Zwei gewerkeübergreifende bundeseinheitliche Aufstiegsfortbildungen im Handwerk, Geprüfte Kaufmännische Fachwirte nach Handwerksordnung (HwO) sowie Geprüfte Verkaufsleiter im Lebensmittelhandwerk, sind im Jahr 2016 erlassen worden. Sie ersetzen bisherige Kammerregelungen in diesen Bereichen. Die Neuregelung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung eines in sich konsistenten kaufmännischen Laufbahnkonzepts, das in diesem Beitrag vorgestellt wird.
Beim Verkauf komplexer Technologien an ausländische Unternehmen spielt die Qualifizierung der dortigen Fachkräfte eine entscheidende Rolle. Ausbildende Ingenieurinnen und Ingenieure, die ausländische Fachkräfte mit neuen Technologien vertraut machen sollen, bringt dies jedoch in ein Dilemma: Sie sollen hochspezialisiertes Fachwissen vermitteln, ohne dabei Betriebsgeheimnisse zu verraten. Eine an der ENSTA Bretagne in Auftrag gegebene Studie beschreibt dieses Dilemma und benennt Anforderungen an die Qualifizierung ausbildender Ingenieurinnen und Ingenieure, um diese Gratwanderung besser bewältigen zu können.
Die ersten Verordnungen der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) traten zum 1. Januar 2005 in Kraft. Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer Längsschnittstudie zur Arbeitsmarktintegration von jungen Berufsleuten nach einer zweijährigen Grundbildung im Detailhandel (Verkaufsberufe) bzw. im Gastgewerbe. Er fokussiert die berufliche Entwicklung von Absolventinnen und Absolventen einer zweijährigen Grundbildung mit Berufsattest, diskutiert mittels eines Längsschnitt- sowie vergleichenden Ansatzes Daten zur Beschäftigungssituation, Mobilität und Flexibilität von Personen mit der neuen zweijährigen beruflichen Qualifikation und liefert damit erste längerfristige Erkenntnisse über die neue Ausbildungsform.
Rezension zu: Handlungsorientierter Unterricht in der Warenverkaufskunde einer branchengemischten Einzelhandelsklasse – Theoretische Studien und empirische Befunde / Wolfgang Beyen
Kaufmännische Ausbildungsmöglichkeiten fehlen unter anderem im Messe-, Ausstellungs- und Tagungsbereich, im Gesundheitswesen und für Sportvereine. Mit der Schaffung entsprechender neuer Berufe können nach Schätzungen des deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) insgesamt 1650 Ausbildungsplätze jährlich entstehen. Ausgehend von diesen Vorschlägen für neue kaufmännische Ausbildungsberufe und dem damit geschätzten Bedarf, hat das Bundesinstitut für Berufsbildung einen neuen kundenorientierten Querschnittsberuf mit dem Arbeitstitel "Dienstleistungskaufmann/Dienstleistungskauffrau" vorgeschlagen. Seine Aufgabengebiete sind die Bereiche Einkauf, Marketing, Beratung und Betreuung von Kunden, Verkauf, Organisation und Durchführung von Veranstaltungen sowie Rechnungswesen und Personalwesen.
Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht die Entwicklung von Ausbildungsmitteln für Industriekaufleute. Ziel ist es, die berufliche Handlungsfähigkeit im Einkauf und Verkauf durch den Einsatz von Medien zu fördern. Auf eine knappe Analyse der veränderten beruflichen Anforderungen folgt eine Darstellung des zugrundeliegenden Bildungskonzepts, des Aufbaus, des Inhalts und der didaktisch-methodischen Gestaltung der Medien.
Die folgenden Ergebnisse zur Untersuchung des Qualifikationsbedarfs der im Vertriebsund Verkaufsbereich des PC-Fachhandels beschäftigten Mitarbeiter / -innen entstanden 1990 / 91. Sie beschreiben hier in der gebotenen Kürze zusammenfassend den Bedarf an Qualifikationen dieses Personenkreises im Handel. In einem zweiten Beitrag soll später ein handlungsorientiertes Bildungskonzept mit umfangreichen Medien im Zusammenhang mit einem Modellversuch des BIBB zu dieser Thematik vorgestellt werden. Damit sollen zugleich Möglichkeiten einer zukünftigen bedarfsorientierten Qualifizierung diskutiert und beschrieben werden.
Die Orientierung am Markt und an den Bedürfnissen der Kunden wird für nahezu alle Unternehmen immer wichtiger. Solange jedoch die damit verbundenen Ausbildungsprobleme ungelöst sind, werden Erfolge auf sich warten lassen. Die bevorstehenden Neuordnungen wichtiger kaufmännischer Berufe bieten einen hervorragenden Ansatz, um die markt- und kundenorientierte Sichtweise bereits in die Erstausbildung einzubeziehen. Der Aufsatz stellt die gegenwärtige Situation dar und entwickelt konkrete Vorschläge, wie dies geschehen könnte.
Die neue Ausbildungsordnung konfrontiert die Betriebe des Einzelhandels mit einem gewandelten Berufsbildungsverständnis und stellt an viele Unternehmen erhebliche Anforderungen im Hinblick auf die organisatorische, qualifikatorische und didaktisch-methodische Realisierung der neuen Ziele und Inhalte der Berufsausbildung. Im folgenden werden einige Überlegungen wiedergegeben, die im Zusammenhang eines BIBB-Projektes zur Entwicklung und Erprobung von Medien im Einzelhandel entstanden sind. Da die Projektziele mit den veränderten Zielen der neuen, dreijährigen Ausbildung im Schwerpunkt Beratung und Verkauf übereinstimmen, stellen diese Gedanken einen Beitrag zur Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung in die betriebliche Praxis dar. Auf die Beschreibung der einzelnen Medien wird hier verzichtet; sie sind bereits an anderer Stelle detailliert beschrieben worden. Wir beschränken uns auf die Darstellung konzeptioneller Vorstellungen sowie auf Verwendungszusammenhänge in der betrieblichen Praxis.
Seit 1968 existiert die gegenwärtig geltende Ausbildungsordnung für die Stufenausbildung zur/zum Verkäuferin/Verkäufer und zum/zur Einzelhandelskaufmann/Einzelhandelskauffrau. Die Problematik dieser Stufenausbildung prägt praktisch seit Inkrafttreten der Ausbildungsordnung die Diskussion und hat jahrelang bestimmenden Einfluß auf die Neuordnungsgespräche genommen. Gemessen an dieser zwischen den Tarifparteien umstrittenen Kernfrage erscheint das Thema Warenkunde als nahezu zweitrangig, obwohl gerade in diesem Bereich entscheidende Weichen für die fachlichen Qualifikationen des künftigen Verkaufspersonals gestellt werden. Der folgende Beitrag befaßt sich mit Inhalt und Struktur der "fachlichen Ausbildungspläne" - so die bisherige Bezeichnung für die warenbezogenen Ausbildungspläne - im Einzelhandel.
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