu etablieren.
Das Prüfungswesen nimmt eine Schlüsselstellung bei Reformen der Berufsbildung ein, da es unmittelbare Auswirkungen auf Lernprozesse und Strukturen hat. Gleichzeitig wirken bei dessen Weiterentwicklung viele Akteure mit, die unterschiedliche Interessen verfolgen. Dieser Beitrag zeigt vor dem Hintergrund des Wechselspiels zwischen Impulsen aus der Praxis und ordnungspolitischer bzw. gesetzgebender Rahmung auf, welche Veränderungen es bezogen auf Prüfungsstruktur, Prüfungsinstrumente sowie Leitbilder in den letzten Jahrzehnten gegeben hat. Im Ausblick werden diese Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Prüfungspraxis reflektiert.
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